Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, mein Sohn, gerade 3 geworden, wird von heftigen Ausrastern geplagt und findet kaum Weg heraus aus der Situation, nicht mal mit Hilfe. Bsp: er streitet sich mit einem Freund um einen Luftballon, dieser geht dabei kaputt, daraufhin "platzt" mein Sohn und steht mit den Fetzen schreiend und weinend vor mir, ich soll ihn reparieren. Bei ihm kommt dann nichts mehr an, er wütet einfach nur noch! Weder ihn in den Arm zu nehmen, ihm z.B. einen anderen Ballon anzubieten, oder ihm zu erklären, dass manches eben irreperabel ist, hilft. Das Ganze dauert mindestens 10 min, Kind dann nassgeschwitzt und völlig k.o.! Dies ist nur ein Beispiel von vielen, wir haben mindestens einmal täglich solch komplette Kontrollverluste, bei denen niemand mehr an unser Kind rankommt. Auch später in Ruhe darüber reden hilft nicht viel. Dann ist er zwar einsichtig, aber die Ausraster kommen immer wieder. Was kann ich tun? Braucht mein Kind professionelle Hilfe? Herzlichen Dank, Jana
Liebe Jana, das von Ihnen bei Ihrem Sohn beschriebene "Ausrasten" kann Ausdruck eines Entwicklungshemnisses sein, aber auch Ausdruck seiner Charakterveranlagung. Leider schreiben Sie mir diesmal nicht, wie alt Ihr Sohn ist. Mit gut 3 Jahren jedenfalls und bei guten Sprachfähigkeiten entwickelt sich beim Kind so etwas wie ein verbales Verständnis. Das heißt, die Kinder kann man im Gespräch mit einfachen Worten plötzlich erreichen und zu einem Kompromiss bewegen. Sicher muss sich auch dafür das Temperament wieder ein bisschen abgekühlt haben. Oder man klärt die Situation schon im Vorfeld, weil man weiß, wenn das und das geschieht, bekommt mein Kind wieder einen "Anfall". Auf jeden Fall spielt die Zeit in Ihre Hände. Einstweilen brauchen Sie noch etwas Geduld. Viele Grüße
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