Mitglied inaktiv
Hallo ,
meine Tochter ist 10 Monate. Ich stille sie abends vor dem Schlafen, dann nachts mehrmals und früh morgens. Langsam finde ich es Zeit abzustillen.
Aber wie mache ich es am besten? An die Flasche kommt sie gar nicht ran, da ich gehört habe man kann Flasche geben und verdünnte Milch, bis nur noch Wasser drinnen ist. Aber Sie will lieber die Brust und sonst schreit sie den ganzen Abend. Meine Hebamme meinte, eine radikale Methode wäre sie bei jemanden 3 Tage lang über Nacht zu geben, aber das ist mir zu hart. Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
Wie war das denn bei Euch? Und wielange habt ihr dazu gebraucht?
Bin für jeden Rat dankbar.
Viele liebe Grüße, Flamme
Einen richtigen Tipp geben kann ich dir nicht, aber eine Frage habe ich. Warum findest du, es ist Zeit zum Abstillen? Die Mäuse brauchen doch das gesamte erste Lebensjahr Milch, und wenn sie keine Flasche nimmt, was gibst du ihr? Außerdem ist es in meinen Augen und in denen der WHO völlig normal 2 Jahre und mehr zu stillen. Magst du mir sagen, warum du schon abstillen möchtest? Mel
Hallo Mel, ich hab die ersten 6 Monate voll gestillt, am Anfang war es gar nicht so leicht, aber seit dem sich das eingependelt hatte mit der Menge ging es ganz gut. Langsam bin ich für mich zu dem Entschluss gekommen, das ich es selbst nicht mehr möchte. Ich will es ja nicht von heut auf morgen ändern, aber es sollte doch schon in die Richtung gehen, dass wenn Sie ein Jahr alt ist nicht mehr gestillt werden muss. Bis zum 2. Lebensjahr kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Außerdem denke ich, dass wenn Sie nicht mehr nachts gestillt wird, dass sie dann länger schläft, da sie mehrmals in der Nacht aufwacht und es schon stressig ist. Ich möchte auch mal endlich wieder ein paar stunden am stück schlafen, auch wenn es jetzt egoistisch klingt, was aber nicht der Hauptgrund ist, ich hoffe du kannst mich einigermaßen verstehen. Liebe Grüße Flamme
Hab die anderen Antworten jetzt nicht gelesen. Nur so viel: Meine Große hab ich mit 8 Monaten damals abgestillt, damit sie besser schläft. Ergebnis: Ich konnte noch einhalbes Jahr jede Nacht 2-3 Flaschen machen. DAS war viel anstengender! Nummer 2 und 3 wurden/werden gestillt bis sie das Ende bestimm(t)en :-) Deshalb kann ich dir leider nicht wirklich Tipps geben. Dennoch alles Gute! Mel
Ich bin fast in der gleichen Situation wie Du, nur meiner ist 11 Monate alt. Also, ich war bei ner Stillberaterin und die hat mir folgendes erklärt: 1. Erstmal Kuhmilch einführen. Eigentlich erst mit 12 Monaten aber die paar Tage machens auch nicht mehr aus. Erst bissl Joghurt füttern, dann vielleicht ein Stückchen Käse und zum Trinken einen Schluck Kuhmilch. Wenn das vertragen wird und angenommen kommt Schritt 2 2. Entscheiden ob man erst das Einschlafstillen weghaben will oder das Nachts stillen. Nicht beides auf einmal angehen, das ist zu hart. - Für Einschlafstillen: Festes Ritual einführen bzw. wenn ihr es schon habt umso besser. Bei uns ist es Aufräumen, umziehen, Gute- Nachtbussi, Rolläden zu, Schlafsack an, Liedchen singen, einschlafen im Arm. Wenn das immer gleich ist, dann kriegen die Kinder das ziemlich schnell hin auch ohne Brust einzuschlafen. Bitte Kind nicht alleine lassen wenn es schreit im Bett. Wenn es portestiert und die dabei bist, ist das kein Problem, es zerstört kein Urvertrauen oder so. - für Nachts stillen: Selbst sich im Klaren sein, dass Nachts die Milchbar geschlossen bleibt. Wenn das kind auch noch so schreit, nicht nachgeben. Es wird ca. 3 Tage dauern bis sie es verstanden haben aber diese 3 Nächte können laut werden. Kind streicheln, beruhigen, ins Bett kuscheln. Ab 10 Monaten brauchen sie keine Nahrung mehr Nachts wenn sie gut Abend gegessen haben. Deine Brust muss du kühlen (mind. 20min) wenn sie spannen. Nicht abpumpen oder ausstreichen. Bei Rötungen oder Fieber, FA aufsuchen oder Hebamme anrufen. Meiner stillt sich Gott sei Dank schon länger nicht mehr in den Schlaf. Wir basteln grad an der Nacht (was schon nach 2 Tagen Erfolge gebracht hat) und behalten uns noch das Morgensaufwachstillen. Vielleicht hilft dir das etwas weiter. Nach dem Abstillen brauchte in Kind ca 1 Glas Kuhmilch am Tag oder einen Joghurt und ein Stück Käse. Auf Pulvermilch und Flasche kann man gänzlich verzichten. Viel SPass Anouschka
Vielen Dank Anouschka für deinen ausführlichen Beitrag.
Schön, dass es auch Mütter gibt, die in der gleichen Situation sind und mich auch verstehen. Feste Rituale zum Schlafen haben wir bereits.
Deine Vorschläge sind ganz gut. Ich werde es ausprobieren.
Das das nicht so leicht ist mit abstillen in der Nacht, dachte ich mir bereits, aber naja da müssen wir halt durch, wenn nicht, muss mein Mann eben das Sofa bevorzugen. Das mit der Kuhmilch habe ich auch angefangen, möchte nicht unbedingt die teure Folgemilch 3 nehmen. Außerdem ist meine kleine strikte Flaschenverweigerin und daher ist Flaschennahrung nicht so geeignet.Ist halt Gewöhnungssache.
Vielen lieben Dank nochmal und euch noch alles Gute
Ich finde es echt schade, dass hier im Forum immer gleich welche anfangen sich aufzuregen, wenn man nicht bis wer weiß wann stillen will. Ich freue mich auch schon aufs abstillen, auch wenn mein Sohn erst 3 Monate alt ist. Es ist für mich klar, dass er 6 Monate voll gestillt wird, dann werde ich aber nach und nach abstillen, so dass ich auch nicht länger als 10-11 Monate stillen werde. Das in den ersten 6 Monaten das positive der Muttermilch überwiegt ist unumstritten, aber viele Wissenschaftler sind inzwischen nicht mehr so sicher ob länger als ein Jahr stillen wirklich noch einen positiven Effekt hat, oder ob dieser von der Schadstoffbelastung wieder neutralisiert wird. Negativ ist es zwar nicht und jedem selber muss wissen wie er es hält, aber wenn jemand nach 10 Monaten hier fragt, wie er das mit dem abstillen am besten anstellen kann, dann muss man ihr keine Vorträge über die Vorteile des Stillens halten, diese kennt sie sicher, sonst hätte sie nicht 10 Monate gestillt! Ich habe nichts gegen das Langzeitstillen, aber es ist nicht jedermanns Sache und so wie die Langzeitstiller nicht wegen ihrer Einstellung angegriffen werden wollen, sollen diese bitte auch keine Mamis angreifen, die nicht langzeitstillen wollen!
Hallo Knuffelbär, du, ich hätte mir niemals träumen lassen, einmal mehr als 2 Jahre lang zu stillen. Hätte mich früher jemand gefragt, hätte ich gesagt: "Wie furchtbar, ein Kind zu stillen, das schon läuft." und als mein Sohn so alt war wie dein Kind, fand ich das Stillen auch sehr anstrengend und bindend. Mit der Zeit verändert sich das Stillen aber völlig und wird dann eigentlich erst richtig schön. Um Nahrungsaufnahme geht es längst nicht mehr und wegen der Schadstoffe: Kühe geben doch auch länger als 6 Monate Milch und nehmen über das Gras auch zahlreiche Schadstoffe auf, warum soll ihre Milch besser sein als meine? Ich finde die Mail von Mel alles andere als aufdringlich, sonder sehr nett. Sie hat ihr doch keinen "Vortrag gehalten", sondern nur mal nachgefragt. Gestillt werden soll so lange, wie Mutter und Kind es möchten. Also nicht nur das Kind, sondern auch die Mutter. Diese sollte es sich aber gut überlegen und da schadet ein sanftes Nachfragen nicht, denn viele Mütter denken, sie müssten abstillen, weil andere meinen, es sei halt an der Zeit. Es ist nicht leicht, sich darüber hinwegzusetzen und hier im Forum ist es erlaubt, mal nachzufragen, finde ich, denn vielleicht stellt sich heraus, dass die Mutter nicht wirklich abstillen möchte, sondern nur meint, es müsste sein. Mir ging es so. Hier ist es schön, einfach mal Anregungen zu bekommen. Was man dann macht, bleibt doch jedem selbst überlassen. Solange man nur nachfragt, oder eine Anregung gibt ist das doch okay. Nochmal: Jeder soll selbst entscheiden, wann er mit dem Stillen aufhören möchte, denn die Mutter muss sich beim Stillen wohlfühlen. Gezwungenes Stillen ist auch für das Kind nicht schön und stört die Mutter-Kind-Beziehung. Aber es muss erlaubt sein, auf die Vorteile des Langzeitstillens hinzuweisen, damit die Mutter ihre Entscheidung nicht bereut. Jetzt ist das länger geworden als geglaubt und ich hoffe, dass sich niemand auf die Füße getreten fühlt. Gruß Melanie
Hallo,
ich danke euch für eure Beiträge erstmal.
Dann möchte ich Knuffelbär danken für die Liebe Unterstützung.
Es ist richtig, dass Stillen Kind und Mutter möchten und nicht nur eine davon. Also ich als Mutter möchte es nicht mehr und möchte einen Schlussstrich damit ziehen. Und Muppet bitte glaube mir, ich kenne die Vorteile des Stillens und ich meine nicht, dass ich jetzt abstillen muss - nur weil irgendjemand das sagt, sondern weil ich das selbst möchte.
Ich denke auch nicht, dass ich die Entscheidung bereue. Für mich ist das Kind alt genug abgestillt zu werden, ich möchte nicht weiterstillen bis es zwei oder gar drei Jahre alt ist. Es bekommt auch so alles was es braucht.
Außerdem möchte ich meinen Körper auch wieder für mich allein haben und unabhängiger sein, auch wenns egoistisch klingt.
Aber ich möchte auch sagen, das jeder selbst wissen muss, wann er abstillen will und ich habe auch nichts gegen Langzeitstiller, nur mein Ding ist es eben nicht.
Euch alles Gute und viele liebe Grüße
Hallo, schöner Beitrag. Ich habe - eben auch schon geschrieben - letzt Woche abgestillt, nach 21 Monaten, bzw. meine Kleine hat sich selbst abgestillt und nu bin ich ein wenig traurig, weils so schön war. Aber es war ihre eigene Entscheidung und die akzeptiere ich. Ich wollte aber nur mal sagen, dass es doch völig okay ist, wenn jemand nachmal direkt nachfragt, warum man abstillen will. Bei mir wars so, dass schon nach einem halben Jahr die ersten gesagt haben, wann ich meinem Kind denn mal "was richtiges" geben will. Sie wollte aber erst mit 8 Monaten den Löffel, hat dann aber ziemlich schnell alles gegessen und ist heute eine Super-Esserin. Mamas Milch war trotzdem immer nötig. Ich mußte mir die letzten Monate immer wieder anhören - sogar von meiner eigenen Mutter - ob es denn sein müsse, dass so ein grosses Kind noch die brust kriegt. Von ekelig bis ungesund war echt alles dabei. Aber es ist mein Kind und unsere Stillbeziehung gewesen und die ist nun - leider vorbei -. Ich hätte mir vorher auch nie träumen lassen so lange zu stillen, zumal ich meinen Großen wegen einer Medikamenteneinnahme nach 6 Wochen bereits abstillen mußte. Also, tu das Abstillen nur, wenn es DEINE Entscheidung ist.
Bekommt sie denn schon irgendwelche Beikost????Erzwingen würde ich es auf gar keinen Fall,was hast du denn für ne Hebi???????Das du sie 3TAGE BEI JEMANDEN ANDERES lassen sollst ist doch totaler Schwachsinn!!!!!! Ich würde die Flasche immer wieder anbieten oder aber versuchen das sie die Flüssigkeit über den Löffel bekommt(ist ja auch ein anderer Geschmack und andere Konsistenz) Lg Ma
also ich hatte echt glück,dass meine jetzt wieder seit 3-4 wochen durchschläft,sie ist übrigens auch 11 monate...vor 3 wochen habe ich dann angefangen morgens nicht mehr zu stillen weil sie morgens bis 8.30 geschlafen hat und da habe ich schnell die gunst der std genutzt und habe ihr gleich nen milchbrei gegeben (sie hat schon immer morgens gob bekommen)...nun kam aber nach 3 tagen die zeit wo sie wieder um 6 uhr kam---man setzt sich ja nicht schon um 6 an den frühstückstisch...ach ja meine motte verweigert auch flasche und alles sauger technische...und das schhlimmste: säuglingsmilch pur war auch ganz schlimm,ich hatte es vor 2 monaten probiert,,,nun war ich aber zu gegebenen anlass mutig und habe es nochmal probiert und siehe da,seit 2 wochen trinkt püppie milli aus der trinklernflasche morgens im bett...ja und weil es dumm laufen sollte ,hat sie vor 1 woche abends die brust verweigert und da ich ja eh in 3 wochen auch abends abstillen wollte gibt es jetzt abends auch ne trinklernflasche voll mülch
viell klappt es ja auch bei euch gut
ich trinke gerade mein 3. alster und bin total froh dies ohne schlechtes gewissen zu machen...
sorry etwas lang geworden
Hallo,
keine Angst ich habe eine gute Hebamme. Sie hat es mir geraten, wenn ich es von heute auf morgen machen müßte und meinte auch nicht ganze drei Tage sondern nur die Nächte.
Natürlich ist mir das zu hart und ich habe es auch nicht vor.
Meine Tochter bekommt früh eine stillmahlzeit, fange aber auch an ihr Brot, Brötchen zu geben mit Butter und Milch zu trinken.
Zwischendurch gibt es ein Obstgläschen.
Zum Mittag ein Gläschen Mittagsmenü ab 8. Monat.
Nachmittags Joghurt und Milchbrötchen oder ähnliches.
Abends Milchbrei und eventuell etwas Schnitte mit Leberwurst z. Bsp. und auch wieder etwas Milch.
Trinken immer wieder also Wasser ist selbstverständlich, auch mal Hagebuttentee oder ähnliches.(ohne Zucker).
Die Flasche nimmt meine Tochter überhaupt nicht an, hab alles versucht, braucht sie ja auch nicht. Ansonsten trinkt sie aus dem Becher.
Also keine Sorge, alles in bester Ordnung.
Viele liebe Grüße
Hallo, ich hatte das selbe "Problem". Meine Kleine ist jetzt genau 21 Monate alt und bis Weihnachten habe ich sie ca. alle 3-4 Stunden gestillt Tag und Nacht. Dann habe ich einfach tagsüber aufgehört wegen jedem Pieps zu stillen und das ging ohne Probleme. Das Still-Einschlafritual abends hat sie nach zwei Tagen mit Weinen und Kuscheln super akzeptiert, obwohl es für mich hart war, sie mal ein bißchen weinen zu lassen. Tja, seit Januar wars dann halt nur noch nachts, alle 3 Stunden. Genau wie bei Dir, zwischendurch wollte ich auch immer wieder aufhören, aber ich fands ja auch so schöööön. Ich habe mir dann gesagt, irgendwann will sie vielleicht nicht mehr. Tja, und nun ist es so weit, seit letzter Woche Mittwoch war schlagartig schluß. Sie schläft ein und - endlich - mal durch. Ich kann wieder mehr als 3 Stunden am Stück schlafen. Obwohl mir jetzt doch irgendwie was fehlt. Wenn ich sie frage, ob sie Mama Milch will, dann sagt sie immer nur NEIN; BIN GROSS. Voll süss. Also, mach Dir bloß keinen Streß. Klar ist das nächtliche Aufstehen anstrengend, aber denk dran, wenns vorbei ist, dann ist auch vorbei. Genieß also die Nähe und vertraue einfach, dass sie Dir sagt wann schluß ist. P.S. Ich denke jetzt sogar schon ans nächste, weil das Stillen so unglaublich schön ist.
Hallo, vielen lieben Dank an alle für eure Ratschläge. Bin jetzt dabei abzustillen. Schon in der 2. Nacht ging es ohne Probleme, dass sie durchgeschlafen hat. Das habe ich auch ausgenutzt und jetzt auch das morgendliche Stillen ausgelassen. Funktioniert super. Jetzt stille ich sie nur noch abends vor dem zu bett gehen. Hätte nicht gedacht, dass es fast reibungslos und so schnell verläuft. Also alles bestens. Für Euch alles Gute! Liebe Grüße
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