Nomadin13
Wenn ich einen Schuldigen finde, jemandem die Schuld geben kann, jemanden identifizieren kann, der etwas falsch gemacht hat, dann heisst das, dass ich die Ursache fuer mein Unglueck gefunden habe. Das gibt mir dann die Moeglichkeit, etwas gegen mein Unglueck zu tun, sei es, den Schuldigen aus meinem Leben zu verbannen, sei es, den Schuldigen davon abzuhalten, denselben Fehler nochmals zu machen etc. Tatsache ist: man kann etwas tun. Wenn man sagt: das ist Schicksal, das passiert einfach, dann negiert man eine Ursache-Wirkung-Beziehung. Handlungsmoeglichkeiten: NULL! Weil gegen das Schicksal kann man ja nichts machen. Da ich gern Kontrolle ueber mein Leben habe, MUSS ich doch wie im ersten Absatz denken. Wer einfach an Schicksal glaubt, ist ein steuerloses Schiff im weiten Ozean. Dann spielt da sicher der Erziehungsstil meiner Mutter mit rein. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie mich nach einem Unglueck jemals mit den Worten troestete "sowas kann passieren", sondern es kam nur ein veraechtliches "haettest du halt anders machen muessen" respektive "such den Fehler bei dir selber, nicht bei anderen". Ich behaupte also, von Kindsbeinen an gelernt zu haben, dass ich immer selber Schuld an meinen Miseren bin. Darum bin ich ein Mensch geworden, der nach jedem Unglueck/Fehler minutioes analysiert, wie es dazu gekommen ist und daraus ableite, wie ich mich ein naechstes Mal verhalten muss, damit derselbe Fehler nicht mehr passiert. Tja, wie man sieht, kann dies irgendwie nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Irgendwie spielt da doch auch Schicksal mit rein, oder? Dann aber wieder sage ich mir, das kann doch nicht Schicksal sein, dass ein einzelner Mensch so viel Unglueck ertragen muss (ich meine jetzt auch Begebenheiten in meinem Leben, die vor meiner Zeit in Trinidad passiert sind). Schicksal ist doch normalerweise gleichmaessig verteilt, mal hat der Glueck, mal hat jener Pech. Diese Ansammlung von Unglueck in meinem Leben muss also doch hausgemacht sein! Wie ihr seht, versuche ich eine Logik, einen Sinn zu finden, aber irgendwie verstehe ich die Welt einfach nicht und das laehmt mich dann in meinen Entscheidungen. Vielleicht moegt ihr mir hier nochmals weiterhelfen. P.S. Speziell fuer cosma: keine Angst, es kommen noch mehr Rueckmeldungen von mir!
Es gibt noch eine andere Möglichkeit, die Kontrolle zu behalten und die ist noch effektiver als jemand anderem die Schuld zu geben: Selbstverantwortung. Das heißt, nachzudenken und zu reflektieren "Warum habe ich mich genau darauf so lange, in der Art etc pp eingelassen? Was habe ich davon? Welche Muster lebe ich aus? Warum passieren mir ähnliche Dinge immer wieder wie ein roter Faden?" Sich trennen mag erst mal eine Möglichkeit sein, schnell aus dem Dilemma rauszukommen, aber Themen, die in dir selbst aktiv sind, werden auch in Zukunft immer wieder ihren Weg zu dir finden. Ob mit dem Partner oder ohne. Und über sich selbst hat man wirklich 100%ige Macht. DU kannst DICH jederzeit ändern. Jemand anderen eher nicht. Übrigens macht es auch bei der Reflektion über sich selber Sinn, sich liebevoll zu behandeln. Man kann sich ja auch ärgern, aber mein Gott, wir sind hier, um zu lernen, oder? Diese Sichtweise macht dich handlungsfähig. Ich glaube nicht an ein externes Schicksal. Liebe Grüße
Es gibt die Wahl zwischen jemandem die Schuld geben oder an Schicksal glauben. Du bietest keine "andere Moeglichkeit", sondern sagst schlichtweg "Selbstverantwortung", was doch nichts anderes heisst, als "ich bin an allem selber schuld". In dem Fall bin ich lebensunfaehig, denn obwohl ich reflektiere und glaube, dieselben Fehler nicht wieder und wieder zu machen, ist mir mein Lebenstraum von einer Familie bis jetzt verwehrt geblieben. ---------------------------- Nebenschiene: Du glaubst gar nicht an externes Schicksal? Jeder Mensch ist fuer alles, was ihm passiert, selber verantwortlich? Kann ich nicht glauben, find ich richtig gemein, so zu denken. Eine Mutter ist selber schuld, wenn ihr Kind an Krebs stirbt? Ich glaube, du musst deine Einstellung nochmals ueberpruefen. Oder ich hab dich falsch verstanden.
Ich stehe grundsätzlich auf Kriegsfuß mit dem Sprüchlein "Jeder ist seines Glückes...." usw.... Es ist oberflächlich, einfach unvollständig.... Man kann sein Bestes geben und versuchen, gewisse Kriterien zu bedenken, sich selbst zu reflektieren - ja. Aber letztlich hat das nur einen verhältnismäßig kleinen Einfluß auf´s große Ganze bzw. auf die kleinen "Zwischenergebnisse" des Lebens. Wie das eigene Leben verläuft, hängt von so vielen Umständen ab, die nicht alle beeinflussbar sind. Manchmal sogar nicht einmal spürbar, realisierbar. Beeinflussen kann ich natürlich bis zu einem gewissen Grad, wie ich mit dem Gesamtergebnis der verschiedenen Umstände umgehe bzw. darauf reagiere. Aber auch hier sind jedem Menschen Grenzen gesetzt, je nach mentaler/sozialer/körperlicher...usw...Voraussetzung. Kein Mensch ist mit einem anderen zu vergleichen, kein "Schicksal" (zu verstehen als das Zusammenspiel der äußeren Einflüsse) mit dem anderen.... Nomadin..., Deine Analyse in allen Ehren. Und wenn es Dir hilft, hier zu schreiben, dann ist das ja gut so. Pass nur auf, dass es Dich nicht zu viel Kraft kostet. Gerade in diesem Moment, in dem es Dir nicht sonderlich gut geht, um zu untertreiben. In diesem Moment würde ich keine Forenhorde an die Beurteilung meines Lebens, meiner Gefühle und meiner Konsequenzen lassen....- reiner Selbstschutz. Ich würde mir für solche Selbst-und Lebensanalysen lieber jemanden suchen, der wirklich hilfreich sein kann.
"Schicksal" klingt so gottergeben und "annehmen, was eben kommt" und irgendwie - fatalistisch. Für mich eine schreckliche Vorstellung! Ich glaube schon, dass man im Leben Angebote bekommt, die man annehmen kann oder auch nicht, oder dass man mal die eine, mal die andere Weggabelung nimmt und dann sicherlich mal in die Irre geht, man auf einen "Abweg" gerät, der hinterher vielleicht doch genau der richtige Weg ist, und sich vielleicht auch mal verwirren lässt, keine Frage. Andererseits - glaube ich nicht an "Schicksal", aber an "Zufall". Im Normalfall ist doch niemand "schuld", wenn z.B. ein Kind an Krebs stirbt. Wobei ich auch glaube, dass solche Ereignis grundsätzlich nicht "monokausal" sind. Es ist (für mich) immer eine Summe an eigenen Entscheidungen und äußeren Einflüssen und Zufällen, dass man eines Tages an der Stelle steht, an der man steht. Und - ja, ich glaube, man kann gewisse Strukturen im eigenen Verhalten erkennen und manchmal, nicht immer, schafft man es sogar, diese Strukturen langfristig zu durchbrechen. Ich halte Menschen grundsätzlich für bedingt lernfähig. Deinen Satz, dass Du machst und tust und reflektierst und entsprechende Schlüsse daraus ziehst, aber Dir Dein "Lebenstraum von einer Familie bis jetzt verwehrt geblieben" ist - der geht für mich trotzdem von "falschen" Voraussetzungen aus. Es klingt für mich so, als ob da jemand wäre, der Dir Deinen Lebenstraum verwehren würde - und genau das glaube ich nicht. Es steckt weder System noch Absicht noch Schicksal, Gott oder Dein Mann dahinter. Es ist - irrational. Im Übrigen glaube ich auch, dass "Glück" und "Pech" auch keineswegs gerecht verteilt werden, ich glaube auch nicht, dass da jemand verteilt. Es gibt Menschen, die sind der "hinterletzte Arsch", mal ganz grob gesagt, und haben trotzdem ihr ganzes Leben nur Glück. Und es gibt Menschen, die sind die besten, lautersten und tollsten Menschen der Welt - und werden vom Glück völlig übersehen. Für mich heißt das - ich tue, was ich kann. Mehr kann ich nicht. So kann ich mit mir meinen Frieden schließen. (Lebenstraum hatte ich allerdings nie und ganz viel Glück im Leben hatte ich auch - ich rede also wahrscheinlich für Dich wie der Blinde von der Farbe. Tut mir leid!)
im berreich beziehung wuerde ich auch sagen das man da eher selber fuer sich entschieden hat wie lange man es mitmacht, mein ex hat mich auch geschlagen getreten etc. ich war damals erst 18 und wirklich naiv und hab eihn auch immer zurueckgenommen, das war von mir selbstgemachtes leid, aus dem auch nur ich selber rauskonnte, weil ich selber erstmal mir verinnerlichen musste bis hierhin und nicht weiter, selbstverständlich haben mir damals freunde bekannte etc. gesagt ich solle ihn verlassen udn mir das nicht antun recht hatten sie aber ich musste es ersteinmal selber wollen. allerdings denke ich das nicht alles an einem selber hängt, wenn man zb. liebe menschen verliert durch krankheit oder unfall und man deswegen ungluecklich ist und man deswegen traurig ist hat man nicht selber die schuld man muss es aber verarbeiten und sich auf neue menschen einlassen können
Aber manches ist einfach auch "Schicksal"... Ich glaube nicht daran, dass Pech und Unglück gleichmässig verteilt sind. Ich kenne herzensgute Menschen die wirklich viel Pech im Leben hatten. Warum? Ich kenne egoistische Menschen denen scheinbar alles gelingt und die ihre Lebensziele ohne Probleme erreichen. Warum? Sicher, wir können viel beeinflussen, aber eben nicht alles! Wir sind nicht immer schuld daran, wenn uns Unglück geschieht. Und Glück haben wir auch nicht immer verdient. Könnte man sich Glück verdienen, so würde die Welt evt. anders aussehen. Aber man kann es nicht!! Ob Du nun ein Kind bekommst oder nicht, das hat nichts mit Glück oder Unglück zu tun, und auch nichts mit Belohnung oder Strafe. Auf viele "Warum's" gibt es einfach kein "Darum". Es gibt keine Antwort darauf, warum jemand der sich sehnlichst ein Kind wünscht keines bekommt, so wie meine Tante damals, deren einziges Kind an einer Lungenentzündung verstarb, mit nur zwei Wochen. Meine Mutter dagegen bekam drei Kinder, die sie nicht zu schätzen wusste... Meine Tante wäre die bessere Mutter gewesen, weil sie wirklich ALLES für ihr(e) Kind(er) getan hätte... Doch stattdessen verlor sie sogar ihr Kind! Meine Mutter ist aber kein besserer Mensch! Sie war von Kindesbeinen an immer missgünstig und hat Intrigen gesponnen wo es nur ging... Wo also ist da die Gerechtigkeit, die Belohnung, die Strafe? Solche Bespiele gibt es genug. Manches ist einfach so wie es ist. Wir entscheiden aber, aus welchem Blickwinkel wir es betrachten wollen und was wir damit machen und umgehen. Und ja, es tut weh wenn man sich etwas sehnlichst gewünscht hat und man dann feststellen muss, dass man diesen Traum begraben muss. Ich kann verstehen, dass Dich das hilflos und sogar wütend macht. ABER manchmal gibt es keinen Schuldigen. Niemanden den man dafür verantwortlich machen kann, weil die Umstände einfach nie die richtigen waren. Man empfindet es aber manchmal so, und das Gefühl von Ungerechtigkeit droht einen zu ersticken... Im Leben lässt sich leider auch nicht alles kontrollieren... So gerne wir das auch hätten. Akzeptiere das was in Deinem Leben geschehen ist und versuche nach vorne zu schauen. An der Vergangenheit kannst du nichts mehr verändern. Deine Zukunft hast Du (zumindest teilweise) in der Hand. Ich wünsche Dir viel Kraft dafür
Ich verstehe deinen Ansatz.
ich halte ihn zwar für Blödsinn, aber nachvolziehen kann ich es gut.
ich ticke auf anderer ebene ähnlich, denn ich neige durchaus auch dazu, zu denken/sagen/fühlen: "verdammt, es ist schief gegangen, wie konnte MIR das bloß passieren, ICH hätte es besser/anders/anständiger machen müssen, ICH bin schuld, dass....."
ja, ich neige sehr dazu, schuld und verantwortung, selbst für das tun, denken und ahndeln anderer, in mir zu suchen.
natürlich tut es vordergründig erst recht gut, jemand anderem die schuld geben zu können und "schicksal" oder "Gottes Wille" sind dabei außerhalb von einem selbbst liegende "Instanzen", wohingegen "schlechtes Karma", "fehlerhaftes Ich" oder anderes in dieser Richtung eben ganz alleine mir selober/dir selber die verantwortung aufbürden.
Aber Nomadin: hat denn irgendjemand VERDIENT Krebs zu haben, fehlgeburten zu erleiden, Kinder zu verlieren? Ich rede von all den vielen freundlichen, intelligenten, sympathsichen Frauen hier: viele haben Fehlgeburten, viele haben kranke Kinder, macnhe haben ihr Kind in der späten Schwangershcaft, unter der Geburt, im Baby-, Kleinkind- oder Erwachsenenalter verloren.
Auf Anhibe und ohne nachzudenken kann ich dir sicher 5-10 furchtbare, tragische, schreckliche Lebensgeschichten von Frauen von hier erzählen---hat auch nur eine davon das wirklich VERDIENT?? Ist auch nur eine davon selber SCHULD???
nein...es passieren Dinge...wie auch immer du es nennen willst, Schicksal, Karma, Pech---ein baby hört auf zu atmen, eine Zelle entwickelt sich zu tödlichem Krebs, ein Neurotransmitter fehlt, wird nicht oder wird überproduziert und es entseht Depression, Schizophrenie, whatever.
da GIBT es fast nie eine greifbare Ursache-Wirkungsbeziehung...man kann ALLES "richtig" mahcen und TROTZDEM geht was grauenhaft schief...
Und ja, genau: das KANNST du nicht kontrollieren.
es ist, wie es ist.
das kann man nur hinnehmen.
da hab ich leicht reden, ich weiß, bei mir ging bislang nicht allzuviel schief.
Hab ich das jetzt "verdient"? weil ich so ein guter mensch bin? weil ich immer alles richtig mache? weil ich immer und unfehlbar die richtigen entschediungen treffe, das richtige im richtigen moment tue? das habe ich noch nie geglaubt, und das ist auch ganz sicher nicht so.
viellicht entdecke ich in drei wochen den knoten in meiner brust.
vielleicht wird mein kind in zwei jahren schwer krank (und ich bin abergläubisch genug, bei diesem gedanken ein schnelles "Bitte nicht!" in den himmel zu schicken)
vielleicht wird meine mutter in wenigen jahren an Lungenkrebs sterben.
vielleicht werde ich eine schwere depression entwickeln.
Bin ich dann schuld? plötzlich? dreht sich alles dann plötzlich um?
ich denke, die erziehung oder die art deiner mutter hat dich da ganz sicher tief geprägt, es ist eine binsenweisheit, dass unsere kindheit und prägt und jede selbsternannte küchenpsychologin könnte da den finger drauf legen
und sicher macht es sinn, sein verhalten zu durchleuchten, aus fehlern zu lernen, erfahrung zu sammeln, zu wachsen und immer mehr zu lernen.
aber nomadin---fehlgeburten??? was willst du daraus lernen? wie will man das verhindern? wie du mir selber etwas genervt auf mehrfaches nachfragen geschrieben hast: Es GAB keine Ursahce, nichts vermeidbares, nichts behandelbares.
das macht es nicht besser, klar.
vielleicht macht es es sogar schlimmer, ja.
es spricht aber DICH frei.
es spricht auch deinen mann frei.
es IST pech. es IST eben so. es IST das leben, in all seiner grausamkeit und ungerechtigkeit.
Es IST schicksal, aber nicht im sinne von "dein persönliches, unabänderliches, unausweichliches ewiges schicksal", sondern ES IST EINFACH PASSIERT:
und: gut, du hast viel Unglück erlebt, ich finde, die Kinderwunschgeschichte reciht weiß gott schon, da war noch mehr und das ist schrecklich.
aber gibt es NUR unglück, NUR pech in deinem leben?
du sagtest, du hast keinen anderen lebensplan, aber hör mal: du hast so viel LEBEN, es würde anderen, bescheidenen Menschen galtt schon als MEHRERE Lebensträume reichen: du lebst auf einer karibikinsel, du bist ausgewandert, du bist gereist, du hast dich verleibt, du hast "den" mann gefunden (auch, wenn er dir im moment nicht so scheint), du hast geheiratet (ja, erschrecknderweise reicht vielen das ALLEIN schon als Ziel und lebenstraum), du hast ein haus gebaut, du machst ein restaurant auf.
es ist nicht eben wenig, was auch GUT, ERFOLGREICH, ANGENEHM ist in deinem Leben.
Das macht kein Kind wett, ich weiß, das weiß ich nomadin (und würdem ich dri das ins gesicht sagen, wäre das einer (von mehreren) Momenten, dich fest, fest in den arm zu nehmen und zu wiegen), aber es ist auch nicht NICHTS.
suchst du da auch nach "deiner Schuld"? an dem, was gut läuft?
ich hab keine Lösung, ich hab keine zauberworte, ich hab nicht mal einen guten rat.
ich hab aber ganz viel mitgefühl und sorge und ich hab weiterhin ein bisschen dieses innere Jucken, weil ich wirklich schlecht mit solchen problemen umgehen kann....ich geb mir aber Mühe...
vielleicht nützt der ein oder andere halbsatz was!!!
Alles Liebe
Leewja
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Manchmal gibt es Ursachen für Glück oder Unglück, manchmal sind sie schicksalhaft. Es gibt Frauen, die evtl. nicht schwanger werden, weil ihr Verhalten irgendwie kontraproduktiv ist, die vielleicht zuviel trinken oder rauchen oder eben aus diesen Gründen ihr Kind verlieren oder es verlieren, weil sie einem Unfall haben oder misshandelt werden. In diesem Fall macht Ursachenforschung Sinn bzw. sie liegen auf der Hand und es gibt jemanden der sich anders verhalten kann oder hätte verhalten können. Und dann kann es Schicksal sein, dass der Kinderwunsch sich nicht erfüllt. Manchmal findet sich noch nicht einmal ein medizinischer Grund. Hier macht es keinen Sinn sich weiter nach den Gründen zu fragen, nach dem "warum". Es bleibt vermutlich nichts anderes als sich unter Schmerzen von diesem Wunsch zu verabschieden, ihn zu begraben u. dann zu versuchen weiterzuleben und aus seinem Leben das Beste zu machen, so wie man es vielleicht auch tun würde, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Und nein, ich glaube nicht daran, dass man ein Schicksal, sei es Glück oder Unglück, verdient hat. Aber ich glaube schon, dass man Einfluss darauf hat, ob man glücklich ist/wird (naja, Glück ist ein großes Wort, vielleicht doch besser zufrieden mit seinem Leben) oder nicht. So wie es Menschen gibt, die unglücklich sind, obwohl ihr Leben für Außenstehende fast perfekt erscheint, gibt es Menschen, die Zufriedenheit erreichen, obwohl sie viel Unglück und Schicksalsschläge aushalfen mussten. Es ist auch nicht gerecht verteilt, das Glück und das Unglück. Wenn nun wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dir deinen Wunsch nach Familie zu erfüllen, dann wirst du nur wieder zufrieden sein können, wenn du dich damit abfindest, dieses Schicksal annimmst, dich nicht weiter mit dem "Warum" quälst und für dein Leben einen anderen Inhalt suchst, der dich ausfüllt. Das wird vermutlich einige Zeit in Anspruch nehmen, vielleicht brauchst du auch professionelle Hilfe dabei, aber es kann gelingen.
Ich sehe, ich muss den Punkt erkennen, an dem ich nichts mehr machen kann, wo ich das Schicksal akzeptieren muss und meine Energie von da an darauf verwenden sollte, mein Leben so wie es ist zu akzeptieren. Nicht weiter einem Traum nachrennen, sondern gluecklich sein mit dem, was ich habe. Wow, kann gar nicht glauben, das ich das schreibe UND es sogar meine. Das Thema Ausland-Adoption (mein Mann hat ja chinesische Wurzeln) werde ich trotzdem angehen, das ist noch ein Weg, den ich noch nicht probiert habe. Aber ich werde es nicht mit einer Intensitaet tun, wie ich den Kinderwunsch bis jetzt verfolgt habe. Mein ehemaliger Chef zitierte gern: das Eine tun und das Andere nicht lassen. In meinem Fall jetzt aber mit der Energie auf dem "das Leben akzeptieren" und nicht mehr auf dem Kinderwunsch. (Zufrieden cosma?)
man ersetze schicksal teilweise durch "die interessen des/der anderen". man ist ja nicht alleine auf der welt. vieles ist ein interessens/wunschabgleich - vielleicht sogar die liebe. es laeuft meistens nicht rund. und wenn, ist es wohl ein riesenglueck und geschenk. warum es so viel unglueck und ungerechtigkeiten auf der welt gibt, weiss ich auch nicht. manche kann man mithelfen zu aendern. viele nicht. und von unglueck und ungerechtigkeit verschont zu bleiben, kann man leider nirgends einfordern. du, wenn du mal zeit und lust hast, fang an, ein bisschen camus zu lesen. war diese woche auch eine sendung auf arte. deshalb faellt er mir grade wieder ein. ich muss den link mal aus deren mediathek rausschen. dort berichten menschen, wie sie von ihm profitieren. ihn kann jeder lesen und verstehen. er ist labsal fuer alleverzweifelte und suchende. er kann den blick klaeren. wirklich. also meine meinung :)
Klar, her mit dem link vom Albert. Labsal ist immer gut. P.S. Du bekommst auch noch ein persoenliches Feedback von mir. Die Reihenfolge der Feedbacks ist teilweise zeitlich, teilweise grundlos. Also nicht zu werten.
Nur du entscheidest darüber, was du machst und was du mit dir machen lässt. "Schicksal" ist immer eine Krücke für Etwas, was man nicht (er-)klären kann oder will. Es gibt immer Ursachen... einfach so geschieht Nichts. Nomadin, es gibt Situationen, die man zu akzeptieren lernen muss, weil sie sich nicht ändern lassen. Wenn die Alternativen aufwendig sind, dann steht es dir immer noch frei, zu entscheiden, ob du diesen Aufwand betreiben willst und kannst. Brauchst du dafür Hilfe, dann hole dir diese. Wenn du das nicht willst oder kannst, dann bist du wieder beim Akzeptieren. Da du davon ja wenigstens schon einmal schreiben kannst, musst du es jetzt "nur noch" verinnerlichen. Du hast so viele Möglichkeiten und Chancen, dass es dir schlecht zu Gesicht steht, jetzt wild die A-Karte an andere zu verteilen. ;-)
Was mir auffällt ist, dass du ein totaler Kopfmensch bist (bitte korrigiere mich, falls es nicht so sein sollte). Du grübelst und möchtest für alles was passiert eine Erklärung. Spontan fallen mir 2 Bücher ein, die mir sehr gut tun und ich mir vorstellen kann, dass sie auch dir guttun könnten: 1) Aufwachen und Lachen 2) Herz öffnen statt Kopf zerbrechen Beide sind von Safi Nidiaye und ich kann sie dir nur ans Herz legen. Krisen sind immer dafür da, um innezuhalten und zu schauen, was im Leben falsch läuft und nur in Krisen entwicken wir uns weiter. Ich wünsch dir alles Gute.
Das halte ich aber mal für sehr weit hergeholt. Ja es gibt durchaus Menschen die sind vom Schicksal derart gebeutelt, dass man als "normalgebeutelter" schon ein schlechtes Gewissen bekommt. Oder eher eine Wut, ein Ohnmachtsgefühl. WARUM pisst es manche Menschen ihr Leben lang an ? Nimm die Flüchtlinge die ertrunken sind. Ihr Leben lang in Angst und Schrecken gelebt, hoffnungsvoll in dieses Boot gestiegen, und dann ? Da kann man lustig analysieren und dran arbeiten damit es nächstes mal anders läuft...bringt nichts. Leben kann man nicht verstehen, nicht kontrollieren. Weil die Menschen nicht kontrollierbar sind. Auch (Und gerade dann) wenn Du Kinder hast werden tausend Dinge geschehen, die du nicht kontrollieren, vorhersehen, vermeiden kannst. Tausend Situationen wo Du dir dir herrlich die Schuld geben kannst, wo andere dir die Schuld geben werden...auch für ganz banales (Kind spricht noch nicht, läuft mit 4 Jahren noch in der Windel rum etcpp.) Hausgemachtes Unglück gibt es nicht, hausgemachtes Unglücklichsein hingegen schon. Besser man driftet manchmal steuerlos, aber entspannt über den Lebensozean und druchbricht diesen ewigen Teufelskreis des Grübelns und sich schuldig fühlens.
Huhu, schön, daß du dich gemeldet hast ! Du bist ja voll drin in der Grübelei und genau das "stört" mich: dieses retrospektive Problemgewälze wird dich nicht weiterbringen, wenn es auf der Ebene der Schuld/Schicksalsdiskussion bleibt. Du suchst die Kontrolle und eine Gerechtigkeit, die es nicht geben kann. Es werden immer Menschen da sein, die sich so verhalten, wie du es nicht willst, es werden immer Dinge passieren, die sich schicksalshaft böse /falsch anfühlen können. Dein Ansatz jetzt birgt die Gefahr in sich, daß du im Grübeln verharrst und wieder passiv bleibst. Viel wichtiger wäre dir zu erarbeiten, wie du es schaffen kannst mit dem was IST Freude zu haben, eigene Wege zu gehen, altes hinter dir zu lassen, loszulassen. Natürlich kann es Sinn machen sich mit Vergangenem auseinanderzusetzen, viel wichtiger ist aber das Loslassen und Hinschauen: was willst du jetzt und was willst Du für dich in Zukunft ? (nicht was willst du NICHT, das ist ein Unterschied - bei ersterem ist es leicht wieder andere anzuklagen, bei zweiterem bist DU gefragt, wie willst DU dein Leben gestalten, damit es sich für dich wieder gut anfühlt ...?!) Ich bin leider das Wochenende über nicht da und auch die nächste Woche ist ziemlich verplant, also es ist kein Desinteresse, wenn ich evtl erstmal nicht mehr antworte. Alles Gute auf deinem Weg ! LG !
Hallo!
NIEMAND hat SCHULD an seinem Schicksal......an seiner persönlichen Geschichte...!!! das "Schicksal" kann man nicht ändern....aber man kann an sich selbst arbeiten!!!
Wer sollte denn Schuld daran haben, das du noch kein Kind hast (ICH wünsche DIR, das du doch nochmal schwanger wirst...!!! und es gibt ja noch die Adoption!!!)
Ich wünsche DIR, das du den "Schuldigen" für dein Unglück findest.......ICH habe meinen "Schuldigen" noch nicht gefunden
ICH habe 2 Kinder.....aber auch 4 ****, einen Bruder der an Suizid verstorben ist....und leider auch keinen Mann mehr, der ist vor 19 Monaten (am plötzlichen Sekundentod) verstorben....d.h. ich stand vor dem größten Scherbenhaufen in meinem Leben!!! ICH hatte nur eine WAHL......aufstehen und weiterLEBEN!!!!
und das musst DU auch!!! es gibt immer einen Weg, mag er auch noch so holprig sein!
mein jüngster (nun einzigster) Bruder, hatte auch große Probleme mit dem Kinderwunsch......sie (mein bruder und meine Schwägerin) fanden IHREN Weg....! und ich bin nun Tante, seit 9 Monaten (der Weg, war nicht einfach.......aber es hat sich absolut gelohnt *freu*!)
Normandin, gib NICHT auf!!! kämpfe...steh auf und kämpfe noch stärker.....DU schaffst das!!!
gglg, Andrea
Liebes, da muss ich dir energisch widersprechen, denn hier in dieser Diskussion werden, wie so oft, die Begriffe "Schicksal" und "Schuld" missbraucht, um schwer zu ertragende Situationen nicht akzeptieren zu müssen und diese, und eine potentielle Verantwortung für selbige, pathetisch nicht annehmen zu müssen. Jeder trägt ein gutesStück Verantwortung für seine eigenes Leben. Es ist kein Schicksal, dass dein Bruder sich zu seinem Suizid entschieden hat... und es ist sehr wohl auch ein Stück eigene Verantwortung für die eigene Gesundheit, dass man als Raucher potentiell gefährdeter für den Sekundentod ist. Klar, das hast nicht du entschieden, aber es ist auch nicht richtig hier von Schicksal und Schuld zu sprechen, oder? Diese Verantwortung zu den Rahmenfaktoren haben deine Männer selbst mitbestimmt. Und ich habe meinen Sohn meinem Vater anvertraut, der seiner übertragenen Verantwortung nicht gerecht wurde. Aber die Entscheidung für die Ausgangssituation habe ich getroffen. Hätte jemand von uns - mein Vater, ich, mein Kind oder auch der andere Beteiligte - an dem fraglichen Tag anders entschieden, könnte Sönke vielleicht noch leben. Wenn jemand nicht nach körperlich anstrengender Arbeit eine Zigarette raucht, erleidet er vielleicht nicht den Sekundentod. Das hat dennoch nichtsot Schuld zu tun. Von Schuld könnte man nur dann sprechen, wenn in allen angesprochenen Fällen die Absicht zu dem schlussendlichen Ergebnis vorgelegen hätte. Der Begriff Schicksal passt schlicht überhaupt nicht, denn vom Himmel gefallen ist da garnichts. Und noch einmal: Niemand kann etwas für eine genetische oder angeborene körperliche Disposition, aber jeder ist selber dafür verantwortlich, wie er damit umgeht und was er daraus macht. Wenn wir unglücklich sind, liegt es in unserer Verantwortung, daran etwas zu ändern. Etwas von Schicksal und Schuld zu fabulieren, mag anfänglich so etwas wie ein kleines Plazebo sein, wird aber am Ende keine "Heilung" bringen, q.e.d. Wie schnell jemand ins Leben zurück findet, liegt nicht zuletzt auch darin begründet, ob und wie genau er lernt, das Geschehene zu akzeptieren und sein Leben wieder zu LEBEN. Schlichtes Weiterleben alleine reicht manchmal nicht...
Ich fuer meinen Fall kann hier nicht zustimmen. Mir ist wichtig zu wissen, ob meine Ungluecke durch "Schicksal" oder "Schuld" entstanden sind, damit ich weiss, was ich daraus fuer mein weiteres Leben ableiten soll. Hatte ich drei Fehlgeburten, weil es einfach Schicksal war? Oder weil ich mich falsch verhalten habe, z.B. in einem zu stressigen Umfeld geblieben bin? Falls es ersters ist, muss ich nichts aendern. Falls es zweiteres ist, muss ich mir ueberlegen, was ich aendern kann, um das Risiko fuer eine erneute Fehlgeburt zu vermeiden.
Natürlich kann es sein, dass du etwas ändern müsstest, aber das hat nichts mit einer Schuld zu tun. Und Schickslal ist immer noch das falsche Wort...
Hallo Liebes :-))) ICH "suche" doch gar keinen "Schuldigen"!!! Ich hab mein Leben, fest im Griff (nun wieder *lächel*) es geht mir und den Mädels gut!!! meine Jammerphase ist vorbei......ich bin aufgestanden und nun lebe ich wieder !!! Nadine ist nun auf dem Gymnasium und auch das läuft gut :-) Ich wollte doch nur der Userin sagen, das es immer und immer weitergeht im Leben! W. wir müssen mal wieder telefonieren! dann mehr von uns :-))) hoffe euch geht es auch gut! gglg, Andrea
Liebe Nomadin 13! Ich schreibe jetzt spät und vielleicht auch etwas, was Du nicht lesen willst. Schlafen kann ich nicht, weil Sohn krank ist und ständig angerannt kommt - aber ich konzentriere mich... Ehrlich gesagt versteifst Du Dich zu stark auf den Kinderwunsch! Ich glaube ehrlich gesagt, dass man auch ohne Kinder glücklich sein kann. Natürlich kann ich nicht wirklich mitreden, aber in einer Situation mit starkem Kinderwunsch. Mit 30 beschlossen wir, Familie zu gründen (mindestens 2 Kinder). Genaueres will ich jetzt nicht nennen, aber es waren viele traurige Momente, bis wir endlich mit 35 unser Wunschkind bekommen haben. Ab 26. Woche musste ich liegen wegen vorzeitiger Wehen und verkürzter Zervix. Schrecklich! Unser erster Sohn kam als Frühchen aber ist fit und unterdessen auch 7 Jahre alt. Auf die Schwester mussten wir auch 3,5 Jahre warten, obwohl wir nicht mehr damit gerechnet haben. Ich war da 39 Jahre alt und es war wieder eine Risikogeburt!!! Danach wollte ich mich sterilisierien lassen, aber der Arzt meinte, das ich doch noch zu "jung" dafür wäre ;.)) Wir haben uns aber irgendwann auch vom Kinderwunsch verabschiedet (bevor wir Kinder hatten) und auch die positiven Seiten der Kinderlosigkeit überzeugt. Übrigens davon zehren wir auch noch heute und verreisen mal alle 2 Jahre ohne Kinder! Ich wollte damit sagen,dass es doch noch nicht zu spät für ein Kind ist - auch mit knapp 40. Eine Freundin hat ihren Traummann erst mit 40 kennengelernt (war "Karrierefrau") und wurde mit 43 und 45 schwanger (Kinder sind jetzt 7 und 5). Das ist sicher nicht bilderbuchmäßig und der Vater wird oft als Opa gesehen - aber sie sind selbst glücklich! LG, Leonessa
Ich finde es sehr schwierig festzulegen wieviel Kinderwunsch normal ist und ab wann es unnormal wird. DU hast ja noch zwei Kinder bekommen. Es klingt dann schon merkwürdig, wenn Du nun schreibst, dass Du glaubst auch ohne Kinder (diese zwei die du hast??) glücklich sein kann. Nomadin empfindet das nun einmal nicht so. Ich hatte irgendwann selbst Panik, dass ich nie Kinder bekommen kann. Und ich weiss, dass niemand der mir gesagt hätte, dass man auch ohne Kinder glücklich sein kann, zu mir durch gedrungen wäre. Ohne Kinder zu leben ist was anderes als nicht sein Traumauto, Traumhaus ect. zu bekommen. Sich fortzupflanzen ist doch nicht einfach nur so ein Wunsch, wie alle anderen.
Tut mir leid, aber dein Beitrag hilft mir nicht.
Richtig gesagt: "Sich fortzupflanzen ist doch nicht ein Wunsch wie alle anderen".
das kann ich gut verstehen, dass dir sowas nicht hilft, finde das fast frech. ich wurde letztens im aktuell mal angegankelt, weil ich wagte, zu sagen, im nächsten leben bekomme ich keine kinder ( und auch keinen ehemann, bzw einen mitwohner ). so quasi, was? magst du dein leben überhaupt? ich mag mein leben sehr, aber ich GLAUBE, ich hätte auch ohne kinder zufrieden sein können, ich weiß es aber nicht. hättedadiwari. ich finde diese diskussion hier sehr skurril, es sind, wie so oft zwei ebenen, die da durchgekaut werden und auch verschiedene arten, die eigene meinung zu vermitteln. m.e. wird sich zuviel an nebensächlichen dingen festgebissen. aber vll bin ich da zu einfach strukturiert, zu sehr indentaglebend, als dass ich mich irgendwo bei schicksalsfragen aufhalten würde. oder schuldfragen. oder waswärewennfragen. machen können wir eh nichts, am allerwenigsten der nomadin ihren herzenswunsch ausreden.
Wieso eigentlich kann jmd., der Kinder hat, da nicht mitreden? Leonessa hatte mit dem Kinderwunscn, so schreibt sie, abgeschlossen und mit ihrem Mann neue Dinge gesucht u d gefunden, die sie ausfüllen. Ich habe über 7 Jahre vergeblich versucht schwanger zu werden und jeden Monat mindestens einmal heulend auf den Klo gesessen, konnte keine Werbung für Babyprodukte mehr ertragen u. bin jedes Mal zusammengebrochen, wenn eine Freundin wieder schwanger war. Es war eine absolut beschissene Zeit! Und natürlich habe ich mich zunehmend damit beschäftigt, was wäre wenn. Und - auch wenn ich wusste, dass ich noch lange, lange mit meinem Schicksal hadern würde, so war mir doch trotzdem klar, dass mein Mann und ich auch auf andere Weise Inhalte und Glück finden könnten. Ich hätte mich vmtl. in meinen Beruf gestürzt, wir wären vielleicht mehr gereist, wir hätten uns als Menschen und Paar sicher komplett anders entwickelt als jetzt und ich weiß nicht, ob es unbedingt schlechter gewesen wäre. Eine Familie ist nur in seltenen Momenten eine Rama-Familie. Obwohl wir aus dem gleichen Ort kommen u. gleichen Familienverhältnissen, also sehr, sehr ähnlichem Hintergrund, gehen unsere Vorstellungen von Erziehung auseinander, was immer wieder zu Streit führt, viele Belastungen unserer Partnerschaft wären ohne Kind, also ohne Familie nicht aufgetreten. Vielleicht hätte unser Leben ohne Kind mehr Leichtigkeit gehabt.
Wieso eigentlich kann jmd., der Kinder hat, da nicht mitreden? Leonessa hatte mit dem Kinderwunscn, so schreibt sie, abgeschlossen und mit ihrem Mann neue Dinge gesucht u d gefunden, die sie ausfüllen. Ich habe über 7 Jahre vergeblich versucht schwanger zu werden und jeden Monat mindestens einmal heulend auf den Klo gesessen, konnte keine Werbung für Babyprodukte mehr ertragen u. bin jedes Mal zusammengebrochen, wenn eine Freundin wieder schwanger war. Es war eine absolut beschissene Zeit! Und natürlich habe ich mich zunehmend damit beschäftigt, was wäre wenn. Und - auch wenn ich wusste, dass ich noch lange, lange mit meinem Schicksal hadern würde, so war mir doch trotzdem klar, dass mein Mann und ich auch auf andere Weise Inhalte und Glück finden könnten. Ich hätte mich vmtl. in meinen Beruf gestürzt, wir wären vielleicht mehr gereist, wir hätten uns als Menschen und Paar sicher komplett anders entwickelt als jetzt und ich weiß nicht, ob es unbedingt schlechter gewesen wäre. Eine Familie ist nur in seltenen Momenten eine Rama-Familie. Obwohl wir aus dem gleichen Ort kommen u. gleichen Familienverhältnissen, also sehr, sehr ähnlichem Hintergrund, gehen unsere Vorstellungen von Erziehung auseinander, was immer wieder zu Streit führt, viele Belastungen unserer Partnerschaft wären ohne Kind, also ohne Familie nicht aufgetreten. Vielleicht hätte unser Leben ohne Kind mehr Leichtigkeit gehabt.
Danke Aquila - Du fasst es gut zusammen! Genau das wollte ich Nomadin sagen - und nicht "frech" sein oder sie gar verletzen. Helfen kann ich sicher auch nicht, aber ich wollte lediglich einen Denkanstoß geben. Auch ich saß jahrelang heulend zuhause und sah Freunde schwanger und glücklich mit ihren Kindern. Nach einer niederschmetternden Diagnose (will ich jetzt nicht hier breittreten - jedoch letztendlich Unfruchtbarkeit) haben wir uns eben damit abgefunden kinderlos zu bleiben. Ich kann also sehr wohl das Gefühl nachempfinden, den absoluten Kinderwunsch endgültig zu begraben. Dass es dann bei uns doch noch - sogar zwei mal - geklappt Dat - DAS hat uns kein Arzt jemals prophezeit. Ich wollte nur sagen, dass wir eben den Kinderwunsch zu begraben nicht als Ende des Lebens betrachtet haben. Ich habe mit über 30 Jahren eine neue Berufsausbildung gemacht (Weiterbildung). Das hätte ich (so aufwändig) NIE mehr gemacht, wenn ich in den nächsten Jahren mit einem Kind gerechnet hätte. Und wir sind wie wild verreist - zu den schönsten und auch teuersten Orten der Welt. Wir haben quasi unser ganzes Erspartes aufgebraucht - wozu sollten wir für ein gemeinsames Haus sparen, wenn es keine Nachfolger gibt... Diese Erfahrung wird uns nun keiner mehr nehmen. Und auch ich habe gelesen, dass Du viel gereist bist und man Dich damit nicht locken kann - aber vielleicht gibt es ja ein anderes Projekt? UND JA- wir waren trotz der vielen Trauer auch glücklich. Mehr oder weniger wollte ich nicht sagen und Dich weder verletzten noch frech sein oder gar "belehren". LG, Leonessa
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