Safa75
Hallo zusammen, ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll aber ich bin tatsächlich auf eure Antworten gespannt. Unsere Tochter ist mittlerweile 20 und wir haben in den letzten 2 Jahren einiges mit ihr durch, u.a. auch Drogen, falsche Freunde etc. und daher auch sehr viel Streit und unschöne Eskalationen wo wir sie dann sturzbetrunken angetroffen haben und sie noch Auto fahren wollte etc..... Beruflich kann ich überhaupt nichts sagen, sie studiert und ist auch immer regelmäßig an der Uni etc. Sie wohnt noch daheim aber ist tatsächlich eigentlich nur zum schlafen da. Sie geht morgens aus dem Haus und kommt mitten in der Nacht wieder- wo sie sich rumtreibt? Wenn wir das wüssten? Mit Kumpels abhängen, kiffen (dazu steht sie übrigens). Einen Freund hatte sie noch nie, ist ihr keiner gut genug. Mit ihr reden- Fehlanzeige dann nervt man nur und es prallt eh alles an ihr ab. Wenn wir sie bitten, dass sie doch zumindest unter der Woche nicht so spät kommt sagt sie ja klar aber macht dann natürlich trotzdem wie sie es für richtig hält. Dadurch dass wir schon so viel mit ihr erlebt haben haben wir ein echtes Vertrauensproblem und machen uns ständig Sorgen. Und manchmal bin ich auch wütend, wenn wir mal wieder wach liegen und nicht schlafen können weil wir nicht wissen wo sie sich rum treibt- wohlgemerkt unter der Woche bis 2 Uhr oder später. Am Wochenende ist sie vor 7 Uhr eigentlich auch nie daheim. Mein Mann ist der Meinung so lange sie daheim wohnt hat sie sich trotzdem noch an gewisse Regeln zu halten, zumindest unter der Woche, dies finde ich schwierig eben weil sie 20 ist -sie verhält sich nur leider nicht wie eine 20 jährige. Wobei man da natürlich auch sagen kann wie verhält sich eine "normale" 20 jährige und was ist normal? Ich weiss man sollte los lassen und das würde ich auch gerne, ich bin einfach nur noch froh wenn sie irgendwann auszieht und dass ich so etwas mal sage hätte ich nie von mir gedacht. Die kleinere Schwester sagt auch, dass das kein normales Verhalten ist und sie ist genervt, weil sich bei uns eigentlich alles um das "Sorgenkind" dreht... Es ist guter Rat teuer und es gibt Tage da bin ich traurig, so wie heute, aber dann macht es mich auch wieder wütend. Wir machen alles für sie und sie ist einfach nur respektlos. Wir scheinen ihr auch gar nicht wichtig zu sein, weil sonst würde sie ja zumindest mal Bescheid geben damit wir uns keine Sorgen machen. Uns glaubt das auch kaum jemand, weil sie nach aussen hin "everybodies darling" ist und sie einfach 2 Gesichter hat... Bestimmt fällt mir noch was ein aber ich schicke mal ab und vielleicht hat die eine oder andere doch noch einen Tipp für mich.... LG
Hallo woher nimmt deine Tochter denn das Geld zum Kiffen, ausgehen etc? Geht sie jobben? oder finanziert ihr Eltern das? viele Grüße
Als junge Frau wird man oft eingeladen. Zu meiner Glanzzeit....habe ich fürs ausgehen kaum etwas ausgegeben...gab genug, die spendiert haben. LG maxikid
Schwierig würde ich sagen. Von außen sowieso. An was für Regeln denkt denn dein Mann? Das sie 18 Uhr mit zu Abend isst? 😉 Ich würde trennen. Und autoritär gewisse Dinge umsetzen. Nehmen wir hier das Auto. Den Schlüssel würde ich konfiszieren. Wobei ich mich jetzt tatsächlich frage, warum sie mit 20 Jahren betrunken Auto fahren will. Was ist da vorher schief gelaufen? Zu deiner Frage wie sich 20-jährige verhalten? Respektvoll würde ich da sagen. Wobei es immer so aus dem Wald heraus schallt wie man rein ruft. Meine Kinder studieren beide, eins bei uns wohnend und eins nicht, aber beide sagen Grüß Gott, sprechen sich mit uns ab, und respektieren, dass ich ihre Geldgeberin bin. Sie sind, wenn es spät wird, rücksichtsvoll und fahren nicht betrunken Auto. Da Beide zur Uni müssen, kommen sie nicht erst um 7 Uhr heim. Auch nicht am WE. Wird es später, melden sie sich. Sie halten sich an Absprachen. Wir vertrauen uns, in beiden Richtungen. Grob weiß ich immer Bescheid, wo sie sind, wann sie heimkommen und wer welches Auto braucht. Ich kenne die Freunde mit Namen bei beiden Kindern. Und wenn es passt essen wir zusammen Mittag zu oder Abend. Was würde ich tun. Vertrauen aufbauen. Frage warum es nicht klappt. Setzt Dich mal mit ihr zusammen, geht in ein Café. Sprich dich aus. Kläre Regeln. Hör zu wenn sie jammert. Halte Dich mit Vorwürfen zurück. Probiere mit ihr ins Gespräch zu kommen.
"Dadurch dass wir schon so viel mit ihr erlebt haben haben wir ein echtes Vertrauensproblem und machen uns ständig Sorgen. Und manchmal bin ich auch wütend, wenn wir mal wieder wach liegen und nicht schlafen können weil wir nicht wissen wo sie sich rum treibt- wohlgemerkt unter der Woche bis 2 Uhr oder später. Am Wochenende ist sie vor 7 Uhr eigentlich auch nie daheim." Einerseits kann ich die Sorge verstehen und finde es auch (ungewöhnlich) respektlos für eine 20jährige, mit dir weiterhin zusammenzuwohnen, dich aber immer im Unklaren zu lassen, wann sie aufkreuzt, wenn sie weiß, dass du wachliegst und dir Sorgen machst. Auf der zwischenmenschlichen Ebene finde ich es in jeder Konstellation normal - egal ob Familie oder nicht rein zweckgebundene Wohngemeinschaft - den anderen Mitbewohnern ungefähr Bescheid zu geben, wo und bis wann man unterwegs ist. So was erfordert aber, wie du schon selbst sagst, ein gewisses Vertrauensverhältnis, und das hat bei euch ja ziemlich gelitten in der Vergangenheit. Wahrscheinlich auch nicht nur aus eurer Sicht, sondern auch aus ihrer. Und wenn ich dann so Sätze lese wie "Einen Freund hatte sie noch nie, ist ihr keiner gut genug" oder "Sorgenkind", von dem sich sogar die eigene Schwester distanziert und dein Mann eine Regeltreue einzufordern scheint, die nach "so lange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, hast du..." klingen, verstehe ich auch deine Tochter, dass sie sich kontrolliert und gegängelt fühlt und sich erst recht gegen das familiäre Korsett sträubt. Das Gute an der ganzen Sache: Ihr seid immer noch ihr sicherer Hafen, wenn sie nach außen hin gut "funktioniert" und nur euch auf den Zeiger geht. Andererseits ist sie mit 20 und im Studium natürlich auch schon so weit erwachsen - und drängt ja nach außen - dass ihr vielleicht doch darüber nachdenken solltet, ob sie nicht lieber ein eigenes Zimmer bezieht? Ich weiß jetzt nicht, wo ihr lebt und was eure Tochter studiert, aber wenn sie viele Kontakte hat (wonach dein Posting klingt), findet sie vielleicht über Freunde und Bekannte eine günstige Wohnmöglichkeit? Wie läuft das bei euch finanziell? Bekommt sie noch Taschengeld von euch und das Studium finanziert, bezahlt ihr ihr das Kindergeld aus und sie jobbt? Ich habe zweieinhalb Jahre lang mit meinem zweiten Kind und dessen Partnerin in einer Art "Wohngemeinschaft" gelebt, das gab auch Konflikte wegen unterschiedlicher Lebensrhythmen und Aufteilung von Haushaltspflichten in den Gemeinschaftsräumen, Einkaufen, etc. pp. Ich habe mich danach auf das Alleinwohnen gefreut, bin aber trotzdem nach dem Auszug kurzzeitig in ein Empty-Nest-Gefühl gerutscht. Gleichzeitig haben aber das Wegfallen von Konflikten über nächtliche Kochaktionen oder verschiedene Sauberkeits- und Putzvorstellungen im Badezimmer auch wieder Platz für das Schöne in unserer Beziehung geschaffen, weil der Streit nicht mehr so im Vordergrund stand. Und es war natürlich auch meinerseits ein Stück weit Kontrolle abgeben und loslassen bei meinem jüngsten Kind, das auch immer wieder mal mein "Sorgenkind" gewesen war...
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