Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Bitte um Tipps/Vorschläge!

Frage: Bitte um Tipps/Vorschläge!

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Hallo! Bin Mutter von 2 Söhnen. Der Große ist 3 Jahre und der Kleine 15 Monate. Es geht um den Kleinen. Ich gehe 2 bis 3 mal die Woche ins Fitnessstudio, dort gibt es eine Kinderbetreuung, wo der Kleine ca. 1,5 Std. ist. Wenn wir in den Raum kommen, läuft er direkt los und spielt etwas. Ich bleibe meist so 5 - 10 min, spreche noch mit der Erzieherin und verabschiede mich dann. Sofort fängt er an zu weinen und das bis ich wieder komme, nach 1,5 Std. Zwischendurch hört er mal kurz auf zu weinen, um was zu trinken oder zu essen, aber dann fängt er wieder an. Wir machen das jetzt schon seit März. Ich dachte immer, dass es sich irgendwann mal gibt und er sich daran gwöhnt, so langsam müsste er ja kapiert haben, dass ich wieder komme! Ich bin jetzt keine Übermutter, die ihn nie abgibt, oder so. Er ist auch schon mal bei Oma oder Godi, dort klappt es. Er weint auch, wenn der Große mit in die Kinderbetreuung kommt (wenn der Kiga geschlossen ist). Haben Sie ein paar Tipps?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihr kleiner Sohn steht noch ganz am Anfang der Loslösung, was seine Entwicklung zu einem sozialen Wesen angeht. Wenn er von der Mutter getrennt wird, braucht er eine Ersatzbezugsperson. An die muss er sich aber erst gewöhnen und er muss Vertrauen zu ihr aufbauen. Ist das nicht der Fall, bekommt er Angst und weint oder schreit sogar, je nachdem wie er geartet ist. Das ist der Grund, warum für jede frühe Fremdbetreuung die sanfte Ablösung gefordert wird (s. gezielter Suchlauf). Diese Forderung wird inzwischen von immer mehr sozialen Einrichtungen übernommen. Das Fitness-Studio ist allerdings in der Regel eine Laienbetreuung. Da wird auf solche entwicklungspsychologischen Dinge kein Wert gelegt. Ein gut 1-jähriges Kind 1 1/2 Stunden weinen und leiden zu lassen, ist ein Unding, das sich verbietet. Wieso bringt die "Erzieherin" Ihren Sohn nicht schleunigst zu Ihnen als seine Mutter. Seine Mutterpflichten auszuüben hat nichts mit Übermutter zu tun. Lassen Sie sich da nichts einreden. Das Wohlergehen Ihres Sohnes geht vor Fitness. Sie haben später genügend Zeit, sich (wieder) fit zu machen. Oder kann die Oma nicht solange Ihren kleinen Sohn nehmen? Viele Grüße


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