minzerle
Hallo Herr Doktor Posth! Ich hatte schon mal ne ähnliche Frage. Im Vergleich zum gleichaltrigen Nachbarsjungen erscheint mein Sohn im verhalten um einiges jünger. Bitte um Ihre Einschätzung. Grobmotorisch ist mein Sohn topfit, kurz vor seinem ersten Geburtstag hat er noch zu krabbel begonnen, machte auch mittlerweile seine ersten freien Schritte.er beherrscht den Pinzettengriff, isst mit den Händen,winkt klatscht, sagt mamamam, Papayas, Neineinein, klubklubklub, spielt verstecken. Meine Sorge: Er ist ständig auf Achse, fast unruhig, nimmt alles exzessiv in den Mund, kann nicht still sitzen. Er interessiert sich nicht für sein Spielzeug,spielt aber stundenlang mit dem Staubsauger, Fernbedienung, alltägliche Dingen. Er steckt noch nichts in Behälter, zeigt noch nicht mit dem Finger auf Dinge, kombiniert keine Objekte ( trommeln, auf Töpfe klopfen .....) Spricht die gute motorische Entwicklung gegen eine Behinderung? Muss ich mir Sorgen machen? Der Kia findet alles ok.
Hallo, der Grad der Neugier und Bewegungsfreudigkeit ist unter den Kindern sehr unterschiedlich. Da sind Vergleich schlecht möglich. Grundsätzlich spricht man jedem Kleinkind eine gewisse Lebhaftigkeit und Umtriebigkeit zu. Es gibt ja im Leben soviel zu entdecken! Still sitzen ist eher untypisch für die Kinder. Und der Mund ist beim Entdecken immer noch dabei. Spielzeug wird schnell uninteressant. Die Gegenstände, die eine Funktion ausüben und mit denen die Erwachsenen etwas ausführen sind viel interessanter. Spielzeug wird immer dann interessant, wenn man sich als Eltern auch damit beschäftigt, d.h. mit seinem Kind zusammen spielt. Kein Kind spielt gerne alleine. Das sog. Zuordnen von Gegenständen also Einfüllen und Auskippen, Aufeinanderschichten und Zusammenstürzen-lassen sind eigentlich wieder erst der nächste Schritt in der Erforschung der Gegenstände. Dieser Schritt wird sicher bald einsetzen. Aber man kann seinem Kind solche Dinge durchaus vormachen, denn das Nachmachen ist eine wichtige Form von Gemeinsamkeit. Auch das Zeigen auf etwas ist eine solche Form, die man die "geteilte Aufmerksamkeit" nennt. Sorgen brauchen Sie also erst einmal nicht zu machen. Viele Grüße
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