Mitglied inaktiv
Hallo Herr Posth, mein Sohn (4,2 Jahre) verrichtete seine großen und kleinen Geschäfte bisher sehr freizügig in der Öffentlichkeit. Er wollte draußen auch nie extra eine Toilette aufsuchen - wahrscheinlich auch weil er im Waldkiga ist u es deshalb für ihn normal war. Seit ca. 2 Wochen jedoch hat er sich diesbezüglich total verändert. Er möchte sein Geschäfte nicht mehr erledigen, wenn jemand in der Nähe vorbeiläuft etc. - er ist dann immer sehr gehemmt. Vorher hat er immer stolz drauflosgepullert. Klar, wir pullern ja auch nicht in der Öffentlichkeit - ist das also jetzt die natürliche Scham die bei ihm einsetzt? Oder muß ich mir Sorgen machen, dass im Kiga etwas vorgefallen ist - das er gedemütigt oder lächerlich gemacht wurde? Eben weil die Wandlung so plötzlich und radikal erfolgte. Vielen Dank für Ihre Antwort lianda
Liebe Lianda, meiner Ansicht nach ist beides möglich. Einerseits machen Kinder in diesen Dingen spontane Entwicklungsschritte durch, die letzlich hin zu einer Trennung von Öffentlichem und Privatem führen. Leitend dabei ist das notwendige Gefühl der Scham, welches zunächst einmal und ganz ursprünglich Schutzfunktion beim Menschen bewirkt. Aber gerade dieses Schamgefühl kann auch durch Erlebnisse plötzlich hervorgerufen werden, wobei Entblößung und Demütigung eine ursächliche Rolle spielen. Wenn es Ihr Sohn selbst nicht erklären kann, dann müssen Sie einmal im Ki-ga nachfragen, ob da vielleicht etwas beobachtet worden ist. Auf jeden Fall sollten Sie diesen Sinneswandel Ihres Sohnes akzeptieren. Er bezeugt ja auch ein Stück zunehmender Reife. Viele Grüße
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