Mummy85
Hallo Herr Dr. Posth, Meine Tocher ist im Nov. 2 Jahre geworden und war schon immer sehr vorsichtig, teils ängstlich. Ich habe ihr immer Spaß beim Neuentdecken zu vermitteln und sie zu einem selbstbewussten Kind zu "erziehen".Als Säugling war sie bereits so ängstlich, dass sie, sobald ein anderes Kind/Baby gelacht oder geweint hat, sofort panisch geschrien hat und sich nur schwer beruhigen ließ. Wenn wir Babybesuch haben, ist es heute noch so und ich werde von Freunden verdutzt gefragt, wieso meine Tochter so reagiert. In der Öffentlichkeit ist es ihr jedoch egal, ob ein Kind weint etc.Wenn Kinder aber Kontakt aufnehmen wollen, sei es durch ansprechen oder durch anfassen, wehrt sie sofort ab,läuft weg oder will hochgenommen werden. Kinder ab 4 oder 5 Jahren sind dagegen kein Problem. Beim Kinderturnen schaut sie zu, turnt auch, aber möchte mit anderen nicht aktiv werden. Was meinen Sie?
Hallo, Ihren Freunden können Sie ohne Umschweife sagen, dass das Verhalten Ihrer Tochter ein normales Phänomen ist und als Affektansteckung bezeichnet wird. Allerdings ist nicht jedes Kind diesbezüglich so empfindsam. Also eine gewisse Veranlagung ihres Temperaments steht schon dafür ein. Am Temperament eines Menschen können Sie aber so gut wie nichts ändern. entweder ändert er mit der Zeit sich selbst aufgrund von sizialer Erfahrung oder er bleibt so. Ängstlichkeit ist auch ein Veranlagung, die aber stark beeinflussbar ist durch die Bezugspersonen und die Lebensumstände. Die Vorsicht im Kontaktverhalten zu anderen etwa gleichaltrigen Kindern, die auf Unsicherheit und Sorge vor Angriff beruht, können Sie mindern, indem Sie erst einmal Ihre Tochter bei der Kontaktaufnahme zu den anderen Kindern begleiten und unterstützen. Das gleiche gilt für alle ersten Gruppenkontakte wie z.B. Kinderturnen. Viele Grüße
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