Die Milch mit dem „Pre“ im Namen

Baby mit Milchflasche

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Pre-Milchnahrung ist eine Anfangsnahrung: Babys können sie vom ersten Lebenstag an bekommen, da dieser Milchtyp der Muttermilch am ähnlichsten ist.

Die meisten Kinderärzte und Ernährungsexperten empfehlen Pre-Milch für Neugeborene, die nicht oder nicht ausschließlich gestillt werden.

Pre-Nahrung ist in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch soweit wie möglich angepasst. Sie enthält außer Milchzucker (Laktose), der auch in der Muttermilch vorkommt, keine weiteren Kohlenhydrate. Wenn Sie Wert auf Bio legen: Auch Pre-Milch und weitere Michnahrungen gibt es heute natürlich in Bio-Qualität.

Ihr Baby gibt den Rhythmus der Mahlzeiten vor

Von der dünnflüssigen Pre-Milch kann Ihr Baby vom ersten Lebenstag an nach Bedarf trinken. Es besteht keine Gefahr, dass Sie Ihr Kind überfüttern. Pre-Milch können Kinder übrigens während des gesamten ersten Lebensjahres bekommen.

LCP, pre- und probiotische Zusätze: Was ist das?

Selbstverständlich gelten für Pre-Milch auch über den Kohlenhydratanteil hinaus sehr strenge gesetzliche Bestimmungen zu den Inhaltsstoffen. Sie sind so vitaminisiert und mineralisiert, wie die Jüngsten das brauchen. Ihr Eiweißgehalt ist dem der Muttermilch angepasst und sie sind frei von Zucker- und Aromastoffen.

Unterschiede zwischen Pre-Milchen gibt es in Sachen LCP sowie bei pre- und probiotischen Zusätzen:

  • Hinter dem Kürzel LCP verstecken sich langkettige, ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Die braucht der kindliche Organismus für das Wachstum von Nervenzellen. Also für die Entwicklung und das Wachstum des Gehirns und des gesamten restlichen Nervensystems. In Ihrem Bauch erhielt Ihr Baby diese LCP-Bausteine über die Nabelschnur. Nach der Geburt liefert die Natur Stillkindern diese Fettsäuren mit der Muttermilch. Wenn Sie Ihr Baby nicht oder nur teilweise stillen, ist es daher sinnvoll, eine Milchnahrung mit LCP zu wählen.
  • Pre- und probiotische Zusätze: Probiotika sind Milchsäure bildende Bakterien. Prebiotika sind nicht verdauliche Kohlenhydrate, vereinfacht gesagt, Ballaststoffe. Pre- und Probiotika sollen die kindliche Darmflora unterstützen und sie wiederstandsfähiger machen gegen Infekte. Studien lassen zudem vermuten, dass sie bei manchen Allergien vorbeugend wirken.

Tipp: Sie können sicher sein, dass alle in Deutschland gehandelten Baby-Michnahrungen höchsten Ansprüchen genügen und sicher sind. Allerdings sind schon Babys individuelle kleine Menschen. Das zeigt sich manchmal auch bei der Milch: Es kann im Einzelfall vorkommen, dass ein Kind eine bestimmte Milch nicht so gut verträgt. Dann können Sie ruhig zu einem anderen Pre-Produkt wechseln. Wenn Sie unsicher sind oder Ihr Baby starke Verdauungsprobleme hat, sprechen Sie doch einfach mal mit ihrem Kinderarzt.

Zuletzt überarbeitet: Mai 2020

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Kinderarzt Dr. med. Andreas Busse Prof. Dr. med. Michael Radke Prof. Dr. med. Stefan Wirth Prof. Dr. Ulrich Wahn

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