MomoHerbstauge
mein Sohn ist 9 Wochen alt und leidet seitdem er ca. 2 Wochen an folgendem Problem: Er weint/schreit plötzlich schrecklich angstvoll auf, dabei schläft er meist noch. Ich nehme ihn auf den Arm und rede beruhigend auf ihn ein, er beruhigt sich relativ schnell. Manchmal wacht er auch auf und dann beruhigt er sich gleich, wenn man mit ihm spricht. Die Intensität dieses Weinens macht mich als Mutter so traurig, es ist intensiver als ein Hungerweinen oder ein Schmerzweinen bei einer Spritze, es ist herzzerreißend. Mittlerweile kommt es täglich ein bis zweimal abends oder nachts vor. Ich habe etwas über den Nachtschreck gelesen, der jedoch bei so jungen Säuglingen noch nicht vorkommen soll. Ich persönlich nenne es den Angstschrei. Könnte in ihm etwas sein, was er nicht verarbeitet hat (z.B. schwere Geburt)? Was kann man/wir tun?. Vielen Dank schon einmal für ihre Antwort
Hallo, für einen klassischen Nachtschreck ist Ihr Sohn mit seinen 9 Wochen tatsächlich noch zu jung. Wenn Sie sicher sein können, dass es wirklich keine körperlichen Schmerzsensationen sind, wie Koliken, die auch in der Nacht auftreten können (aber die haben die Säuglinge auch am Tage), dann müssen es Gefühle sein, die Ihren Sohn so erschrecken lassen. Nach meiner Auffassung überwiegen beim Säugling ganz stark die Angstgefühle (Urangst), wenn nicht die Bezugsperson und mit der Zeit Bindungsperson für die Abwendung von Angst sorgt und mit ihrer Anwesenheit Glücksgefühle erzeugt. Daher gehört ein vor Angst schreiender Säugling sofort auf den Arm der Mutter und beruhigt. Die Nähe der Mutter und ihr sanftes Einreden auf den Säugling erzeugen innerlich dann dagegen gesetzte Glückgefühle. Dadurch festigt sich die Bindung. Behauptungen wie die schwere Geburt als Ursache für ein solches Schreien scheiden aus, da sie absolut spekulativ sind und letztlich keine erhellende Wirkung auf das Problem haben. Viele Grüße
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