Twity1
Hallo Herr Dr. Posth, vielen Dank für Ihre Antwort. Meine Fehler sind mir jetzt sehr bewußt! Seitdem wir Ihre Ratschläge befolgen, finden seine Aggressionen seltener statt und sind auch von kürzerer Dauer. Habe diesbezüglich leider noch einige Fragen: - Einschlafstillen (war auch vor der Grippe) auch sofort beenden oder wäre das zu viel für jetzt? - wie viele Monate kann diese Regression u. Aggression noch dauern? - danach weiterhin Induktion anwenden oder ist er schon mit fast 4 Jahren zu "groß"? - hat seine jetzige Entwickling etwas mit aggressiv-oppositionellen Verhalten zu tun? (ist die Loslösung somit mißlungen?) Wenn ja, können wir es noch "reparieren"? - "normale" psychologische Beratungsstelle oder mit Triple P Konzept? Vielen Dank im Voraus.
Hallo, ob man in diesem Alter noch Einschlafstillen anbeitet oder inzwischen eine andere Einschlafbegleitung wählt, ist jetzt fast schon Verhandlungssache. Insbesondere käme da jetzt der Vater zum Zuge, der mit attraktiven Angeboten eine echte Alternative anbieten sollte. Denn die Loslösung ist immer noch im Gange. Zwar absorbiert das entstehende Selbst mit der Zeit alle Bindungs- und Loslösungphänomene, aber jede Form einer beendigenden Abtrennung ist künstlich. Auf andere soziale und geistige Ebenen gehoben tauchen diese Aspekte im gesamten Leben wieder auf und charakterisieren sogar die Bindungstechniken im späteren Lebensalter. Und sobald Entspannung einsetzt und sozialer Fortschritt wieder zu erkennen ist (z.B. dadurch, dass die aggressiv-oppositionellen Verhaltensweisen nachlassen) sind auch wieder Induktionsstrategien gefragt. Das Erziehungsprogramm TripleP berücksichtigt solche Psychodynamiken überhaupt nicht. Es ist ein reines Verhaltenstrainingsprogramm. Schon eher arbeiten normale psychologische Beratungsstellen mit solchen Konzepten, wie ich es hier vertrete. Viele Grüße
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