Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Schlafen und Loslassen der Mama

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Frage: Schlafen und Loslassen der Mama

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Liebe Katrin, erstmal noch alles Gute zur Geburt Deiner Tochter, 20 Min. - wirklich schnell! Ich hatte auch so ein Glück, 1. Baby, und grad noch so ins KH geschafft, habe die Wehen einfach nicht "für ernst genommen",und hätte auch noch 3 Wochen Zeit gehabt. Zu meinem Problem, bzw. Frage. Meine Tochter ist 10 Mon. alt und momentan haben wir ein "Schlafproblem". Obwohl ich auf einen ruhigen Tagesablauf achte, viel mit ihr an die frische Luft gehe, mich an regelmäßige Zeiten und Rituale halte, mag sie zur Zeit nur mit Problemen einschlafen. Tagsüber macht sie noch so 1-2 Schläfchen, wo sie auch einigermaßen schnell zur Ruhe kommt und dann zw. 45 und 60 Min. schläft. Abends lege ich sie nach dem Waschen und Essen zw. 18.30 und 19.30 zu Bett. Ich muss auch immer mit am Bett sitzen bleiben bis sie schläft, sonst weint sie und würde nie einschlafen. Das kann momentan weit über 1 Std. dauern, sie ist wirklich müde, kann aber nicht einschlafen, strampelt, murrt und knurrt, versucht aufzustehen usw. Zwischendrin schreit sie plötzlich sehr, um dann unvermittelt wieder aufzuhören. Wenn ich rausgehe, schreit sie sofort und beruhigt sich erst, wenn ich wieder am Bett sitze. Wenn ich sie sanft zurückdrücke, wenn sie immer wieder aufstehen will, schreit sie ebenfalls. Wie soll ich es richtig machen? Aufstehen lassen, im Bettchen? Sie schreien lassen, rausgehen und immer wieder rein? (Ich habe sie NIE schreien lassen und will das auch nicht...) Wieso wälzt sie sich Abends so unruhig herum? Ich denke dass ich am Einschlafritual jetzt was ändern muss, denn sie wird ja bald 1 Jahr und ich habe auch nicht jeden Abend Zeit, Stunden an ihrem Bett zu sitzen, ich komme schon tagsüber zu nichts, da sie nur beschäftigt sein will und nie, wirklich nie mal auch nur für 15 Min im Laufstell spielen würde. Ich beschäftige mich wirklich von morgens 6.00 bis Abends 19 Uhr nur mit ihr, Pause hab ich nur, wenn sie zw.durch mal schläft. Aber was heißt Pause, in dieser Zeit erledige ich natürlich meinen Haushalt etc. Das ist nicht normal, oder? Also wenn ich noch ein 2. Kind hätte, ginge das, so wie es bis jetzt bei uns läuft, gar nicht. Sie beansprucht mich in jeder Minute, die sie wach ist. Die ersten 5 Monate kann man sagen, wuchs sie nur auf meinem Arm auf, ein Tragebaby, denn sonst hätte sie geschrien. Jetzt ist sie ausgeglichen und kein Vergleich mehr zu früher, aber wie gesagt nur, wenn ich mit ihr spiele. Ich will sie ja um gotteswillen nicht allein lassen, aber zB dass sie mal 15 min im Hochstühlchen neben mir sitzt, und ich auch mal frühstücken kann, geht gar nicht. Bei den gleichaltrigen Kindern meiner Freundinnen schon. Wenn ich frühstücke, will sie auf meinem Schoß sitzen usw. Kann man von einem 10 Mon. Kind "verlangen", so über den Tag verteilt 2-3 mal für 10 min "allein" zu sein, d.h. dass ich mal essen oder mich fertigmachen kann, natürlich in meinem Beisein zB im Hochstuhl sitzen, mal im Laufstall sitzen? Entschuldige bitte die Länge, kurzfassen kann ich mich sehr schlecht. Danke und LG


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Rosenrot, Deine Maus befindet sich in der Entdeckerphase und im Aufbruch in die eigene selbstbestimmte Mobilität. Für Eltern meist eine Zeit, die sich ganz neu gestaltet, weil das Kind nun immer mehr seinen Willen zeigt und in der Tat nach Erklärungen und Forschermaterial sucht. Damit Du Ruhe hast: sichere Eure Wohnung so, dass keine Gefahr für Leib und Leben der kleinen besteht und Du Dich kurzfristig auch mal entfernen kannst von ihr. Nun ist aber auch der Zeitpunkt gekommen, wo die kleine "NEIN" lernen muss. Je eindrucksvoller dieses NEIN kommt, desto besser prägt sich die kleine es ein. Heisst: gib Deiner Tochter so viel Freiraum wie möglich, dass nur an bestimmten sorgfältig ausgesuchten Stellen das NEIN zu verbalisieren ist z.B. nicht an der Stereoanlage spielen.... Damit erreichst Du schon einmal, dass Deine kleine sich in einem weiteren Radius beschäftigen kann. Dort wo Du Dich aufhälst, gib der kleinen Beschäftigungsmöglichkeiten. Sei es, dass sie den Wäschekorb ausräumt, wenn Du die Wäsche aufhängst, sie Plastikschalen ausräumen kann, während Du frühstückst oder Zeitungen zerreisst, solange Du staubsaugst etc. Ordnung im herkömmlichen Sinne wird nun nicht mehr herrschen- die Anwesenheit und das Leben eines Kindes in Eurer Wohnung ist nun immerzu präsent ( musste ich auch sehr lernen, habs nämlich gerne geordnet :-). Ich behaupte einfach, dass es für Mütter keine Pausen gibt; selbstverständlich danach, wie Prioritäten gesetzt werden. Fehlt Dir eine echte Pause, dann nimm sie Dir in der Schlafenszeit Deiner kleinen- hinsetzen, Kaffeetrinken und einfach das tun, was Du möchtest. Hausarbeit kann man wunderbar spielerisch auch mit dem Kind, zumindest teilweise, erledigen. Der Anspruch, dass ununterbrochen Türme gebaut werden müssen oder Bilderbücher angeschaut, ist über das Maß hoch. Ein sich bewegender Besen, das Drehen der Waschmaschine etc. sind ebenso spannend und man kann gleichzeitig andere Pflichten integrieren. Dann versuche in Eure Tagesstruktur feste Zeiten für gemeinsames Spiel zu schaffen und gib Dir Zeiten, wo Du Dich dem Haushalt, zumindest halbherzig, widmen kannst. Mit der Zeit wird Deine kleine merken, dass diese Dinge einen festen Platz haben. Das abendliche "Klammern" ist eine Form der Kommunikation. Deine Tochter braucht Dich abends, um abzuschalten. Stelle Dir vor, Du bist ununterbrochen in einer fremden Stadt oder einem Land unterwegs und erhälst täglich unzählige neue Eindrücke, die wirklich notwendig sind, um dort Leben zu können. Der Kopf ist voll, die Beine wollen oft weiter; auch wenn man zu Bett geht... So in etwa geht es Deiner kleinen auch. Du selbst hast festgestellt, dass Du Deine Tochter nicht weinen lassen möchtest. Also bleib bei ihr. Vielleicht gelingt es Dir auch, dass Du Dich von Deiner kleinen verabschiedest und gute Nacht sagst und schon bald wieder ins Zimmer zurückkommst und ihr noch einmal vergewisserst, dass Du da bist. Lasse die Tür auf, sing draussen ein Lied oder erzähle laut vor Dich her, so dass Deine Tochter Deine Stimme hört. Dies kann schon äusserst beruhigend wirken. Die Abstände sollten erst kürzer, dann länger sein. Diese Form der Einschlafhilfe solltest Du wirklich nur dann durchführen, wenn Du es wirklich kannst und möchtest. Ich hoffe, Du findest ein paar Anregungen. Viele Grüße von Katrin


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