Valeria87
Hallo, ich hoffe sehr auf Einschätzungen, denn wir sind inzwischen vollkommen erschöpft. Unser Baby wird seit Anfang November nachts ca jede Stunde wach, muss wieder in den Schlaf begleitet und getragen werden und hat zwischen 2–3 Uhr eine längere Wachphase. Tagsüber schläft er maximal 30 Minuten, meist nur auf dem Arm, gelegentlich im Kinderwagen oder in der Trage. Wir starten morgens immer zur selben Zeit in den Tag jetzt ca 6.30 und abends geht's 18.30 ins Bett bzw plus minus seiner Müdigkeitszeichen. Sobald mir auffällt, dass er müde ist begleite ich ihn in den Schlaf- tragen, stillen, schaukeln. Abends nach der Routine stille ich ihn bis er einschläft bzw docke ihn ab und Schaukel ihn noch etwas nach dem Bäuerchen. Auffällig ist, dass er seither häufig in der Leichtschlafphase aufschreckt, fast wie beim Moro-Reflex. Außerdem schreit er oftmals im Schlaf und muss dann hochgenommen werden, sowohl tagsüber auch als Nachts. Seine Wachphasen am Tag müssten in seinem Alter eigentlich länger werden, aber er schafft oft nur etwa 1 Stunde, manchmal weniger. Meist wirkt er direkt nach einem kurzen Schläfchen wieder müde. Früher hat er tagsüber auch mal 1- 2,5 Std Schlaf geschafft, auch abgelegt und hat 2 Std Wachphase geschafft. Nachts ist er gegen 20 Uhr eingeschlafen und hat am bis ca1.30 geschlafen und kam dann alle 2Std. Ist das Schlafverhalten noch im normalen Rahmen – Schlafregression oder Schub- und wird mit der Zeit gehen oder sollte das unbedingt ärztlich abgeklärt werden oder müssen wir eine Schlaftherapie machen?
Guten Abend, ob Sie eine Schlafberatung wahrnehmen oder nicht müssen Sie entscheiden. Auf jeden Fall passt es nicht, dass er nur einstündige Wachzeiten hat. Das würde auf ein 5 Wochen altes Kind passen. Mit 5 Monaten sollte er ca 2-2,5 Wachstunden haben. Morgens kürzer - abends länger. Das wären dann ca 3 Tagschläfchen, wobei es gut wäre das Mittagschläfchen möglichst lange zu gestalten. Am besten in der Trage. Auch dort wacht er eventuell auf, aber das Weiterschlafen gelingt dort am ehesten. Der Nachtschlaf sollte 11 Std. betragen. Wenn die Nacht so früh beginnt und er zu lange im Bett ist, resultiert eine nächtliche Wachphase. Das stündliche Erwachen im Schlafphasenwechsel kommt von der mit ihnen verknüpften Einschlafassoziation ( Stillen). Ihr Kind sollte erst das Einschlafen und dann das Weiterschlafen auch auf andere Art und Weise lernen. Ca. ab dem 4./5. Monat ist das Gehirn reif genug und es beginnt das regelmäßige Erwachen im Schlafphasen Wechsel und wenn die Kinder bis dahin keinen anderen Weg zum Wohlgefühl und zur Entspannung kennen, werden sie das bisher gewohnte Trinken einfordern. Besteht es länger, dann gewöhnen sich die Kinder an Nahrung in der Nacht und essen tagsüber weniger, sie verteilen ihre Gesamtkalorien auf 24 Std. Dann haben wir die bekannte Situation, dass die Kinder nachts alle1- 2 Std. trinken wollen. Diese Strategie ist intensiv mit Elternhilfe verknüpft und kann lange so bleiben. Wer damit kein Problem hat, muss nichts ändern, muss halt damit leben dass beim Ein-und Weiterschlafen die elterliche Hilfestellung notwendig ist. Wenn Sie bessere Nächte wollen, ist es nötig das Kind beim Beruhigen und Schlafbereitwerden anders zu erreichen als mit der Brust. Also das Stillen vom Einschlafen trennen sprich vorverlegen und die "Runterkuschel-Botschaft" also das Entspannen anders zeigen. Mit der Stimme (singen), mit sanfter Bewegung (wiegen), streicheln, schuckeln, kein Blickkontakt und die eigene ruhige Stimmung auf das Kind übertragen. Das ist kein Training sondern eine komplett neue Interaktionsweise, welche das Kind im Guten erreichen muss und das Kind lernt dabei sich dem guten Gefühl zu überlassen. Es schläft friedlich ein. Wenn nun Eltern auch nachts eine neue Weiterschlafsprache mit Umlagern und anderen Beruhigungshilfen etablieren, also nicht mehr stdl. Stillen, sondern eher 3-4 stdl und die anderen Male anders beruhigen, kann langsam Ruhe einkehren. Am besten helfen die Väter mit, dann verteilt sich der Stress. Obwohl es nicht ohne Meckern und Motzen gelingen wird. Es braucht Geduld und Zeit, denn es sind Lernprozesse, welche sich nicht von heute auf morgen einstellen Es ist ein Lernen auf beiden Seiten und ich wünsche Ihnen dabei alles Gute. Herzliche Grüße Daniela Dotzauer
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