Mitglied inaktiv
Hallo, unser Sohn ist 15 Monate. Seit ca. 3 Wochen ist er extrem anhänglich, schläft schlecht. Er will nur auf den Arm, meist auf meinen, in fremder Umgebung besonders. Sie tippen in solchen Fällen meist auf verzögerte Loslösung, nur kann ich das nicht so recht in Betracht ziehen. Die Bedingungen scheinen ideal: sichere Bindung, loslösungsbereite Mutter, präsenter, liebevoller und zugewandter Vater, keine Fremdbetreuung, harmonische Familienatmosphäre, häufiges Schlafen in unserem Bett, kein Ferbern, kein Weinenlassen, keine konservativen Erziehungsmethoden. Er läuft noch nicht. Könnte das eine Erklärung sein? Dafür spricht er aber schon erstaunlich gut und viel. Er ist sehr auf meine Haare fixiert (Trichotillomanie), was ich zu unterbinden versuche. Ansonsten ist er sehr fröhlich und ausgeglichen, Fremden gebenüber offen. An Orten mit vielen Menschen hingegeben klebt er an mir. Er ist ein eher ruhiges und vorsichtiges Kind, kein "Haudegen" wie manch andere. Was hat er nur? Jule
Liebe Jule, wahrscheinlich hat Ihr Sohn überhaupt nichts, sondern zeigt nur ein normales Anhänglichkeitsverhalten am Anfang der Loslösung. Damit signalisiert er auch seine sichere Bindung, wenn er sich nämlich auf Ihrem Arm geborgen fühlt und keine Angst mehr hat. Natürlich könnte das noch fehlende Laufen einen gewissen Einfluß auf sein momentanes Verhalten haben, aber ebenso kann jeder Infekt oder der Durchbruch von Zähnen die Anhänglickeit vorübergehend verstärken. Wahrscheinlich brauchen Sie nur den Dingen Ihren Lauf lassen. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hi, das Problem hatten wir genauso. Unser Sohn ist jetzt 19 Monate alt und läuft erst seit knapp 3 Monaten. Seitdem er laufen kann, ist er ein anderes Kind. Er entdeckt die Welt auf eigene Faust. Auch in der Krabbelgruppe mit vielen anderen Kindern macht er sich alleine auf Entdeckungstour, was vor Monaten noch undenkbar war. Er braucht nach wie vor etwas länger als die anderen, um meine Hand loszulassen, aber er tut es. Also: GEDULD, alles wird gut !!!
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