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Weiß nicht mehr weiter...

Weiß nicht mehr weiter...

Sweetnini

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Hallo zusammen, normaler weiße lese ich hier nur still mit aber nun weiß ich selber nicht mehr weiter. Vorab sollte man wissen das ich seit elf Monaten Zwillinge habe und mit meinem Freund schon drei Jahre zusammen bin. Nun zu dem was mein Problem oder Anliegen ist: Seit der Geburt unserer Zwillinge geht unsere Beziehung nur auf und ab, aber in letzter zeit nur ab. Wir streiten uns und er macht mir deutlich das ihn die Kinder nerven und das sie ein Fehler gewesen sind. Daher habe ich schon oft über Trennung nach gedacht. als ich Sonntag das Thema angeschnitten habe ist er in Trännen ausgebrochenund hat gefleht bei ihm zu bleiben, aber ich finde es falsch nur bei ihm zu bleiben wegen einem schlechten Gewissen. Er ist in der letzten Zeit auch sehr aggressiv, was sein Mutter rdamit begründet, das bei ihm vor zwei Wochen eine seltene Krankheit gefunden worden ist. Aber diese Krankheit machen sie auch schlimmer als sie ist! wenn er glück hat und die therapie anschlägt kann er in einem Jahr wieder gesund werden. Kann man nur wegen Kindern und einer Krankheit mit jemanden zusammmen bleiben und seine eigenen Bedürfnisse/Gefühle dafür zurück stecken??? Sorry etwas lang geworden Lieben Gruß Frauke


NadineLT

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wenn ich deine zeilen lese frage ich mich ob du ihn wirklich nicht mehr liebst? ob du wirklich keine gemeinsame zukunft mehr siehst. nein wegen krankheit und kinder sollte man nicht zusammen bleiben. aber sind nicht gerade kinder und krankheiten die hürden des lebens die man meistern sollte wenn man jemanden liebt? ist es die perfekte ausrede: kinder haben unseren alltag verändert, seine krankheit hat unseren alltag verändert.....kann man nicht zusammen daran arbeiten? WENN man sich liebt.... Wenn keine LIEBE mehr im Spiel ist und man wirklich keine Zukunft sieht, NEIN dann sollte man nicht zusammen bleiben wegen Mitleid etc....


Susi0103

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Hallo. Was mir bei deinen Schilderungen fehlt, ist die Info, ob du ihn liebst? Das wäre doch das (vorerst) entscheidene Kriterium für oder gegen eine Trennung. Generell bin ich nach der Geburt eines Kindes immer sehr vorsichtig, denn es ist nun einmal eine extreme Umstellung des Lebens, mit dem Männer und Frauen und einfach jeder Mensch unterschiedlich umgehen und klar kommen. Das trifft auf euch erst recht zu, da Zwillinge sicher nochmal um einiges anstrengender sind. (Wir haben fast zwei Jahre eine richtig miese Phase gehabt nach der Geburt unseres ersten Kindes, mittlerweile sind wir glücklicher, als je). Was heißt aggressiv? Wird er handgreiflich? Dann ja, Trennung, DAS wäre untragbar. Was für eine seltene Krankheit? Hast du dich darüber informiert? Was passiert, wenn die Behandlung nicht/nicht so gut anschlägt? Hättest du an seiner Stelle keine Sorgen, Ängste in dieser Sache? Für mich klingt es so, als wärd ihr einfach beide fertig. Geht er arbeiten? Oder du? Oder gar ihr beide? Hilft er dir mit den Zwillingen und/oder dem Haushalt? Hast du mit ihm über deine Probleme geredet? Redet ihr über seine? Das sind nur mal ein paar Denkanstöße, manchmal ist man so in sich selbst gefangen, dass man nicht mehr auf den anderen eingehen kann und nur noch die Probleme sieht ohne die Gründe dahinter oder das Gute - und das vermute ich bei euch beiden. Lg, Susy


Mitglied inaktiv

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Du klingst sehr lieb-los. Das fällt mir gerade auf, wenn Du über seine Krankheit sprichst. "Wenn er Glück hat und die Therapie anschlägt kann er in einem Jahr wieder gesund werden." Ja, aber wenn er kein Glück hat und die Therapie nicht anschlägt? Und überhaupt, was ist in dem Jahr, wo er NICHT gesund ist? Ganz ehrlich: Wenn unser von mir herzlich gehasster Hausmeister ein Jahr definitiv und in einem Jahr vielleicht weiterhin krank wäre, dann würde ich trotzdem mehr Empathie und Mitleid aufbringen als Du für Deinen Mann. Wahrscheinlich spielt Dein Mann derzeit hundert Worst-Case-Szenarien im Kopf durch - und Du motzt herum, er soll sich nicht so anstellen. Das ist lieblos und hart. Dazu kommen die kleinen Kinder, die jede noch so glückliche Beziehung auf eine sehr harte Probe stellen. Nein, Krankheit und Kinder sind kein Grund, mit jemandem zusammenzubleiben. Aber vielleicht sind sie ein Grund, mal zu überlegen, was da tatsächlich schief gelaufen ist - und ob man noch was reißen kann. Hast Du mal mit ihm geredet, oder nur mit seiner Mutter? Wäre eine Eheberatung eine Option? Gerade unter diesem Bedingungen würde ICH es mir nie verzeihen, wenn ich nicht alles probiert hätte. Gruß, Elisabeth.


ElliMcBeer

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Das erste Jahr mit 2 Kindern war das Schrecklichste Jahr unserer Beziehung! Und Ihr bekommt gliech beide Kinder auf einen Schlag. Sollte noch Liebe im Spiel sein, so bedenke, dass auch die Eltern Zeit brauchen, um mit der neuen Lebenssituation Kind & Partnerschaft klar zu kommen. Und ein - zwei Jahre sind eine kurze Zeit .....


Sweetnini

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Antwort auf Beitrag von ElliMcBeer

Hallo, also mein Beitrag soll nicht lieb los rüberkommen, aber ich versuche einfach postiv über die Krankheit zudenken und mich nicht hängen zulassen. Ich habe auch in den letzten Tagen viel darüber gelesen und die Pognose steht auch sehr gut, da es noch direkt am Anfang entdeckt wurde. Arbeiten gehen wir beide. Er ist aber immoment Krank geschrieben, da er neu mit Medikamenten eingestellt wird und icih gehe Stundenweise wieder in meinem Beruf arbeiten.Die Kinder sind dann in der Zeit bei meinen oder seinen Elten. Die Frage ob ich Ihn noch liebe kann nicht so beantworten. In einem Moment bin ich mir sehr sicher und in dem anderen wieder nicht. In den letzten Tagen ist bei uns so viel passiert das ich in ein richtiges Gefühlschaos gekommen bin. Frauke


Taubaufdembaum

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Das Gefühle auch mal verschüttet sein können von Problemen ist ganz normal, finde ich. Du möchtest nicht lieblos rüber kommen, aber so liest es sich leider. Wenn Du positiv denkst bedeutet das nicht, dass Dein Mann es ebenfalls tut. Wer weiß was für ein Kopfkino da bei ihm läuft. Vielleicht malt er sich aus, dass er stirbt und dann steht seine Frau mit den Zwillingen alleine da. Die Angst vor der Zukunft wird sicherlich der Grund für sein aggressives Verhalten sein. Hast Du mal überlegt, dass er Dich gerade jetzt besonders braucht? Möglicherweise fühlt er sich subjetkiv dem Tod geweiht? Wer weiß das? Erfahren kannst Du es nur wenn Du mit ihm sprichst. Über seine Gefühle, seine Gedanken, Ängste... Es ist jetzt kein guter Zeitpunkt an ihn Forderungen zu stellen, denn er muss erst einmal mit der Diagnose zurecht kommen. Das bedeutet nicht, dass Du keine Bedürfnisse haben darfst. Ihr müsst gemeinsam eine Lösung finden. Ansonsten kann ich nur sagen, dass unsere Ehe auch auf der Kippe stand als Kind 1 da war und mit einem mal die Prioritäten ganz anders gesetzt wurden. Auch da hilft nur gemeinsam daran zu arbeiten. Lieben Gruß


Mitglied inaktiv

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Es sei Dir gegönnt, daß Du positiv über seine Krankheit denken kannst. Aber andere können das vielleicht nicht - und das solltest Du diesen Menschen zugestehen. Und wenn irgendjemand das Recht hat, sich hängen zu lassen, dann der Kranke. Zumal die Diagnose ja gerade erst 2 Wochen alt ist - gib ihm doch die Zeit (und, wenn Du kannst, die Kraft), sich einmal durch alle Horrorszenarien durchzudenken. Ich halte immer noch eine Eheberatung für angebracht.


Nanana

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Es ist immer schwer bei solchen komplexen Problemen von außen sinnvolle Ratschlaege zu geben. Wie schon oben erwähnt fehlen oft kleine Details um das Ganze umfassend beurteilen zu koennen. Geht doch mal gemeinsam zu einer Paarberatung, oft hilft es, wenn ein Außenstehender moderiert und man Rat von einer unabhaengigen Person bekommt. Verschiedene soziale Traeger und die evangelische Kirche bieten kostenlose Beratungen. Peinlich muss euch das auch nicht sein- es gibt so viele Paare, die das wahrnehmen... Vielleicht wuerde euch das helfen!


KlaraElfer

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Nein, nur wegen eines schlechten Gewissens sollte man das nicht tun. Wegen der Krankheit kann ich das nicht so abschlägig beantworten, generell MUSS man mit niemandem zusammen bleiben weil er krank ist, aber man sollte schon hinterfragen, ob man es sich nicht ein wenig leicht macht wenn man bei den geringstkeiten Widrigkeiten die Segel streicht. "Wenn die Therapie anschlägt KANN er in einem Jahr wieder gesund sein" klingt für mich nicht nach einer Krankheit, die nur ein wenig Pipifax ist und dass jemand sich angesichts einer solchen Heilungsaussicht verändert weil viel in ihm vorgeht, kann ich nachvollziehen. Da fände ich es wichtig, zu hinterfragen ob ich die Person noch liebe und ihr eine Stütze sein will in einer nicht ganz so leichten Zeit oder ob ich den Weg des geringsten Widerstands gehe, ich mir selbst der nächste bin und die Person verlasse. Vielleicht gehst du mal in dich und überlegst, inwiefern noch tiefe Gefühle vorhanden sind und du bereit bist, mit deinem Partner die Krankheit zu besiegen oder ob die Emotionen nicht reichen und du aus Selbstschutz, was total legitim wäre, die Partrnerschaft beendest. LG, alex


furki09

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Antwort auf Beitrag von KlaraElfer

ich denke dass du vor seiner krankheit angst hast,was wenn er nicht gesund wird?was wenn ich ihn mit zwillis nebenher auch noch pflegen muss?du willst dich jetzt schon mal trennen bevor es soweit kommt. anstatt ihm jetzt mut zu machen,ihm zur seite zu stehen,als ehefrau erwartet er vermutlich von dir unterstützung und zuneigung aber du willst dich vielleicht lieber trennen.evtl.liebst du ihn noch aber ohne krankheit. stell dir mal vor,du erfährst das du schwer krank bist,wärst du nicht aggressiv und down,ist ja erst 2 wochen her,lass ihm doch mal einwenig zeit,er muss damit erstmal selber klar kommen. Eine paartherapie hört sich gut an,und eine beratung über seine krankheit auch,vielleicht weisst du einfach zu wenig darüber?und denkst in einem jahr ganz anders darüber? aber wenn das alles nicht zutrifft,tust du deinem mann auch keinen gefallen mehr,du würdest ihm nur noch mehr schaden,seine krankheit sollte jetzt im vordergrund stehen und seine heilung. ich wünsche dir ,dass du die richtige entscheidung triffst.


Mitglied inaktiv

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Hallo, Frauke! Leider klingt es wirklich lieblos. Die Geschichte mit den Kinderchen hat sich nicht so rosa-rama entwickelt, wie man es vielleicht glaubt, bevor man Kinder hat. So ist das. Das erste halbe Jahr mit dem ersten Kind war das anstrengendste meines Lebens. Dein Mann ist mit einer Krankheit konfrontiert, von der er sicherlich fürchtet, dass sie ihn daran hindert, euch gut zu versorgen und vielleicht sogar seine Zwillinge groß werden zu sehen. Da kann er nicht einfach tralala machen. Ich bin niemand, der fürs Zurückstecken ist. Aber in so einer Situation sollte man erstmal abwarten. Um wieder an die überlagerten Gefühle kommen zu können. Lg Fredda


kleene-eisfee

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Also ich finde auch,du solltest mal abwarten. Wenn dein Freund auch schon vor der Diagnose mit den Nerven fertig war, liegt es meiner Meinung nach daran, dass sich bei jeder Krankheit bestimmte Stoffe im Körper verändern oder auch die Hormone verrückt spielen und ehrlich, dass kann man sehr schwer beeinflussen. Da kann er sich noch soviel Mühe geben. Halte jetzt erstmal durch und versuche ein bißchen mehr Verständnis aufzubringen. Ich sage das mit den Hormonen deshalb, weil ich es selbst erlebt habe. Ich habe nach der geburt unseres zweiten Kindes die Stillpille (cerazette) genommen. Ich war wesentlich aggressiver, hatte hohe Forderungen an meinen Mann und keine Lust mit ihm zu schlafen. Mein Mann hatte es nicht leicht mit mir. Ich bin froh, dass er mich ausgehalten und nicht verlassen hat. Er hat nicht einmal mit dem Gedanken gespielt, obwohl ich es im Nachhinein verstanden hätte. Er war echt glücklich, als ich die Pille abgesetzt habe, innerhalb von 3 Tagen wieder normal war und am Ende der Woche regelrecht über ihn hergefallen bin:) Ich hätte das niemals geglaubt, dass man so ferngesteuert sein kann und das auch mit viel Willen nicht hinbekommen kann. Außerdem bin ich auch der Meinung wie meine Vorrednerinnen, dass Kinder das Leben total verändern, zumal mit Zwillingen und die Männer brauchen manchmal mehr Zeit. Viele Männer in meinem Bekanntenkreis bekommen mehr Draht zu den Kindern, wenn sie etwas größer sind und sie mehr Ideen haben, was man mit ihnen machen könnte. Wir haben einen kurzen Abstand zwischen den Kindern ungeplant. 1Jahr und drei Monate. Schon das fand ich sehr anstrengend. Zumal der Große ein Schreikind gewesen ist.6h am Stück waren normal. Meine Begeisterung als ich nach nem halben Jahr wieder schwanger war, hat sich erstmal echt in Grenzen gehalten. Jetzt ist der Große 3einhalb und die Kleine 2Jahre und 3Monate und nun werden gerade die Abende entspannter. Wir können wieder ausgehen und die Kinder können viel miteinander anfangen. Zeit und Durchhaltevermögen sind wichtig. Wir wollen gerade in unserer Gesellschaft alles ganz schnell mit möglichst wenig Aufwand verändern. Geduld und eine abwartende Haltung entspannen dich selber und deinen Partner. Versuche ihm den Rücken freizuhalten und rede mit ner Freundin oder geht zur Paarberatung. Wenn Du Dich entscheiden kannst bei ihm zu bleiben, dann würde ich ihm erstmal sagen, dass er auch mal sagen darf: die Kinder sind "gerade" sehr anstrengend, aber er soll nicht nochmal sagen: dass sie ein Fehler waren. Das verletzt Dich und die Kinder und sie spüren das auch. Diesen Satz kann er sich wenigstens verkneifen. Denn sicherlich leistest du den Großteil an Arbeit für die Kinder und das wird in der nächsten Zeit sicher erstmal so bleiben auch wegen der gerade schwierigen Umstände. liebe Grüße, alles Gute, viel Kraft und viele helfende Hände:)