Mitglied inaktiv
Hi, ich find s ein bißchen komisch mich jetzt an Euch zu wenden, aber vielleicht habt Ihr ja nützliche Tips. Ich bin 35 Jahre alt, habe zwei Kinder 6 und 4 und bin super unglücklich in meiner Ehe. Mein Mann ist emotional einfach total verkorkst! Ich dachte ich könnte damit umgehen als wir vor 8 Jahre heirateten, aber ich muß jetzt leider feststellen, das ich das nicht kann. Mein "Unglück" strahlt immer mehr auf meinen Alltag und den Umgang mit meinen Kindern aus. Mittlerweile nehme ich schon Antidepressiva. In einer schlaflosen Nacht ist mir heut klar geworden, das ich nicht an meinen Depressionen was ändern muß, sondern an der Ursache dafür! Aber wie??? Wie mach ich das nur?? Mit zwei Kindern? Wie soll das weitergehen? Ich könnte schreien!!!!!!!!!!!!! Jemand da draussen der mir helfen kann?
bist du berufstätig? kannst du dich notfalls mit den kindern versorgen? wo sollen die kinder leben? verdient dein mann gut, mittel, schlecht? kannst du die wohnung halten? da fehlen zu viele infos.
Ja, bin zu 40% berufstägig. Alleine Versorgen würde eng. Kinder sollen auf jedenfall bei mir bleiben, sonst verkrüppeln sie ja emotional genauso wie er. Mein Mann verdient ganz gut! wir haben ein Haus, ist aber noch lange nicht abbezahlt! Sorry, irgendwie gibt es da noch ne ziemlich Hemmschwelle so ins Detail zu gehen!
papiere kopieren, anwalt aufsuchen. du bekommst trennungsunterhalt, neudeutsch: betreuungsunterhalt, kindergeld und den unterhalt für die kinder, schätz mal so um die 500€, nach düsenhausener tabelle. haus wird er allein weder wollen, noch halten können, wird verkauft werden müssen. ggf wirst du auch arbeitszeit aufstocken müssen. nach der scheidung wird der trennungsunterhalt wegfallen. such dir eine wohnung mit den kindern, gehe auf keinen fall heimlich und verlass dich auch nicht darauf, daß dein mann die kinder kampflos "hergibt", auch wenn du der meinung bist, daß er ein emotionaler regenwurm ist.
"Mein Mann ist emotional einfach total verkorkst! " Was soll das denn heißen? Muss man sich deswegen gleich scheiden lassen? Macht man da nicht zuerst eine Therapie oder sowas? Weiß er überhaupt von deinem Zustand? Weiß er überhaupt von seinem? Bisschen wenig Infos, die du hergibst. Aber wenn du dir mit der Scheidung wirklich sicher bist, dann mal los, Anwalt, getrennte Verhältnisse schaffen und so.
Verkorkst heißt: Wir kennen uns seit 12 Jahren! Er redet mit mir nie über sich! Therapie mache ich, ...kommt für ihn nicht in Frage! Macht alles mit sich aus, ich führe nur Monologe! Wenn ich z.B. krank bin, versorgt er mich nur notdürftig. Ein bißchen betütteln gibts nicht! Ich hatte Krebs und er winkt jetzt alle Ängste, wenn ich z. B. neue Knoten taste wie nen Schnupfen ab! Ich bin diese Monologe so satt!!
aber das als schnupfen abwinken heißt doch nicht, daß es ihn nicht interessiert!!! meine mutter hatte auch krebs und ich habe auch immer versucht, alles zu zerstreuen....geliebt habe ich sie ohne ende. wäre es besser dann in kollektivpanik zu verfallen?
Vielleicht ist er Autist. Soll vorkommen. Nix reden, nix kuscheln, nix Gefühle, alles Fehlanzeige. Therapieresistent. Nach außen hin jedenfalls. Wie es im Inneren von solchen Menschen aussieht und vor allem: warum, ist für alle anderen ein großes Rätsel. Vielleicht ist da einfach nur eine große Leere. Aber vielleicht ist da doch mehr... "Ich bin diese Monologe so satt!!" Dann halt doch einfach mal die Klappe und schau, ob sich was an ihm ändert (natürlich nicht von heute auf morgen). Oder mach die Scheidung, musst du selber wissen. Weiß er von deinen Scheidungsgedanken? Was meint er dazu?
Hi, du schreibst, du willst nicht zu sehr ins Detail gehen - ist aber ein bisschen schwierig, dir etwas zu raten, wenn du nicht etwas mehr preisgibst. "Emotional verkorkst" im Sinne von "nicht über Gefühle reden" sind viele Männer, das heißt aber nicht, dass sie keine hätten. Du fühlst dich offenbar mit deinen Sorgen allein gelassen und würdest gern mehr umsorgt werden, was er nicht kann oder nicht will - vielleicht findet er dich auch zu emotional und meint, das ausgleichen oder abblocken zu müssen?! Wenn du Krebs hattest, habt ihr beide sicher eine sehr angstbesetzte Zeit hinter euch - wie hat er sich denn während deiner Therapie verhalten? Hat er dich da unterstützt? Hat er vielleicht einfach selbst Angst, dass diese Situation wiederkommen könnte und blockt deshalb ab? Schreib mal ein bisschen mehr... LG Nicole
Das mit dem Autismus hat meine Therapeutin auch schon in den Raum geworfen. Ich glaube auch wirklich nicht das er das alles Böse meint oder extra macht. Er kann einfach nicht anders. Ich weiß einfach nur nicht wie ich es schaffen soll nicht auch so abzustumpfen! Zudem habe ich natürlich auch Angst davor, das dieser seelische Stress sich auf das eventuelle Wiederauftreten meiner Krankheit auswirkt. Ich bin wirklich nicht der Typ der einfach alles hinschmeißt. Ich dachte auch immer "in guten wie in schlechten Zeiten"! Nur wie soll ich das alleine schaffen? Was wenn die Kinder durch die negativen Schwingungen total leiden und auch verkorksen? Das Klappehalten lebe ich jetzt auch schon einige Zeit, weil ich einfach alles gesagt habe..... Aber es ändert nichts!
"Das mit dem Autismus hat meine Therapeutin auch schon in den Raum geworfen. Ich glaube auch wirklich nicht das er das alles Böse meint oder extra macht. Er kann einfach nicht anders." Wenn er nichts dafür kann, dann wäre es aber doch ziemlich unfair von dir, ihn einfach so sitzenzulassen, oder? Was ist denn nun mit meiner Frage, ob er von deinen Scheidungsgedanken überhaupt weiß? "Ich weiß einfach nur nicht wie ich es schaffen soll nicht auch so abzustumpfen! " Unsinn. Wenn du nicht autistisch veranlagt bist, dann wirst du auch nicht emotional abstumpfen. Man kann nicht zu einem Autisten "werden". "Zudem habe ich natürlich auch Angst davor, das dieser seelische Stress sich auf das eventuelle Wiederauftreten meiner Krankheit auswirkt." Krebs-Rezidiv oder wie? " Ich dachte auch immer "in guten wie in schlechten Zeiten"! Nur wie soll ich das alleine schaffen?" Deine Ansprüche zurückschrauben und nicht die ewig beleidigte Leberwurst spielen, wenn du doch selber zugibst, dass er nichts dafür kann. Es gibt doch wichtigeres im Leben als andauernde Liebesbeweise zu bekommen. "Was wenn die Kinder durch die negativen Schwingungen total leiden und auch verkorksen? " Unsinn. Dein Mann meint es ja nicht böse, sagst du selber. D.h. also, eventuelle "negative Schwingungen" gehen alleine von dir aus. Das zu ändern hast du in der Hand. "Das Klappehalten lebe ich jetzt auch schon einige Zeit, weil ich einfach alles gesagt habe..... Aber es ändert nichts!" Es kommt auch drauf an, mit welcher Haltung man die Klappe hält. Man kann schweigen aus Beleidigtheit, dann verschließt man sich innerlich dem Anderen und lehnt ihn ab. Aber man kann auch schweigen, um aufmerksam hinzuhorchen, um aus liebevoller Distanz zu beobachten - sich selbst und den Anderen. Wenn du deinen Mann noch ein wenig liebst, sollte dir Letzters nicht schwerfallen.
Das ist unfair, denn die Ausgangsposterin hat berechtigte Sorgen, dass ihre Erkrankung durch seelischen Stress/Depressionen wiederkommt. Depressionen sind vergleichbar mit einer täglichen Schachtel Zigaretten, was das Krebsrisiko betrifft.
Die hier auftretenden hehren Eheretter in Ehren. Aber wenn man leider den Fehler machte, einen emotionalen Regenwurm geheiratet zu haben, kann man nicht den Rest des Lebens bzw. zumindest auf ungewisse Zeit darauf hinarbeiten, ihn zum sensiblen Elefanten hinzutherapieren. Es kann sein, dass Du derzeit nur die Wahl zwischen Ende mit Schrecken und Schrecken ohne Ende hast. Trenn Dich, wenn Du die Kraft hast. Der Regenwurm wird so schnell nicht unstumm werden und sich weiter winden. Man ändert Menschen nicht leicht, eigentlich gar nicht. Und mit 60 auf ein verkorkstes Leben zurückblicken, ist sch.....xxe...und die Kinder werden es Dir als letzte danken, eine zerrüttete Mutter zu haben. Dein Regenwurm muss ja nicht unnett und kann ja ein ganz lieber sein; aber wenn er nicht zu Dir passt.... So what.
Auch etwas, was "nicht böse gemeint" ist, kann sich böse anfühlen - und das darf es auch. Ich bin mir sicher, daß die meisten Eltern, die ihre Kinder schlagen, es nicht "böse meinen", sondern ihre Kinder sehr lieben. Meine Mutter hat es auch nicht "böse gemeint", als sie mich lieblos und verachtend behandelt hat. Sie hat es nicht anders gelernt - doch, sie ist schon sowas wie ein "gelernter Autist". Aber auch wenn sie es nicht böse gemeint hat und ich vom Kopf her sicher weiß, daß sie mich sehr liebt - 5 Jahre Therapie habe ich doch gebraucht, um das Kopfwissen um ihre Liebe und das Gefühlwissen um ihre Gefühlskälte zusammenzubringen. Nein, man muß nicht alles ertragen, was einem selber schadet, nur weil es "nicht böse gemeint" ist. Man darf gehen, wenn es zu viel wird. Gruß, Elisabeth.
Die letzten 10 Beiträge
- Habe ich richtig entschieden?
- Partnerschaft nach Geburt
- Partner kauft kleine Wohnung trotz anderer Pläne
- Trennung in der Schwangerschaft?
- Nach geburt partnr zieht sich irgentwie zurück.
- Partner will mit seiner Mutter verreisen, 6 Monate altes Baby
- Mein Mann kontrolliert mich
- Wie soll ich ihr Verhalten deuten?
- Mein Partner beteiligt sich nicht finanziell – wie würdet ihr reagieren?
- Partner gibt Geld für Ü18 Seiten aus