Mitglied inaktiv
Hallo Herr Posth, mein Sohn (10,5 Mon.) macht mir Sorgen. Die letzten 2 Nächte wachte er mehrmals schreiend auf, ließ sich selbst auf dem Arm und im Familienbett nicht beruhigen. Sobald wir uns einem Bett oder seinem Zimmer näherten oder uns setzten bzw. ihn legten, weinte er wieder. Nach 4h Dauergeschrei fuhren wir sogar ins KH zur Abklärung. Bis auf häßlichen Fließschnupfen ist er gesund. Er bekommt aber auch einen Zahn. Tagsüber gibt es ebenso Heulphasen und Schreiattacken, sobald etwas nicht klappt (er robbt und beginnt langsam, sich aufzurichten) oder er nur auf den Arm will. Er ist sehr anhänglich. Meine Hebamme vermutet einen neuen KISS-Rückfall (bereits 2mal behandelt, zuletzt vor 7 Mon.). Ich denke an einen Entwicklungsschub. Viele sagen, es sei Trotz oder Wut und man solle ihn schreien lassen. Aber er gerät nur noch mehr in Rage, wird richtig hilflos und apathisch, wirkt wie gelähmt. So schlimm war es noch nie. Ich möchte meinem Kind helfen, weiß mir aber keinen Rat mehr.
Hallo, wenn ein Kind schreit und sich in der Nähe und auf dem Arm seiner Eltern nicht beruhigen kann, dann ist bei sicheren Bindungsverhältnissen immer zuerst danach zu fragen, ob nicht Schmerzen die Ursache sind. Zahnschmerzen, Bauchschmerzen und Ohrenschmerzen stehen dabei im Vordergrund. Aber auch ein Leistenbruch sollte nicht übersehen werden. An KISS brauchen Sie nicht zu denken. Derart schmerzhafte orthopädische Probleme an der Wirbelsäule gibt es im Kindesalter nicht, außer das Kind ist misshandelt worden. Trotz gibt es diesem Alter auch noch nicht, sondern nur zunehmenden Widerstand, wenn der Säugling merkt, dass seinen Bedürfnissen nicht entsprochen wird. Immerhin spürt er jetzt ersten Willen. Versuchen Sie doch als erstes, Ihrem Sohn einmal ein Paracetamoil-Zäpfchen zu geben, um Schmerzen sicher auszuschließen. Gegen allgemeine Unruhezustände helfen Virburcol-Zäpfchen ganz gut, z.B. auch beim Zahnen oder bei innerer motorischer Unruhe im Rahmen der statomotorischen Entwicklung. Sie können mir gerne wieder schreiben, wenn nichts helfen sollte. Viele Grüße
Die letzten 10 Beiträge
- Konsequentes Verweigern des Toilettenganges
- 6 Jährige plötzlich Probleme mit Trennung im KIGA
- Verhalten durch Angst?
- Plötzlich große Verlustangst
- Kita - Weinen wenn anderes Kind früher abgeholt wird
- Trilinguale Kinder ok?
- Stärkung Selbstbewusstsein vor OP
- Zweitmeinung Verdacht Autismus
- Unruhiges Baby und schlaflose Nächte
- Baby weint/schreit, wird laut gemaßregelt