Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

erster Trotz?

Frage: erster Trotz?

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unsere Tochter, derzeit korr. 15 Monate (unkorrig. 19 Monate) legt neuerdings folgendes Verhalten an den Tag: sie macht sich (ohne einen ersichtlichen Grund) steif und brüllt und lässt sich hinfallen - beim krabbeln tut sie als könnte sie es nicht mehr und bleibt brüllend liegen u.s.w. Was ist der Hintergrund für solche Reaktionen und wie reagiert man als Eltern am Besten? Bisher ignoriere ich es und versuche sie abzulenken, in der Art, dass ich z.B. ein Buch nehme und zu ihr sage, dass wir das gerne anschauen können, sie dann aber zu mir kommen muss. Bisher hat das ganz gut geklappt - sie hört dann auf zu brüllen und kommt ganz schnell her, um das Buch gemeinsam anzuschauen. Vielen Dank im Voraus Claudia


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, im zweiten Lebensjahr brauchen Sie das chronologische Alter nicht mehr zu korrigieren (außer vielleicht bei ganz extremen Frühgeborenen, die sich aber fast nie völlig normal entwickeln). Der Trotz fängt eigentlich mit dem Widerstand an, Widerstand z.B. gegen das Wickeln, gegen das Füttern oder das Getragenwerden. Das Hinwerfen auf den Boden oder einfach liegen bleiben bei Unzufriedenheit und Wut ist wiederum typisch für den Trotz (wie Sie ja auch schreiben). Über den Trotz gibt es einen längeren Text über einen link oben links auf der Seite in "Das emotionale Bewusstsein", Teil 3. Oder auch im Suchlauf unter gleichnamigem Stichwort. Ablenkung als Deeskalation ist eine der Methoden, durch die Trotzzeit einigermaßen "unbeschadet" zu gehen oder auch die einfach Akzeptanz und das Trösten des Kindes, wenn es diese elterliche Reaktion zulässt. Später kommt das Schimpfen dazu, dass aber oft eine Mäßigung auf Seiten der Eltern verlangt. Viele Grüße


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