Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kleinkind mit zur Beerdigung nehmen?

Frage: Kleinkind mit zur Beerdigung nehmen?

schnuckenmama

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S.g.H.D.P., vielen Dank für Ihre ANtworten auf meine bisherigen Fragen (04.+11.03.zumTHemaTod des Opas).Es ist nur eine Frage offen geblieben: Was denken SIe? Sollten man Kinder (unsere Tochter ist aktuell 21 Monate) mit auf eine Beerdigung nehmen? Und: Wenn wir sie nicht mitnehmen, aber später mal mit ihr zur Urne gehen - was soll man denn da erklären? Denken kann man schließlich überall an den Opa? Viele Grüße.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die Vorstellung, dass ein Mensch nach dem Tode eingäschert wird, ist für ein Kind völlig abstrakt. Schon besser vorstellbar ist der Sarg, in dem der Verstorbene geschützt aufgebahrt liegt. Da aber der Tod als Ende des irdischen Lebens für ein so kleines Kind generell nicht vorstellbar ist, ist ihm auch die Beerdigungszeremonie fremd. Es gibt auch bei der Menge dem Kind ungekannter Menschen keine sinnvolle Möglichkeit eine Abschieds. Das Kind ist mit seinen Beobachtungen beschäftigt und mit dem Bemühen um Verstehen der Trauer. Insofern macht es nicht viel Sinn ein nicht einmal 2-jähriges mit auf eine Trauerfeier zu nehmen. Wenn es aber nicht anders geht, ist auch das in Ordnung. Nur darf man nicht erwaten, dass sich ein so kleines Kind in die Vorgänge wirklich einfindet. Später ist auch die Urne beerdingt und das ältere Kind oder der Jugendliche sieht nur das Grab und nicht das, was drin ist. Oder handelt es sich um eine reines Urnengrab? Dann muss man natürlich später erklären, was das bedeutet. Viele Grüße.


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