Frage im Expertenforum Babyosteopathie an Susanne Weidenhausen:

Termin vorsorglich?

Frage: Termin vorsorglich?

Penny12

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Guten Abend Frau Weidenhausen, Ich wollte mich erkundigen ob es Sinn macht ein Kind vorsorglich bei einem Osteopathen vorzustellen und wenn ja mit wieviel Wochen? Meine Tochter hatte sich überhaupt nicht ablegen lassen und hatte ziemliche Verdauungsstörungen und konnte nicht an der Brust trinken. Mit ca 8 Wochen bin ich mit ihr zum Osteopathen und es war wie ein Wunder. Ich konnte sie in ihre Wiege legen und sie hat viel besser schlafen können. Nach weiteren Terminen hat sie es sogar geschafft an der Brust zu saugen, leider hat sie die aber nicht mehr angenommen und ich musste weiter abpumpen und die Flasche geben. Der Osteopath meinte dass wäre häufig bei Kindern die eingeleitet werden der Fall. Sie ist mein zweites Kind und beide mussten eingeleitet werden weil meine Wehen nicht produktiv genug waren. Jetzt bin ich mit meinem dritten Kind schwanger und frage mich ob ich nicht direkt nach der Geburt mit unserem nächsten Wunder zum Osteopathen soll und wie alt es sein sollte.  Würden Sie einen "Vorsorge" Osteopathen Termin empfehlen?   


Susanne Weidenhausen

Susanne Weidenhausen

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Liebe Mama,   vielen Dank für deine ausführliche Schilderung. Grundsätzlich kann es durchaus sinnvoll sein, ein Kind osteopathisch anschauen zu lassen – vor allem dann, wenn die Geburt sehr lange gedauert hat, extrem schnell verlief oder Hilfsmittel wie Saugglocke oder eine Einleitung zum Einsatz kamen. In solchen Situationen wirken große Kräfte auf den kindlichen Körper, die nicht immer sofort vollständig ausgeglichen werden. Ein „vorsorglicher“ Termin kann also hilfreich sein, um frühzeitig zu schauen, ob sich alles frei und harmonisch bewegt. Besonders wichtig wird ein zeitnaher Termin dann, wenn ein Baby sich kaum ablegen lässt, übermäßig viel weint, Schwierigkeiten beim Stillen oder Trinken an der Brust zeigt oder sehr unruhig wirkt. Das sind oft Zeichen dafür, dass im Körper noch Spannungen vorhanden sind, die Unterstützung brauchen. Was den Zeitpunkt betrifft: Wir Osteopath*innen sehen Babys gern innerhalb der ersten Lebenswochen, sobald sich das Kind und die Familie ein wenig eingelebt haben. Es gibt hier kein starres „richtig oder falsch“ – entscheidend ist immer, wie es dem Kind geht und welche Signale es zeigt. Deine Erfahrungen mit deinen älteren Kindern zeigen sehr schön, wie hilfreich eine osteopathische Begleitung sein kann. Hör also ruhig auf dein Bauchgefühl – das ist meist ein sehr guter Wegweiser.   Alles Liebe für dich und eure wachsende Familie 🌿


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