Bella-Italia
Ich hatte letztes Jahr ein ganz schlimmes Erlebnis. Habe meinem Bruder im letzten Moment das Leben gerettet, er war fast tot (ist beim Wandern abgestürzt u lag 24 h schwerverletzt allein im Wald bei - 10°C). Habe ´ne Weile gebraucht, bis ich es verarbeitet hatte, ich dachte aber, jetzt ist es ok. Das Ereignis jährt sich demnächst und um so näher der Tag kommt, um so mehr kocht das alles bei mir wieder hoch. Der Geruch von dem Blut, sein Blick als er mich sah, der Hubschrauber etc. Eigentlich sollte es ein positives Gefühl sein - er lebt u ist wieder halbwegs ok. Trotzdem geht es mir irgendwie im Moment schlecht. Mein Mann hat die Sache letztes Jahr ganz toll mit getragen, auch jetzt unterstützt er mich (und meinen Bruder) - ich will ihm das nicht wieder ans Bein binden. Ich bin nicht sicher, ob sich das nach dem "Jahrestag" - den wir auch ein bisschen feiern werden, gibt oder ob ich Hilfe brauche. Eigentlich neige ich nicht zu Depressi oder so, sondern bin ein sehr fröhlicher Mensch. Würdet ihr (so aus der Ferne betrachtet) psych. Hilfe in Anspruch nehmen oder darauf vertrauen, dass sich das wieder gibt?
Erstmal alles Gute für dich und vorallem deinen Bruder! Was für eine Geschichte! Bestimmt würde es Dir helfen, wenn Du dich mit einem Außenstehenden über die Geschehnisse unterhalten kannst. Es gibt ja so etwas wie ein posttraumatisches Belastungssyndrom, vielleicht ist es bei Dir ähnlich-erst die Sorge um den Bruder, die Ungewissheit und dann die schrecklichen Bilder. Mach Dir keinen Kopf, du bist nicht verrückt! Und ich denke, daß alleine schon die Tatsache hilft es einem kompetenten Menschen zu erzählen. Da braucht man auch keine ewige Therapie dazu. Drück Dir die Daumen!
EMDR ist ein Stichwort, das mir dazu einfällt Oder auch, ganz schlicht aber selbes Prinzip und selbst zu "erledigen" Traumalösung über Gehen. (Buch: "Nimm dein Problem und geh" (oder geh los, weiß ich grad nicht))
Das klingt nach einem schrecklichen Erlebnis und selbst, wenn es gut ausgegangen ist, dann kommt gerade lange später wieder der Schrecken und die Angst hoch. Ich habe meinen Sohn durch Frühgeburt fast verloren. Alles war dann gut, aber der erste Jahrestag war am schlimmsten. Danach ging es bei mir dann deutlich besser. Wenn du aber noch immer wieder Alpträume von dem Unfall hast und gedanklich nur verharrst in dem Schrecklichen, was passiert ist, dann wäre es sicher hilfreich, wenn du alles einmal mit jemanden Professionellen verarbeiten könntest. Alles Gute
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