Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Trotz???

Frage: Trotz???

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Hallo Hr. Dr!! Unser Kleiner, 2,2 J, ist momentan "gegen alles". Es kommt immer sofort ein klares NEIN; egal, was wir von ihm wollen: Zähneputzen, essen, trinken... Nun macht er sogar seit wenigen Tagen beim ins Bett gehen Stress und wehrt sich mit Gebrüll. Liegt er dann mal, weil er sooo müde ist, hat er wieder Durst, ang. Bauchweh und dies und das, so dass er erst gegen 21h einschläft. Morgens gegen 5h schreit er dann schon wieder los, von 0 auf 100. Unsere Nerven liegen ziemlich blank. Wie verhält man sich am Besten? Schimpfen kanns ja nun auch nicht sein. Aber er muss doch merken, dass das nicht gut und schön ist!? Der Arzt sagte, er sei ein paar Monate voraus. Er geht tagsüber in die KITA, darf dort alles und wird von einem Mädel viel geärgert, u.a. auch beim Mittagsschlaf- leider können die Erziehinnen das offenbar nicht ändern, so dass er schon von dort oft gefrustet heim kommt. Vielleicht auch, weil er ja weiß, daheim gibt es Regeln... Vielen Dank für Ihre Hilfe, lb Gr, S


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, denkbar wäre auch, dass sich der jetzt verstärkt darstellende Trotz ursächlich mit der Ki-ta und den dort erlebten sozialen Misserfolgen zusammenhängt. Wie freiwillig ist Ihr Sohn denn überhauot in die Ki-ta gegangen? Gab es denn eine sanfte Ablösung? Schließlich ist Ihr Sohn gerade einmal 2 Jahre alt. Für die Kleinen ist die Auseinandersetzung in der Gruppe eine große Anstrengung und wenn sie nicht gelingt auch ein großer Stress. Wenn ein solches Kind keine sichere Bezugsperson in der Ki-ga hat (Erzieherin als Ersatzbezugsperson), dann nimmt es die Anspannungen mit nach Hause und lebt die angestaute Aggression bei seinen Eltern aus. Dazu kommt jetzt eine verstärkte Anhänglichkeit an seine ja bislang sicheren Bezugspersonen, die Eltern, die das entstandene Defizit auszugleichen haben. Das "Spiel" am Abend ist beredter Ausdruck dessen. Aber Ihrem Sohn ist es ernst, er braucht Sie und verlässt sich auf Sie. Sie müssen ihm die geforderte Sicherheit jetzt geben. Mit Nachgiebigkeit und Verwöhnen hat das nichts zu tun. Sie gleichen im Moment nur ein emotionales Defizit aus. Viele Grüße


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