Lela77
Hallo Herr Posth, eine rel. kurze Frage: Welche Gründe gibt es Ihrer Meinung nach dafür, dass ein 16 Monate altes Kind nachts alle 1-2 Stunden aufwacht? Hintergrund: Unsere Tochter wird abends gegen 20 Uhr auf dem Arm in den Schlaf gewiegt und dann in ihr Bett gelegt. Zw. 22 und 23 Uhr nehmen wir sie mit in unser Bett, wo sie in den Schlaf gestillt wird. Wenn sie nachts aufwacht: stillen oder tragen. Neuerdings klappt manchmal auch Einschlafen direkt im Bett ohne Stillen. Tags schläft sie nach Tragen in ihrem Bett 1,5 bis 2,5 Std. ohne Problem. Schlafberaterin sagt, es liegt am Einschlafstillen, glaube ich aber nicht. Nach Osteopath-Besuch schläft sie besser, ca. 3 Stunden, teilw. bis 5 ! (Ich weiß, sie halten davon nicht viel, aber ich finde, wer heilt, hat recht) Effekt hält aber nicht lange an. Satt sollte die Kleine sein, daran liegt es nicht. Warum wacht sie so oft auf? Sie hat übrigens auch schonmal besser geschlafen letztes Jahr, aber nie wirklich gut. Vielen Dank und Gruß
Hallo, die Gründe für ständiges Wachwerden in der Nacht sind vielfältig. Nicht ausreichende Sättigung am Abend zählt dazu, Einschlafstillen aber eher nicht. Hingegen ist das Anlegen an die Brust in der Nacht in diesem Alter sehr problematisch. Durch die Muttermilch wird das Ernährungsprogramm des kleinen Säuglings erhalten oder wieder angekurbelt. Am Abend passiert das nicht, da gibt es ja zusätzlich eine Mahlzeit, so dass hier das Stillen kein Problem darstellt. So bleibt es reines Ritual. Osteopathie kann meines Erachtens bei diesem rein stoffwechselmäßigen und das Wechselspiel von Sättigung und Schlaf beeinflussenden Geschehen nichts ausrichten. Wenn sie trotzdem etwas bewirkt hat, dann über die Interaktion mit Ihnen. sie selbst stellen ja schon fest, dass eine nachhaltige Wirkung nicht zustandekommt. Ich denke, es wird Ihen und Ihrer Tochter schon helfen, wenn sie sich daran gewöhnt, in der Nacht bei Wachwerden nur noch Wasser oder Tee zum Nuckeln zu erhalten und ansonsten, wenn nötig, herumgetragen zu werden. Viele Grüße
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