Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schlaf

Frage: Schlaf

tinijo

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Hallo, ich habe einen 7 Monate alten Sohn, der schon immer schlecht geschlafen hat. Lange Zeit hat er sich stündlich gemeldet inzwischen schafft er es maximal 2 Stunden am Stück zu schlafen. Ich bringe ihn abends gegen 18.30 ins Bett, dann ist er schon richtig müde. Geben ihm vor dem zu Bett gehen noch ein Fläschchen (trinkt ca. 140 ml), dann lege ich ihn wach ins Bett und bleibe sitzen bis er eingeschlafen ist. Meist weint er ca. 10-20 -minuten und ich mache dann nur leise psssst Geräusche. .nach einer halben Stunde wacht er dann schreiende wieder auf und ich muss mich wieder zu ihm setzen. So geht das dann stündlich weiter bis 22 Uhr. Ab 22 Uhr will er dann trinken ( 120 ml) Dann kommt er um 24 Uhr und trinkt, dann um 2 Uhr und trinkt und dann weint er stündlich. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens trinkt er dann wieder. Heute hat er von 4 - 5 Uhr durchgeweint und lässt sich nicht beruhigen. Er wälzt sich auch ständig von einer auf die andere Seite, obwohl er im Schlafsack schläft.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die Stunde längeres Durchschlafen verdankt Ihr Sohn seiner Reifung im Schlafverhalten. Denn die erste Tiefschlafphase verlängert sich im Laufe des 1. Lebensjahres automatisch. Von den Einschlafkonditionierungen ist meines Erachtens nichts zu halten. Sich neben das Bettchen zu setzen, das Baby weinen oder schreien zu lassen und mit kalkulatorischem Zeitmanagement nicht einzugreifen, halte ich für grundfalsch und auch mit den elterlichen Pflichten ihrem Säuling gegenüber schlecht zu vereinbaren. Prompte, zuverlässige und wie es so schön heißt angemessene Bedürfnisbefriedigung ist im 1. Lebensjahr extrem wichtig. Eine Säugling, der mit diesem Stress einschläft, hat soviel Cortisol im Blut, dass er überhaupt nicht durchschlafen kann. In jeder Traumschlafphase wird er wach und schreit nach der Mutter. Auch die zischende Geräuschimitation eines Blutgefäßes ist meines Erachtens ein Wunschkonstrukt erwachsener Personen, die dem Kind unbedingt helfen wollen, aber wenig Ideen dafür haben. Ich kann Ihnen nur raten, ein liebevolles Einschlafritual zu entwickeln, Ihren Sohn durch Saugen oder Getragenwerden zu beruhigen und ihn nachts vorerst noch prompt zu versorgen mit dem, was er benötigt. Unter "Einschlafprobleme beim Säugling" gibt es im gezielten Suchlauf ein Stichwort mit zahlreichen Antworten. Viele Grüße


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