Frage: Histaminarme Ernährung bei Pollenallergie und Neurodermitis?

Sehr geehrter Herr Dr. Wahn, unsere Tochter (bald 6 Jahre alt) leidet unter einer Pollenallergie (Erle, Hasel, Birke, Spitzwegerich, 5-Gräser-Mix). Des Weiteren hat sie Neurodermitis. Hierbei war der letzte starke Schub allerdings im Mai/Juni 2023 und seither ist sie eigentlich beschwerdefrei.  Ich habe eine grundsätzliche Frage (da ich selber vermutlich an einer Histaminintoleranz leide): sollten wir in der Allergiesaison bei unsere Tochter ebenfalls eine histaminarme Ernährung anstreben? Wenn wir dadurch die Heftigkeit der Beschwerden abfangen können, ist es uns das wert. Oder hat eine Pollenallergie nicht direkt etwas mit Histamin in der Nahrung zu tun?   Ich würde mich über eine Antwort freuen.   Besten Dank und freundliche Grüße, Ella

von Ella2020 am 12.02.2024, 13:02



Antwort auf: Histaminarme Ernährung bei Pollenallergie und Neurodermitis?

Die allergischen Probleme (Ekzem, Pollenallergie ) sind Folge einer genetischen Prädisposition, die inzwischen recht gut erforscht und verstanden werden konnte. Ich weiß, dass es Befürworter einer histaminarmen Kost gab und heute noch gibt. Leider ist die wissenschaftliche Evidenz für diese Diäten keineswegs überzeugend erbracht. Ich rate daher ab, hier zu experimentieren. Bei einer durchaus auch zu erwartenden pollen-assoziierten Nahrungsmittelallergie (z. B. Früchte, Nüsse etc.) kann man präzise diagnostizieren und entsprechende Eliminationsdiäten einleiten. Dies hat mit Histamin-Freiheit aber nichts zu tun. Gruß, Ulrich Wahn

von Prof. Dr. med. Ulrich Wahn am 12.02.2024



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