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trennung, weiss nicht weiter, brauche bitte einen rat

trennung, weiss nicht weiter, brauche bitte einen rat

albatros38

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hi, ich brauche bitte eure hilfe, weil ich überhaupt nicht mehr weiter weiss. mein mann und ich sind seit 16 hajren zusammen und haben ein 8 jahre altes kind. der alltag frisst uns auf.die liebe ist irgendwo abhanden gekommen. da wir uns relativ gut verstehen, haben wir vor einem jahr darüber geredet das sich was tun muss. wir haben uns zusammen beim sport angemeldet und ein gemeinsames hobby angefangen. aber es wird nicht besser. ich geniesse die zeit ohne ihn sehr. ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn nicht mehr so liebe wie ich sollte denn mit ihm schlafen kann ich und will ich nicht mehr. ich weiss wie sehr er das vermisst.aber er nimmt es erstmal so hin. wir sind halt nur noch eine gut funktionierende familie. aber mich macht diese situation krank. in meinem kopf denke ich daran mich von ihm zu trennen. aber ich fühle mich mit dem gedanken total überfordert und noch nicht gewachsen . ich weiss gar nicht worauf ich noch warte? ich fühle mich mit diesem trennungsgedanken so egoistsch. ich trete auf der stelle und komme nicht weiter. vor jahren bekam ich angstattaken und hab 4 jahre lang antidepressiva genommen die ich vor einem jahr ganz langsam abgesetzt habe. vielleicht bin ich daher noch geschwächt?! ich fühle mich einfach nur antriebslos. vielleicht könnt ihr mir mut machen wie ich aus dieser blase wieder raus komme? danke fürs lesen albatros


mf4

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Antwort auf Beitrag von albatros38

Vielleicht ist es tatsächlich Trägheit, die dich noch bei ihm hält. Traust du dir zu dann allein klar zu kommen? Wie denkt er denn darüber? Könnt ihr euch zusammensetzen und reden? Vielleicht denkt er ja auch so, dass es nicht mehr geht und ihr könnt euch sauber trennen. Er will doch sicher auch noch mehr als das jetzt.


Hexhex

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Antwort auf Beitrag von albatros38

Naja, es ist das alte Lied: Wir erwarten, dass der Eine, Wahre, Wunderbare uns nun bitte für immer erfüllen und glücklich machen wird. Und dann kommt der Alltag, alles wird ein bissel lauwarm. Tja, und dann denkt man: Ach, er ist halt doch nicht die Große Liebe, eigentlich ahnte ich das ja von Anfang an. Ich sollte mich also vielleicht trennen, damit endlich ER kommen kann - der Einzige, Wahre, Wunderbare, der große Dauer-Erfüller all meiner Sehnsüchte. Tja, es kommt dann vielleicht auch jemand, aber auch der kocht halt nur mit Wasser. Das merken wir natürlich nicht sofort, sondern erst nach ein paar Jahren. Und dann wird alles ein bisschen lauwarm... Und so weiter, und so weiter. Ich glaube, niemand kommt darum herum zu lernen, dass es das Glück nie bei einem anderen Menschen gibt. Ein Partner kann uns optimalerweise bloß den Rahmen geben, in dem wir selbst die Dinge tun können, die uns glücklich machen. Es ist dazu meist natürlich wichtig, dass er treu und lieb ist, uns respektiert usw. Die Basis daheim muss also stimmen. Aber er ist nicht dafür zuständig, uns Dauerglück zu beschaffen, das kann kein Mensch für uns tun, weil wir es selbst tun müssen. Was Du beschreibst, klingt für mich nicht nach einem Trennungsgrund. Er scheint lieb zu sein, geduldig, bereitwillig, in die Beziehung zu investieren - mehr kriegste auch bei einem neuen Mann auf Dauer nicht, eher weniger. Ich find's jetzt wichtiger, dass Du Dich fragst, was DU tun musst, um Dich erfüllt und gut zu fühlen. Was wolltest Du immer schon machen, hast Du den Beruf, den Du willst, brauchst Du ein künstlerisches Hobby, um Dich besser ausdrücken zu können? Brauchst Du vielleicht neue Freundinnen, mit denen Du diejenigen Sachen unternehmen kannst, für die Dein Mann sich nicht interessiert? Ich habe auch so ein paar "Spezialistinnen für besondere Fälle" unter meinen Freundinnen: Mit der Einen kann ich in die Oper gehen, dafür finde ich sonst niemanden. Mit einer Anderen kann ich auf Meditations-Wochenenden fahren, mit einer Weiteren kann ich über Gott, die Welt und das Leben sprechen. Solche Beziehungen sind unheimlich wichtig, ein Mensch (Mann) allein könnte dies bei mir alles nie abdecken. LG


albatros38

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Antwort auf Beitrag von Hexhex

hi, ich hege keine trennungsabsichten, weil ich einen neuem mann in aussicht habe, sondern weil ich überhaupt keine nähe zu ihm zulassen kann. daher hadere ich auch so mit mir. denn mir sind die gemeinsamen langen jahre auch wichtig. und das alles loszulassen, fällt mir sehr schwer. hm, weiss auch nicht. schlimm dieser selbstmittleid. albatros


Mitglied inaktiv

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Habt ihr sonst noch etwas unternommen außer gemeinsam Sport treiben? Ich denke da an Paarberatung, Familienaufstellung oder etwas ähnliches.


julle1

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hallo, ich finde, du hast nicht genug gründe für eine trennung. du scheinst ihn zu mögen, aber die rutine hat sich breit gemacht. ER kann dir dein glück nicht bringen, DU bist in erster linie für dein glück verantwortlich, und auch für deine gefühle dem sex gegenüber. und wenn du nicht mehr magst, hat das, glaube ich, nicht in erster linie mit ihm, sondern mit dir zu tun. ich habe vor einiger zeit ein paar interessante bücher gelesen, die mir so einiges in nem neuen blickwinkel erschienen ließen, schau mal bei ama..n nach, was da unter dem stichwort "vatertochter" so angeboten wird. und vielleicht bist du wirklich wieder/noch depressiv (angst kann ja auch zu dem krankheitsbild gehören), hast du denn auch therapie gemacht oder nur tabletten genommen ? vielleicht das nochmal angehen? such dir jemanden, mit dem du reden kannst, freundinnen für frauen.themen etc. hast du welche? viel glueck, j.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von albatros38

Du schreibst, dass Du die Zeit ohne ihn sehr geniesst... aber andererseits traust Du dir nicht zu, ohne ihn zu leben. Antriebslos solltest Du aber nicht sein, wenn Du vor hast dich zu trennen. Denn das erfordert ganz viel Antrieb. Wie sieht denn der Alltag aus ? Arbeitest Du ? Macht dir das Spass ? Ich denke es ist die berühmte Midlife-Krise die wohl jeden von uns erwischt. Man überdenkt sein Leben und fragt sich: was will ich noch ? Das musst Du dir erstmal beantworten. Hör in Ruhe in dich hinein und frag dich: ist es wirklich dein Mann, den du nicht mehr liebst oder ist es eher Unzufriedenheit mit DIR. Denn daher kommt oft dieser Teufelskreis, dass man selber nicht genau weiss, was einem denn nun fehlt. Sei aber auch so fair, offen über deine Gefühle mit deinem Mann zu reden, damit er verstehen kann, was gerade in Dir vorgeht.


Tinai

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Antwort auf Beitrag von albatros38

"wir sind halt nur noch eine gut funktionierende Familie"..... Das können gar nicht so viele von sich behaupten. Habt Ihr mal an eine Paartherapie gedacht? Es gibt ja ganz offensichtlich Gemeinsamkeiten und ich persönlich finde auch, dass sobald Kinder im Spiel sind, Trennung wirklich nur das allerletzte Mittel sein darf und ich habe nicht den Eindruck, dass Ihr alle Möglichkeiten ausgeschöpft habt. Da gehen auch Sachen durcheinander. Dein Mann ha sicher keine Schuld an Deiner Antriebslosigkeit. Auch Eure Ehe vermutlich nicht. Und dann frage ich ich, wie kann einen denn der Alltag mit einem achtjährigen Kind auffressen? Selbst wenn beide arbeiten? Mir scheint, da liegt es an ganz anderen Stellen im argen und dafür braucht es Zeit und Bereitschaft. Davonlaufen zum nächsten Problem nützt nichts. grüße und viel Erfolg Tina


StephieMichael

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Antwort auf Beitrag von albatros38

Ich kann deine Situation gut nachvollziehen, mir erging es ähnlich wie dir, ich war mit meinem Mann 10 Jahre zusammen wir haben zwei gemeinsame Kinder 8 und 3 die letzten zwei Jahre unserer Ehe war nur noch ein zusammenleben, meiner seits war da weder liebe noch zärtlichkeit etc im Spiel, ich hatte sehr lange über eine Trennung nachedacht, ich hatte Angst das alles nicht zu schaffen ich hatte Angst vor dem alleine sein. Ich habe mich dann trotzdem überwunden und wir haben uns getrennt. Ich kann dir nur sagen das es für mich eine sehr gute Entscheidung gewesen ist, wir verstehen uns jetzt besser wie je zuvor. Alles gute und lass den Kopf nicht hängen!!


Blueberry

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Antwort auf Beitrag von albatros38

Ich denke, es wäre wichtig, Ursachenforschung zu betreiben. Also ob deine Unfähigkeit, Nähe zu deinem Mann zuzulassen, deine Antriebslosigkeit an deiner Vorgeschichte liegt, mit Depressionen, etc. oder ob das Problem wirklich innerhalb eurer Paarbeziehung begründet ist. Solange du das nicht weißt, bzw. nicht ganz klar als Problem zwischen euch identifizieren kannst, würde ich von einer Trennung abraten.