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SgDrPosth, es geht wieder um meine Zwill.-tochter,5J. In drei Wochen mache ich meine Gastro-Prüfung und mein Mann ist für einige Tage zu den Omas/Cousinen/meine Geschwister gefahren. Beim Abschied gab es kurz Tränen, am Telefon ist sie ganz munter, fragt aber, besonders abends, oft nach mir oder ist etwas unglücklich/“will jetzt zur Mama“. Alles geliebte Menschen, aber eben zum ersten Mal länger weg. Wir telefonieren viel. Meinen Sie wir können das vertreten so vorzugehen ohne weitere Regression auszulösen? Sie will derzeit ausser in den Kiga und zu den Freundinnen nicht allein z.B. zum Turnen/Flötenunterricht. Ich habe Sorge, dass ich ihr zu viel zumute? Wie kann ich erkennen das es doch zuviel wird und nötigenfalls nachreisen? Besten Dank für eine Einschätzung. Sie machen tolle Arbeit! Mein Rettungsanker im emotionalen Erziehungsjungel.
Hallo, mit 5 Jahren ist ein Kind annähernd in der Lage, sich vorzustellen, dass die Trennung einer besonderen Situation der Bezugsperson geschuildet ist, und damit auch nur ein vorübergehender Zustand. Das schafft aber erst einmal nur ein Verständnis und ist nur begrenzt Trost. Wenn jetzt die anderen Bezugspersonen, also der Vater oder die Großeltern es verstehen, das Kind ausreichend zu beruhigen, abzulenken oder mit beschwichtigenden Worten über die einzelnen emotionalen Tiefpunkte hinweg zu helfen, kann ein Kind auch emotional damit umgehen. Aber ob ein Kind ganz ohne gewisse regressive Erscheinungen reagiert oder doch hier und da vorübergehend kleine "Rückschitte" macht, kann man schwer voraussagen. Jedes Kind ist ja emotional unterschiedlich belastbar. Nun ist es aber so, dass die Regression auch immer die Chance zur Selbstheilung darstellt, also ein Methode ist, das denkbare Trauma zu vermeiden. Die Eltern müssen eben nur richtig darauf reagieren und die Regression zulassen. solange also Telefonate zur stabilisation ausreichen, brauchen Sie sicherlich nicht nachzureisen. Viele Grüße und danke für Ihre lobenden Worte.
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