astra81
Hallo! Meine Schwiegermutter ist sehr schwer an Krebs erkrankt und die Ärzte sehen keine Hoffnung mehr. Meinen Mann nimmt das verständlicherweise ziemlich mit und er muss oft weinen. Ist das schlimm, wenn das auch vor unserem Sohn (16 Monate) passiert? Er versteht ja noch nicht warum der Papa so traurig ist. Und wie sieht es aus, sollte meine Schwiegermutter tatsächlich sterben, soll ich ihn mit zur Trauerfeier nehmen? Kann mich selber kaum zusammenreißen und werde bei so einem Anlass bestimmt auch weinen und dann sieht er nur seine weinenden Eltern. Ist er dafür noch zu jung? Zudem ist er sehr lebhaft und ich habe etwas bedenken, dass er die ganze Veranstaltung aufmischen würde. Habe aber leider niemanden der in der Zeit aufpassen könnte, also müsste ich mit ihm fernbleiben. Was würden sie mir raten?
Hallo, Kleinkinder unter 2 Jahren kennen das Gefühl der Trauer noch nicht wirklich. Für sie wirken Weinen und Tränenfluss wie Ärger über unerfüllte Bedürfnisse, Angst, Wut oder sogar Verzweiflung. Daher reagieren sie selbst dann auch oft ängstlich und verunsichert. Manchmal weinen sie auch einfach mit ohne genau zu wissen warum. Aber das löst sich in dem Moment auf, in dem die Bezugsperson sie tröstet und liebevoll in die Arme nimmt. So nimmt das Kind keinen Schaden und leidet auch nicht. Dass es in unseren Augen dann auch inadäquat reagiert und unbekümmert erscheint, liegt an unseren Konventionen. Das muss man in Kauf nehmen. Aber eigentlich versteht es jeder Erwachsene. Es tut mir leid für Ihre Schwiegermutter. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt
- Geschwisterrivalität
- Trennung