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Lieber Dr. Posth, meine Tochter (2 ½ Jahre)war ein sensibles Baby, hat viel geschrien, sehr mamafixiert. Sie geht seit Mai 2010 5 Tage á 6h zur TM, da ich arbeiten muss. Jedoch hat sie noch immer große Probleme dort, will nur ins Bett, will alleine sein, schreit viel, isst nichts. So langsam mache ich mir Sorgen, dass die TM mir bald kündigt. Sobald nur noch ein Kind da ist oder alle weg sind, ist sie wie ausgewechselt, spielt, lacht u ist super drauf. Ich denke, sie ist noch mit den gleichaltrigen Kindern um sie herum überfordert, doch wie soll sie dann den Kiga gehandelt kriegen (noch mehr Kinder, noch mehr Unruhe)? Zudem ist sie an ihren besonders schlimmen Tagen extrem gemein zum Papa, er darf ihr nicht zu nahe kommen. Sollte ich vielleicht bei Ihnen einen Termin vereinbaren? Unsere Familiensituation ist inzwischen angespannt, da meine Tochter durch den vielen Schlaf bei der TM auch erst um 22 Uhr ins Bett zu kriegen ist...Was raten Sie uns? Vielen Dank! Eva
Liebe Eva, wieviel Kinder sind denn normalerweise bei der Tagesmutter? Die OECD sieht für den Betreuerschlüssel bei 2-3-jährigen das Verhältnis von 1:3 vor. D.h. eine Tagesmutter betreut 3 Kinder. Dabei wird davon ausgegegangen, dass es auch für eine Mutter extrem schwierig wird, mehr als 3 Unter- 3-jährige angemessen zu versorgen. die Kinder sind dann der Spiegel solcher Missstände. Die Anspannung bei den Kindern setzt sich dann bis zu Hause fort, wo die überforderten Kinder dann regressiv reagieren und stark indie Mutter-Anhänglichkeit zurückkehren. Der Vater als Loslösungsvorbild wird dann zunächst wieder abgelehnt. Ich habe die Annahme, dass das der Grund für das derzeit schwierige Verhalten Ihrer Tochter ist. Der Übergang in den Ki-ga mit einer größeren, altergemischten Gruppe wäre tatsächlich eine weitere Überforderung. Wie groß ist denn die Gruppe der Kinder tatsächlich bei der TM? Viele Grüße
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