Happy_pregnancy
Mein Ehemann und ich werden uns scheiden lassen. Vor vier Jahren kam unser Sohn zur Welt und von da an änderte sich unsere Beziehung abrupt. Er war sehr unzufrieden mit der Situstion und auch überfordert. Mit dem Baby war ihm alles zu viel. Als ich dann den typischen Baby Blues hatte meinte er, er möchte das nicht und wird sich bewusst von mir distanzieren und ist aus dem Schlafzimmer ausgezogen. Unser Sohn war ein absolutes Tragekind und hat im ersten Jahr nie länger als 45 Minuten am Stück geschlafen. Daher war ich viel müde und habe einfach nur funktioniert ohne irgendwie Kapazität für anderes zu haben. Diese Situation hat sich dahingehend gebessert. Nun ist es so, dass mein Noch-Ehemann sehr viel arbeitet, depressiv ist und ADHS hat. Ich arbeite nur 20 Stunden und übernehme dann die Care-Arbeit. Oftmals ist es am Wochende dann so, dass er nicht aus dem Bett kommt oder einfach abhaut. Nicht jedes Wochende aber jedes zweite oder dritte. Aufgrund der Depressionen ist er nicht besonders nett zu mir. Es wird eigentlich immer schlimmer. Er wird beleidigend und entschuldigt sich nicht mehr dafür. Fast alles was ich mache/sage triggert ihn und er wird sauer. Er selber sagt, dass in ihm aufgrund der Depressionnen viel Wut ist, die er an mir auslässt und er weiß, dass es nicht fair ist. Er möchte keinen Körperkontakt und eigentlich auch nicht reden oder gemeinsame Zeit verbringen. Er beschwert sich, dass wir nie Zeit miteinander verbringen aber nachdem ich den kleinen ins Bett gebracht habe, hat er auch keine Lust mehr, ist müde oder muss arbeiten. Jetzt sagt er ich würde ihn unglücklich machen und er will die Trennung so schnell wie möglich. Wir haben ein Haus und ein Grundstück (nur er steht im Grundbuch) während der Ehe gekauft. Er möchte sich nun eine Wohnung suchen und ich soll im Haus wohnen bleiben. Das kommt für mich aber eigentlich überhaupt nicht in Frage. Das Grundstück hat 1300qm und dann noch das Haus. Das möchte ich nicht alleine bewirtschaften. Außerdem möchte ich nicht im Haus meines Ex-Mannes Leben. Seine ganze Familie und er haben Zutritt und Schlüssel. Mein Schwiegervater hat auf dem Grundstück sein Beet. Nun ist er wütend, dass ich ihm alles versaue und er so viel gearbeitet hat und die Mühe vergebens war. Das Haus, der Zugewinnausgleich und den Unterhalt könne er nicht alles tragen und man müsse das Haus verkaufen und dies sollte eigentlich die Altersvorsorge für unseren Sohn sein. Ich habe vielleicht weniger gearbeitet aber ihm immer den Rücken freigehalten. Er hatte sämtliche Freiheiten und musste sich keine Gedanken um das Kind oder sonstiges machen. Wie oft hat er Suizidgedanken oder kam einfach nicht hoch. Da ist auch schon mein zweites Problem. Er möchte dann unseren Sohn jedes zweite Wochenende haben, was ich auch begrüßen würde aber ich habe einfach Angst, dass er das vielleicht nicht packt. Er vergisst so schon immer, dass er auch Mittag isst, was trinken muss und auch mal auf die Toilette schickt. Fernsehen für den kleinen findet er auch super und eine ausgewogene Ernährung gibt es auch nicht. Ich habe Sorge, dass der kleine es dann beim Papa besser findet und immer zum Papa möchte und andererseits, dass er zu unserem Kind ungerecht wird, wenn ihm mal wieder alles zu viel wird und er nicht hört. Das passiert leider in letzter Zeit immer häufiger. Unser Sohn sagt selber das Papa oft wütend ist. Nun ist es so, dass unser Sohn auch sehr sensibel ist und ich so Angst habe ihm durch die Trennung zu Schaden. Ich weiß nicht mal, ob er in seiner Kita bleiben kann, weil die Wohnung hier in der gegen zu treuer sind. Natürlich würde ich auch nach dem Trennungsjahr mit den Stunden hochgehen müssen und er müsste dann länger in die Kita. Er geht überhaupt nicht gerne in die Kita und er ist immer froh, dass er bereits nach dem Mittagessen abgeholt wird. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit sensiblen Kindern und einer Trennung, die das Kind komplett aus dem Leben gerissen hat und wie ihr das geschafft habt. Ich habe es wirklich veruscht die Bezuehung zu retten aber er sagt immer ich würde es nicht verstehen und er hat keinen Kopf dafür darüber zu reden. Ich fühle mich einfach hilflos und weiß nicht wie ich das alles hinbekommen soll. Finanziell wie auch organisatorisch. sorry für die Rechtschreibfehler und den langen Text. Samstag hat mein Mann mir gesagt er möchte nicht mehr und seither schwirrt es ordentlich in meinem Kopf.
Hallo, für mich hört es sich so an, als hätte dein Mann (auch durch die Depressionen wahrscheinlich) keine Lust sich Gedanken zu machen, wie ihr als Paar wieder näher kommen könntet und/ oder wie es als eure kleine Familie besser klappen könnte. Der einfache Weg für Ihn ist es, dir alles, was ihm nicht passt, in die Schuhe zu schieben. Wenn du doch noch irgendwie das Gefühl hast, mit Hilfe könntet ihr aus dieser "miesen Situation" herauskommen, dann holt euch die nötige Hilfe z.B. bei einer Paartherapie und/ oder bei einer Familientherapie. Aber ich glaube fast, eine Trennung ist für euch beide der bessere Weg, um wieder zu euch zu finden. Da du wahrscheinlich das Kind nehmen wirst, wird es erst einmal eine harte Zeit, aber mit Unterstützung kannst du das schaffen. Hilfe kannst du z.B. bekommen beim Jugendamt- einmal als Beratung wie das gemeinsame Sogerecht bei dem Krankheitsbild des Vaters funktionieren kann (z.B. Besuche erst einmal nur in Begleitung von dir oder von einer Person vom Jugendamt). Außerdem würde ich mir für die Scheidung einen (guten) Anwalt nehmen. Fehlt das nötige Kleingeld, kann man so eine Bescheinigung beantragen (ich weiß gerade nicht, wie das heißt), dann werden die Kosten übernomen. Hilfsorganisationen wie z.B. die Caritas bietet auch verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten an. Dort könntest du auch mal nachfragen. Ach so, für die Scheidung würde ich wichtige Dokumente wie Gehaltsabrechnungen der letzten drei/ vier Monate (auch von deinem Mann) kopieren unter anderem wegen Unterhalt für das Kind. Klar ist es nicht schön für das Kind, wenn ihr umziehen müßt und wahrscheinlich den Kindergarten wechseln, aber dies kann auch eine Chance sein für einen Neuanfang, so dass er im neuen Kindergarten vielleicht gerne hingeht. So mehr fällt mir dazu erst einmal nicht mehr ein. Vielleicht haben andere User noch weitere Tipps für dich. Ich wünsche dir ganz viel Glück! LG Jenpatoka
Vielen Dank für den lieben Zuspruch und für die Tips. Sicherlich werde ich finanziell für einen Anwalt zunächs Hilfe benötigen. Ich werde mal schauen was das für ein Schein ist. Eine Paartherapie kommt für ihn nicht in Frage. Es fehlt ihm dafür an Zeit, Lust und er möchte für sowas kein Geld ausgeben, wenn er sowieso schon alles weiß. Er war wirklich nicht immer so. Ich hätte gerne noch gekämpft und versucht die Ehe zu retten aber er möchte einfach nicht. Ich habe ein bisschen Angst, dass er sehr unfair und wütend wird, wenn ich seine Depressionen beim Jugenamt anspreche. Ich möchte eigentlich ein gutes Verhältnis wegen unserem Kind haben. Wenn ich sowas anspreche, schlägt es aber leider immer sehr schnell in Hasstriaden um.