Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Loslösung

Frage: Loslösung

Kiki34

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Sehr geehrter Herr Posth, ich hatte sie schon mal am 02.12.13 um Rat gefragt. Ich bin AE mein Sohn sicher gebunden ist 12 Monate alt, traut sich viel zu, läuft, wird noch gestillt, wird seit einer Woche in der Krippe eingewöhnt. Erste Trennung 20min problemlos. Sehr guten Kontakt zur Oma fast täglich, bleibt auch mal 1-2 Std da. Er hat zweimal in der Woche Kontakt zu seinem Vater, einmal ist seine Mutter dabei dann gelegentlich 1-2 Std spazieren weinte oft (letzen drei Monate kein Spaziergang mehr, da er sich nicht mehr vom Vater beruhigen ließ). Solange ich in der Nähe bin kann der Vater ihn wickeln oder füttern, baden geht auch ohne mich. Er versucht mit ihm zu spielen was nicht immer klappt. Wie kann ich das Verhältnis zum Vater verbessern, damit er ihn auch mit zu sich nehmen kann. Dort würde mein Sohn eine weitere Person kennen lernen, die ihn versorgen wird. Ab wann sollte eine weitere Person eine Rolle spielen. Wie kann die Loslösung funktionieren. Vielen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, für die Loslösung sollte Ihr Sohn zu allererst sein Vater noch viel besser kennenlernen. Dazu gehört neben der qualitativ guten Zuwendung auch eine quantitativ ausreichende Kontaktdauer. Ob das mit 2x pro Woche sehen genügt, wird sich zeigen. Aber die Loslösung ist ja eine Entwicklung, die sich über viel längere Zeiträume erstreckt, als nur über die ersten ein paar Wochen. Also Dauerhaftigkeit ist entscheidend. Im Moment aber überwiegt noch die Mutteranhänglichkeit, was durch den Beginn der frühen Fremdbetreuung auch noch einmal besonders gefördert wird. Eine zusätzliche fremde Person beim Vater wäre nicht ratsam, nur die Großmutter wird Ihr Sohn akzeptieren, wenn sie sich ihm liebevoll und zuverlässig zuwendet..Also konstante und dauerhafte Beziehungen zwischen Ihrem Sohn und dem Vater sind im Moment ausschlaggebend, wobei nichts erzwungen werden darf. Alle Kontaktformen sollten so gestaltet sein, dass Ihr Sohn die Möglichkeit hat, sich dem Menschen, der ihn versorgen soll, aus freien Stücken zuzuwenden. Viele Grüße


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