Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

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H.Dr.P., letzte W Versuch Mo u Di,jeweils nach halber Stunde wieder mitgenommen (da sie mich nicht gehen ließ u weinte).Dann zu Hause gelassen.Am Di als wir heim fuhren weinte sie noch mehr,denn sie wäre gern dort geblieben.Restl Woche zu Hause.Fr erzählte sie mir,sie möchte schon hin nur hätte sie Angst vor den wilden Buben u sie wäre geschubst worden.Nach Lesen ihrer Antw an andere Mütter,Bsp id=42593,id=42590 habe ich das Gefühl ich habe zu früh aufgegeben.Zu Hause ist ihr stets langweilig,als sie die Woche im KIGA war war sie äussert ausgeglichen u fröhlich.Pause vereinb bis Anf Okt.Dann Mögl wieder Vormittags anzufangen ohne sanfte Abl.,wäre aber in 5 Min im KIGA falls was sein sollte.Denke schon dass sie sich beruhigen würde wenn ich weg wäre.Oder Nachmittags mit nur 8 Kindern/3Erz.Dableiben eher möglich als vorm,aber nicht im Gruppenraum.Bin unschlüssig,da es ihr ja eigentlich schon in der Vormgruppe gefällt.Wie weiter? Und wann ist eine Ablösung denn zu traumatisch? LG J


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Paradoxe an der Sache ist, dass jedes Kind irgendwann aufhört zu weinen und sich in sein Schicksal ergibt. In Wahrheit ist es nicht paradox, denn das Kind tut ja nur das, was von ihm verlangt wird. Es passt sich der Situation an, auch auf Kosten seiner emotionalen Konstitution. Die klassische Pädagogik erklärt dieses Verhalten des Kindes zum erzieherischen Erfolg. aus der Entwicklungspsychologie weiß man aber längt, dass die unterdrückten emotionalen Schmerzgefühle im weiteren Verlauf oder auch noch sehr viel später zu Angst und Depression führen können. Allerdings ist dann keine da, der noch die Kausalverbindungen herstellt. Aber zu früh aufzugeben ist sicherlich auch nicht berechtigt. Denn das Kind spürt ja, dass die Gruppe für seine Entwicklung ganz wichtig ist und möchte gerne mit dabei sein. So steht es in einem Ambivalenzkonflikt, und die Mütter und Erzieherinnen tun gut daran, die Ablösungsituation für das Kind so zu gestalten, dass beides möglich ist. Vorläufig begleitende Absicherung bei der Hauptbezugsperson und Ablösung in die Gruppe. Versuchen Sie es doch erst einmal eine Zeitlang mit der Nachmittagsgruppe. Geht das gut, können Sie auch Ihre Tochter sicher recht bald in die Vormittagsgruppe bringen, aber so oder so nur mit sanften Ablösung. Viele Grüße


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