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Reduzierte Rolle "Mutter"? Wie seht ihr das?

Reduzierte Rolle "Mutter"? Wie seht ihr das?

Niffi

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Hallo an alle, mir macht momentan ein seltsamer Umstand sehr zu schaffen! Ich stelle kurz dar: Ich habe zwei Kinder, 3,5 Jahre und 6 Monate, bin sehr glücklich mit meinem Mann und den Kindern....es läuft wirklich alles (erschreckend) gut. Doch eines stört mich ganz arg. Seit der Geburt unseres zweiten Kindes bin ich NUR noch Mutter. Ich meine wirklich nur noch, immer und überall! Ich werde von allen Bekannten, Verwandten, Freunden, sogar von meinem Mann darauf "reduziert". (Obwohl es in sexueller Hinsicht supi läuft...also von daher doch noch ein Funken FRAU!) Eine wirklich tiefgründige Konversation will keiner mehr mit mir führen. Bei Debatten über andere Dinge als Brei, Schlafenszeiten oder Kindergarten werde ich kategorisch ausgeschlossen...stehe meist wie ein dummes Ding daneben! Nun bitte nicht falsch verstehen - ich bin sehr gerne Mutter, alles ist, wie ich es mir immer erträumt habe - aber dass man derart "ausgeschlossen" wird, macht mich total traurig. Ich erwische mich langsam sogar selbst dabei, dass ich mich dem füge und halt nur noch die Mami bin/gebe! Wie erlebt ihr das? Wie kann ich dieser Entwicklung gegensteuern? Als wir nur unsere Große hatten, war es bei Weitem noch nicht so schlimm. Ich will nicht nur als "die Gebärende" gesehen werden, die Hüterin, die Organisatorin des alltäglichen Wahnsinns, die Frau von x... Bin ich allein auf weiter Flur? Bitte um Rückmeldung! Danke, Niffi


Mitglied inaktiv

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kenne ich nicht. aber wart mal ab, wenn dein kleines größer ist. vielleicht darfst du dann wieder bei den großen mädchen mitspielen?


mf4

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Ach du schreck... ich bin froh, dass ich das so nicht erlebt habe. Gerade in meinem Freundeskreis gibt es das gar nicht. Auch wenn Baby/Kind dabei ist gibt es zu 90% andere Themen. bekannte schon eher... ein Baby ist für manche ein Anlass "einem ein Gespräch aufzudrängen" so scheint mir. Ich denke ich würde das so sagen, wie ich es empfinde, dass ich noch mehr vom Leben will als das Mutti sein und auch andere Interessen und Themen habe. Ich hatte Kinder weit bevor meine Freunde welche hatten und ich fand das toll, dass sie mich mit dickem Bauch überall mit hinnahmen und wir alles machten und bequatschten wie immer. Ist momentan umgekehrt so, dass es Babys gibt und meine Kinder älter sind. Kinder-Themen werden besprochen, wenn es ein Problem gibt, eine Neuigkeit usw.


Holly87

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Also ich kenne das in gewisser Weise. Ich musste meinem Freundeskreis ganz deutlich signalisieren, das ich immer noch die Selbe bin - auch mit Kind! Die erste Zeit mit Kind bekam ich auch nicht mehr Fragen als "Stillst du?", "Schläft sie durch", "Gibt du schon Brei?"...etc. pp. Ich musste da echt hingehen und sagen "Liebe Leute, ich interessiere mich auch nach wie vor noch für andere Dinge!!" Mit der Zeit habens die Leute kapiert und jetzt geht es! Ich bin auch gerne Mutter, keine Frage - aber ich bin auch ein Mensch mit Hobbys und Interessen, ich habe keine Lust die ganze Zeit die Essensgewohnheiten meiner Tochter zu diskutieren. Dann lieber darüber WAS ich koche und woher ich das Rezept habe. Ich glaube das muss man den Leuten manchmal einfach klar machen. Über Kinder reden sie alle gerne, aber das man selbst keine Lust hat immer den selben Mist zu erzählen, daran denken die wenigsten Leute. Also Fazit: Ich fühle mit dir!


Loraley

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Ich kenne das so auch gar nicht. Ich habe es genossen unter Nichtmüttern zu sein, ich muß sogar gestehen, daß ich die Gesellschaft von Müttern ( sagen wir mal von Menschen weiblichen Geschlechts, die nur deshalb an einem Ort zusammentreffen weil ihre Brut ein gemeinsames Ziel verfolgt sprich Krabbelgruppe, Kinderturnen oder Laterne basteln) richtiggehend gemieden habe. Gesprächsstoff gab es immer, du darfst dich halt nicht abdrängen lassen. Einfach mitsenfen, vielleicht bist du auch nur ein bisschen aus der Übung.


dr.snuggles

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bin müttern auch lieber aus dem weg gegangen. schlimmste sorte: "wir zahnen." uaaaaaaaah. kannst ja hier üben, wieder normal zu kommunizieren - dein post klingt doch schon ganz gut..:-)


mf4

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So war es bei mir auch... ich war zum Geburtsvorb.kurs ohne Kontakte für gemeinsames-Kinderwagen-schieben zu knüpfen, war nie in Krabbelgruppen oder ähnlichem. Ich saß auf dem Spielplatz mit Freundinnen und wir quatschten über Frauenzeugs, Männer, Klamotten, Musik, Bücher, Klatsch und Tratsch.... what ever. Die Kinder spielten und wir verglichen auch nie, ob Tobi eher lief als Erna und wie der Stuhlgang war.


Lyssi

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bei meiner schwägerin ist es umgekehrt: sie redet fast nur übers baby, brei und Windeln und ich (auch andere) setzen ihr mal andere themen vor, die nix mit baby zu tun haben.......... sie geht nur kaum darauf ein. ich selbst hab es auch nicht so erlebt wie du. Aber du solltest dich nicht einfach der NUR-MUTTER-ROLLE fügen... fragt dich das nächste mal jemand nach dem geschmack vom Hipp Gläschen antwortest du einfach: hab morgen nachmittag keine zeit, Friseurtermin steht an oder ne Shoppingtour... Punkt. Dumme Gesichter wegen der aneinander-vorbei-kommunikation einfach belächeln lg


Erdbeere81

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ich habe es auch erlebt. Die Familien neigen heute noch dazu. Wenn wir alle samt (4 Familien) bei Schwiegis zum Essen sind, sortiert mein Schwiegervater gern die Männer um sich herum, weil die Frauen ja eh nur über Babys und Rezepte reden . Das blöde ist, dass er auch recht hat. Es ist schwer meine 3 Schwägerinnen ( sind "nur" Hausfrauen) und Schwiemu über diese Themen hinaus zu kriegen. Unser Freundeskreis hat sich in den ersten 5 Jahren nach Geburt des ersten Kindes verändert. Ich hatte Freundinnen, die allein schon beim Tagesthemen aus der Zeitung (damals Israel) mit "Oh Gott, ich will davon nichts hören, ich habe genug Probleme zu Hause" wieder das Thema "Beikost" auf den Tisch schmissen. Ich rede sehr gern über Kinder (sonst wäre ich nicht beim rub gelandet) aber nicht ausschließlich. Die wirklich Änderung kam aber erst, als ich nach 1 Jahr wieder anfing zu arbeiten. Oder lag es doch an mir und meine Einstellung zu mir selber?


Nikas

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Ausgeschlossen, kategorisch? Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und aus eigener Erfahrung sagen, dass es nur an einem selbst liegt. Es sind doch die Muddis selbst, die dann nur noch Penaten und Pampers im Kopf und auf der Zunge haben.


Mitglied inaktiv

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Ich schließe mich an - ist mir nie passiert, habe aber auch nie "Muttis" gesucht...


Mitglied inaktiv

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Warum fügst Du dich ? Vor allem gegenüber deinem Mann ? Also ich kann das so gar nicht nachvollziehen. Selbst als ich bei den Kindern je 2 Jahre in Elternzeit war und nicht gearbeitet habe habe ich mit meinem Mann oder mit Bekannten/Verwandten wie "vorher" auch über andere Dinge unterhalten,schliesslich hört man doch weiterhin die Nachrichten, liest Zeitung oder hat zu grundlegenden Dingen eine Meinung. Klar, die "Geschichten aus der Arbeitswelt" fielen weg, aber wenn mein Mann dann von seiner Arbeit erzält hat, dann hatte ich dazu auch noch was zu sagen, habe interessiert zugehört und bin nicht gleich auf die "Kinderkacke" zu sprechen gekommen. Ich denke man kann da schon viel tun, um nicht als die "Mutti" abgestempelt zu werden. Schneide halt Du mal ein Thema an was ausserhalb des alltäglichen Kinderwahnsinns liegt. Man verblödet ja nicht automatisch und hat keine Meinung mehr zu der Welt "da draussen" nur weil man Kinder hat.


Kolkrabe

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... ich kenne kaum jemanden mit dem ich mich mal ernsthaft auseinander setzen könnte. Dauernd geht es nur um Kinder, Laternenbasteln, Weihnachtsgeschenke, Essenszeiten, Erziehungsfragen, Beziehungsprobleme. Über andere Dinge reden die meisten nicht mehr


Sakra

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ich hatte auch nie probleme, eher das gegenteil, dass ich nicht *das muddi* war. mit mir konnten die mütter nicht viel anfangen, da ich nicht oft das bedürfnis hatte über babyprobleme zu sprechen. vielleicht solltest du was an dir verändern und dich ohne kinder im schlepptau unters volk mischen?


Leena

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...mh, ich weiß nicht. Wenn ich mit jemandem Small Talk betreibe, dann rede ich auch eher über Kinder, Laternenbasteln, Essensfragen oder ähnliche weltbewegende Dinge. Das sind nun einmal Themen, über die ich mich freundlich mit irgendwelchen Mitmenschen unterhalten kann, ohne wirklich etwas sagen zu müssen oder provokant Stellung zu beziehen oder ähnliches. Gerade mit Leuten, die ich halt "kenne", zu denen ich aber nur eine freundlich-substanzlose Gruß-Beziehung habe, bieten sich solche Themen ja an. Und dann hat man etwas gesagt und sich nett unterhalten und überhaupt, und falls manche Thesen meines Gesprächspartners mir doch etwas sehr gewagt erscheinen, brumme ich halt in meinen nicht vorhandenen Bart... freundlich, nichtssagen, bloß keinem auf die Füßchen treten... mei, warum auch nicht, es SIND ja nun mal wirklich bloße Gruß-Bekanntschaften. Andererseits - der normale Alltag frisst bei mir schon viel Energie, und da fehlt mir sicherlich auch oft der Kraft, über substantielle Themen mit gewissenen Menschen wirkliche Gespräche zu führen. Wobei - ich bin eigentlich auch aus dem Alter raus, zu gewissen Themen endlose Grundsatz-Diskussionen führen zu können oder zu wollen. Zu vielen Themen habe ich nun einmal eine Meinung, die meisten Argumente für und wider habe ich schon gehört / geäußert, und "meine Leute" kenne ich eh gut genug, dass man sich viele Diskussionen sparen kann - finde ich zumindest. Und mit jemandem, der eh eine ähnliche Meinung hat wie ich, brauche ich auch nicht gemeinsam zu brummeln, wie recht wir doch haben... Klar, es gibt immer noch ein paar Themen, die ich spannend finde... aber meine Schiegerfamilie wäre jetzt auch nicht diejenigen, mit denen ich wirklich über Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder über die steuerliche Behandlung von häuslichen Arbeitszimmer oder meinetwegen auch in der Tiefe über die Wahlbarkeit eines Extremisten wie Romney diskutieren könnte... macht auch nichts, ich finde sie trotzdem nett. :-)


Niffi

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Viele interessante Ansätze...ich sollte mal in mich gehen und über eine Veränderung nachdenken! Mir geht es zwar auch so wie einigen meiner Vorposter, dass ich nur Leute ringsrum habe, die eben diese Themen besprechen, gerade WEIL es das Umfeld vorgibt! Ist ja klar! Also ich meine andere Mütter ....zu Schaaren! hmmm, das wird mir gerade erst richtig klar! Wir haben sage und schreibe 1 befreundetes Ehepaar (deren Kinder bereits erwachsen sind) und zu denen wir einigermaßen guten Kontakt pflegen...da war es so, dass wir letztens bei ihnen waren und sie nur mit meinem Mann sprachen über alle wichtigen Themen des Alltags. Ich war so allein... ...zwischendurch wurde mal ne Frage an mich eingeschoben, die eben Kinder oder Kochen betraf, nur um mich nicht ganz auszuschließen! Ich kam mir so bemitleidet vor! Zu allen anderen kinderlosen Paaren oder Paaren, deren Kinder bereits groß sind, haben wir den Kontakt verloren...wie das so oft klischeemäßig der Fall ist. ABER...ihr habt auch recht - ich sollte nicht nur außerhalb die Schuld suchen. Denn ich selbst switche oft zurück in den Mami-Modus in Gesprächen. Das meinte ich mit sich fügen! Ich glaube, ich reduziere mich selbst zu oft in diese Rolle - nur wenn es andere tun, fällt es auf und schmerzt! Klar, ohne Abwechslung erlebt man ja auch "nur" Kinder, da sind andere Themen schwierig, ohne gleich mit Halbwissen zu glänzen. Vielleicht schafft ein kinder- UND MAMIfreies Hobby Abhilfe!? Thanks! Danke für die Einblicke - mir öffnet sowas oft den Blick und den Geist! Schönen Abend, Ladies!


Butterflocke

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Ist mir auch nie passiert.... Ich war aber auch eine "schlechte" Mutter... Ich war immer die Wunsch-KS-sowie-Stillverweigerin, die auch noch leidenschaftlich Gläschenkost verfütterte und IM LEBEN keine Krabbelgruppe besucht hätte, ebenso wenig wie dieses Geburtsvorbereitungs-oder Rückbildungszeugs. Somit war ich wohl jeder halbwegs engagierten Mutter suspekt. Ich meide bis heute größere Ansammlungen von Müttern - in etwa auf Spielplätzen... Wie auch immer...ich denke auch, irgendetwas musst Du aussenden;-)


Strudelteigteilchen

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Ich kenne das auch so nicht, aber ich hatte auch immer Bereiche, in denen es einfach andere Gespräche geben MUSSTE. Meine Kollegen hatten grösstenteils keine Kinder - und wenn sie welche hatten, dann hätten sie wahrscheinlich nicht gewusst, ob Muddi Pampers oder Billigwindeln kauft - Vorteil eines männerlastigen Jobs *gg*. Auch jetzt gibt es genug Bereiche in meinem Leben, wo man zwar weiss, dass ich Mutter bin, wo das aber keine Relevanz hat. Ich denke, man muss sich einfach solche Bereiche schaffen. Ein Job ist dafür gut geeignet, aber ein Hobby (und das sollte dann nicht unbedingt ein Kurs zum Kindersocken-Häkeln) oder ein Ehrenamt tun es auch. Und natürlich etwas mehr Teilnahme am Weltgeschehen als nur die Tagesschau und Schlagzeile der Tageszeitung.


fiammetta

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Hi, nachdem von Anfang an jeder wußte, dass ich keine Hausfrauenmutti bin und nie sein werde, haben sich solche Dauergespräche bei mir nicht ergeben. Natürlich gab es die üblichen Höflichkeitsfragen nach Durchschlafen / Babykost / Kleidergrößen etc. Ich habe allerdings dann von mir aus die Gespräche so gelenkt wie ich es wollte, d.h. entweder habe ich das Thema gewechselt oder bin eben gegangen. Für gelangweilte Gespräche mit Menschen, die sich furchtbar gerne wichtig machen, weil sie ansonsten nicht wichtig sind über Themen, die sich seit der Steinzeit in immer gleichem Wortlaut abspielen habe ich weder Zeit noch Lust. Völlig überrascht war ich in der Krabbelgruppe, die ich brav wöchentlich besuchte, so denn es meine Termine zuließen und mein Mann dann dankend daheim bleiben konnte. Frauen, die ich ob ihrer bisherigen Berufe für relativ vernünftig gehalten hatte, versammelten sich bei - natürlich, was sonst! - selbst gebackenen Kuchen, bei denen sie sich gegenseitig übertrumpfen wollten (dazu muss man erst einmal die Zeit haben!) zwei Stunden lang an einem Tisch, hechelten das halbe Dorf durch, tauschten Kochrezepte und Bastelanleitungen durch, um dann irgendwann unweigerlich zur Muttiolympiade überzugehen. Nachdem ich aber keine Zeit zum Backen zum Beeindrucken anderer hatte, aber deren Bemühungen selbstverständlich sehr lobte, mich stundenlange Koch- und Bastelanleitungen maximal anöden und ich dann eben das Thema wechsle und ich von Anfang an verkündet hatte, dass ich Wettbewerbe im Sinne von "Wer ist die tollste Mutti" vs. "Wer hat das tollste Kind" und "Das hat er/sie NUR von mir" extrem lächerlich finde, wurde ich die ersten Male abwartend beäugt und irgendwann war klar, dass ich mich gerne brav zurückhalte und grundsätzlich immer nett bin, wenn andere zu mir nett sind. Ich war eben somit der Exot, den man mit manchen Themen einfach nicht behelligte, Ende. Auf Freundschaften war ich eh` nicht scharf gewesen und der Rest war dann ganz nett, wenn auch nicht meine Welt. Die Frage ist halt, was bei Dir "wirklich tiefgründige Konversation" bedeutet. Mit mir redet keiner über Chomskys Linguistik, die Rolle Vergils bei Dante, die Aufgaben des modernen Theaters oder meinetwegen den Einfluss einer Théroigne de Méricourt auf den modernen Feminismus - einfach, weil in meinem hiesigen Umfeld nahezu keiner eine Ahnung davon hat. Ich kenne aber auch Frauen, die halten das Kommentieren einer gerade erblühten Tulpe für ein hochintellektuelles und absolut tiefschürfendes Gespräch. Anders ausgedrückt: Such Dir selbst ein anderes Umfeld, vermittle, dass Du auch noch etwas anderes in Deinem Leben hast als nur noch den Rückzug ins Dekorative und führe Gespräche statt sie Dir aufdrücken lassen. Bedenke aber, dass Du damit auch einiges an aktuellem Umfeld zugunsten eines neuen einbüßen wirst - die Frage ist, ob Du das überhaupt willst. LG Fiammetta


dr.snuggles

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Antwort auf Beitrag von fiammetta

eine userin schreibt, dass obama die wahl gewonnen hat und sie hofft, dass ihr kind heute nicht krank ist. von 8 antworten ging nur eine userin auf den wahlsieg obamas ein, der rest äußerte sich nur zum kind...


Holly87

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Antwort auf Beitrag von dr.snuggles

Ja, gutes Beispiel. Wobei man natürlich auch bemerken muss, das gerade im RUB die geballte "Mutterpower" ist. So wie in den Monatsforen. Ich bin selbst im Feb. 12 -Forum unterwegs. Da gehts den ganzen Tag nur über die Kinder. Ist auch okay. Das Schöne ist ja, das man einfach das Forum und somit das Thema wechseln kann, wenn man keine Lust mehr hat. Das kann man leider in der echten Krabbelgruppe nicht.


DecafLofat

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mir geht es wie leena, mannchmal bin ich einfach zu müde um an ernthaften debatten oder auch schlicht gesprächen teilzunehmen. das sind dann allerdings phasen und wenn das zahnen (snuggles, es IST anstrengend... du erinnerst dich bestimmt!) dann mal vorbei ist dann tankt man auch wieder kraft wenn man nachts selber mal drei stunden am stück schläft. allerdings habe ich auch drauf geachtet, dass ich mich nicht NUR mit müttern umgebe - und obwohl ich das HAUPTSÄCHLICH doch tue (der rest der mannschaft arbeitet nun mal), sind da einige dabei, die ihr hirn nicht mit ihrer plazenta rausgepresst haben. und mit denen kann man durchaus auch vernünftige themen behandeln. dafür liebe ich auch dieses forum (das rub im allgemeinen, das aktuell, facebook...) denn ansonsten würde sich die konversation die ich mit erwachsenen betreibe tagsüber auf die bäckereiverkäuferin und evtl noch die nachbarin beschränken, gerade an so tagen wie heute: fizzeldauerregen, wind, bäh. und ich autolos, da in der werkstatt. ich geniesse heute die stille, wir haben alle ne anstrengende nacht hinter uns da eine zahnt, drei sind erkältet, die einzige die gesund ist bin ich, leider bin ich auch die einzige die bei jedem mucks nachts wach wird, und bei der schlafplatzwahl familienbett (links und rechts je ein kind dran...) wäre ich heute nacht fast amok gelaufen.... ich höre jeden schnarcher, röchler, jedes drehen, schnullern, aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaargh! es liegt doch auch an dir, einfach mal ein thema anzuschneiden. just do it. und MEIDE gruppen für kinder, das sind meist nur ratschgelegenheiten für die mamas. geh lieber ins cafe und frühstücke da, wenn dir nach menschen zumute ist. das hat mir meine hebamme schon recht früh beim ersten kind eingetrichtert. ich danke ihr heute noch dafür.


dr.snuggles

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Antwort auf Beitrag von DecafLofat

es ging um das "wir", nicht um das zahnen....:-)


Tigerkralle

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Antwort auf Beitrag von Niffi

Meine Erfahrung: Man wird so behandelt, wie man sich behandeln lässt. Wenn Du so glücklich in Deiner Mutterrolle bist, strahlst Du das wahrscheinlich auch aus. Wie verhältst Du Dich denn in Gesellschaft? Lässt Du Dich wirklich auf ein Gespräch ein, oder bist Du dauernd mit Deinen Kindern beschäftigt? Ich ungerhalte mich sehr ungern mit Müttern, die sich ständig nur ihren Kindern zwenden. Da kommt kein Gespräch zustande und man fühlt sich, als würde man stören..


DecafLofat

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ich hab neu freundin, ich mag sie wirklich sehr gerne, aber wann immer ich sie anrufe oder - und das ist das lustige - sie mich, ist NUR kindergeschrei, sie spricht mind. 2/3 der zeit mit ihren kindern, das NERVT! ich hab auch kinder, bei uns ist auch halligalli, aber ich verlasse dann den raum in dem meine kinder sind und beschränke mich auf das nötigste, bzw rufe dann an wenn ruhe ist (abends) alles andere finde ich respektlos.


Holly87

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Antwort auf Beitrag von DecafLofat

Das ist wie bei meiner Schwester. Ruft man nachmittags an quatscht sie die ganze Zeit parallel mit den Kindern. Ruft man abends an, meckert sie weil man mit dem Klingelton dann vielleicht die Kinder geweckt hat. Ich bin ja auch nicht gerade begeistert wenn man bei uns abends nach 8 Sturm klingelt (das ist echt laut!), aber so ein dummes Telefon kann man doch etwas leiser stellen


mf4

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Antwort auf Beitrag von Holly87

Kann man doch alles klären... nur in Notfällen abends/nachts klingeln Telefon lautlos oder leiser stellen ist ganz einfach


Holly87

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Antwort auf Beitrag von mf4

Jo, sag' ich ja. Nur meine Schwester nimmt es nicht an Ich hänge, wenns sein muss, auch nachts die Klingel einfach ab. Ein Post - it an der Klingel reicht zur Not auch.


Holly87

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Antwort auf Beitrag von mf4

Jo, sag' ich ja. Nur meine Schwester nimmt es nicht an Ich hänge, wenns sein muss, auch nachts die Klingel einfach ab. Ein Post - it an der Klingel reicht zur Not auch.


mf4

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Antwort auf Beitrag von Holly87

Meine lässt sich nicht abstellen aber in der Familie und Freundeskreis haben wohl alle Anstand. Abends/Nachts klingeln ist nicht angesagt. Wenn jemand vorbei kommt dann kurz SMS oder anklingeln am Handy und ich mache die Tür auf.


MM

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Antwort auf Beitrag von Niffi

... "wie ein dummes Ding daneben"??? Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen... Also z.B. bei einem Treffen, wo Freunde oder Verwandte da sind oder so - ich meine, wenn es eine interessante Diskussion gibt, dann diskutier ich einfach mit, egal ob ich dabei ein Baby im Arm halte (oder sogar stille ;-))! Wie kommt es denn dazu, dass du ausgeschlossen wirst? Schliesst du dich nicht vielleicht selbst aus? " Ich werde von allen Bekannten, Verwandten, Freunden, sogar von meinem Mann darauf "reduziert". " -> Wie genau äussert sich das, wie machen sie das? Und warum LÄSST du es machen??? Also ich kam mir eigentlich nie so vor. Eher hatte ich oft keie grosse Lust auf Babygespräche mit anderen Müttern, z.B. beim Babyschwimmen oder so. Ich hab die "kinderfreien" Zeiten, die es gab (Baby schläft, Kleinkinde beschäftigst sich ne Weile selbst) immer viel für mich z.B. zum Lesen genutzt - und eben auch für Gespräche, wenn Gelegenheit war. Hast du diejenigen, von denen du dich so ausgeschlossen und reduziert fühlst, mal darauf angesprochen?


Niffi

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Antwort auf Beitrag von MM

hmmm, also bei Freunden war es neulich so... Wir traben da als Family an: Mann, ich, Tochter 3,5J. und Sohn 5Mon. ...wir setzen uns, es wird Kaffee angeboten usw. Die Freunde haben einen kleinen Hund, der gerne durchs Gesicht schleckt und springt etc. Wir sitzen, Mann und Bekannte sind schnell im Gespräch, denn ich packe erstmal Kinder aus (Herbstklamotten). Dann will Baby Flasche, ich mixe und gebe ihm diese. Nebenbei versuche ich auf meine Tochter einzugehen, die zur Zeit ne Laber-Phase vom Feinsten hat! Außerdem beobachte ich durchweg, ob der Hund gerade einem meiner Kinder irgendwas aus der Hand frißt oder ihnen durchs Gesicht leckt, meine Nackenhaare stellen sich auf. Mit einem Ohr versuche ich das Gespräch zwischen meinem Mann und den Freunden zu verfolgen um bei Zwischenfragen auf dem Stand zu sein. Dabei wiederum stört ständig die Große, weil sie es kaum akzeptiert zu warten und nicht grade die Nr. 1 zu sein. In "stillen" Momenten wird mal bemitleidend rübergefragt: "Und? Schläft er schon durch?" Mein Mann trinkt gemütlich Kaffee, plaudert, hin und wieder verschwinden die Männer nach draußen zum Qualmen. Als es Zeit ist zum gehen, stecke ich die Kinder wieder in ihre Klamotten, verstaue all unsere Utensilien und verabschiede mich nett. Schweißgebadet ab ins Auto mit quakenden Kids nach Hause. Alles in allem, ein wunderbarer Nachmittag........für meinem Mann! Evtl. sollten wir die Rollenverteilung nochmal überdenken, nachdem ich das hier selbst gerade lese....grummel...


DecafLofat

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Antwort auf Beitrag von Niffi

was du schilderst kenne ich. habe bei geburt von kind 3 (also eigentlich schon in der schwangerscahft, genauergenommen nach dem letzten weihnachtsmarathon bei geschiedenen (!) schwiegereltern, wir steckten mitten in umzugsvorbereitungen) beschlossen: Aus ende. wer uns sehen will darf uns gerne besuchen aber ICH mach das theater nicht mehr mit, alle hinkarren, nix zum spielen da, kinder überdreht wie auf red bull, ich am ende, nur am hecheln, komm nicht zum reen - nee. viel entspannter seitdem!