Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Überaktives Kleinkind

Frage: Überaktives Kleinkind

Mitglied inaktiv

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Hallo, unsere Tochter ist jetzt 16 Mo alt. - Geburt /SW "normal", aber Schreikind von Beginn - "ablegen" war NIE möglich, sie brauchte perman. Körperkontakt, wurde IMMER getragen, weil sie sonst schrie - anfängliches Quengeln (wie wir es von unserer großen - recht problemlosen - Tochter kennen) gab es nie - mit 4 Mon. kein Greifen, Überweisung ans SPZ auf unsren Wunsch - Aussage dort "Mittelschwere ZKS wg. Lage im Mutterleib", Asymentrie, Vojta - V. von 4-9 Monate, motorisch gut aufgeholt, jetzt motorisch ok (lief mit 15 Mo, rennt/klettert wie ein Wiesel) Wir freuen uns über die Entwickl., sorgen uns aber, da sie motor. EXTREM überaktiv ist, nicht entspannen kann (windet sich, rennt weiter...) Kann sich nicht allein beschäftigen, akzept. bei uns keine Grenzen, bei anderen hing. tw. schon. Sprachl. ist sie weit (2-Wort-S. m. 13 Mo, akt. über 200 Wörter, Einzahl-/Mehrzahl ...) Was "hat" sie - wie können wir ihr helfen? (und uns, denn es ist extrem anstrengend) Mima


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, war tatsächlich nur eine Verzögerung beim Griefen der Grund für die Vojta-Therapie?? Die Therapie ist sehr belastetend und stört die Mutter-Kind-Bindung, da die Mutter die Übungen auch zu Hause machen muss. Für ein Kind, das ohnehin viel schreit, sicher eine ganz schlechte Lösung. Ihre Tochter befindet sich nun aber schon in der Loslösungsphase. Da sollte sich der Vater ganz stark in die Versorgung und Betreuung des Kindes einschalten. Verharren die Kinder in der Bindung und ist diese auch noch getrübt aus dem 1. lebensjahr, dann entwickelt sich das Kind schnell zu einem besoders widerständigen und aufsässigen. Es wäre also wichtig, dass sich Ihr Mann viel einschaltet und ihrer Tochter ein gutes Loslösungsvorbild ist. Mit ihr Spielen allein reicht da nicht. Er muss sie auch rundum versorgen können. Außerdem sollten Sie weiterhin geduldig die Bindungsangebote Ihrer Tochter annehmen, auch wenn diese manchmal schwer zu erkennen sind. Wahrscheinlich müssen Sie die jetzt ein wenig suchen, aber das wird eine Folge der Probleme im 1. Lebensjahr sein. Viele Grüße


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