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Ob das alles so richtig ist..... bin verzweifelt....

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Hallo, bin neu hier und hoffe, ich kann mich mal ausheulen.... fürchte das wird lang. Vielleicht bin ich ja auch schräg drauf, aber richtig gut fühlt sich das nicht mehr an. Bin seit 7 Jahren verheiratet, wir haben 2 Kinder (Mädchen, 3,5 Jahre, Junge, 5 Monate) und mein Mann ist berufstechnisch unter der Woche unterwegs, d.h. ich quasi alleinerziehend. Mittlerweile, wenn er mal Samstag/Sonntag da ist, bringt er nicht einmal mehr eins der Kinder zu Bett, sagt auch nicht Gute Nacht zu ihnen. Meistens sitzt er auf dem Sofa mit seinem Laptop und arbeitet und wenn ich dann irgendwann um 21 Uhr runter komme, sagt er dann gegen 22 Uhr "ach, ist es schon wieder so spät"... Ich versteh ja, dass er so viel arbeitenm muss, er steht auch sehr unter Druck. Aber was anderes hier in der Nähe suchen kann/will er sich auch nicht, weil er dann weniger verdienen würde und seinen Status verliert. Meinen Kindern ist es mittlerweile egal, unsere Tochter fragt schon gar nicht mehr, wieso Papa nicht gute Nacht sagt oder nicht mit uns gemeinsam frühstückt etc. ( er schläft eigentlich das ganze Wochenende, ausser, das er nachmittags zum Sportstudio fährt). Heute (am Karfreitag) kam er gegen 12 Uhr mittags aus München (wir wohnen in Norddeutschland) da er bis gestern abend arbeiten musste und sich danach noch mit alten Kumpels, die in München wohnen getroffen hat. Mit einer Fahne nach Alkohol und Zigaretten schmiss er sein Gepäck mitten ins Zimmer und lief direkt ins Schlafzimmer, wo er jetzt noch vor sich hin schnarcht. Im Mai fliegt er nach Chicago und macht noch einen privaten Abstecher nach Miami um alte Freunde zu treffen und wir sitzen daher am 1. Mai, an Muttertag sowie Himmelfahrt alleine hier. Zum Glück deckt mein Vater den "Papatag" im Kindergarten für meine Tochter ab, sonst wäre sie totunglücklich. Also langsam wirds mir zu blöd. da ich eh immer alleine mit allem bin, frag ich mich, wieso und wozu ich ihn überhaupt noch brauche. Eigentlich räum ich nur noch seinen Dreck weg und wasche seine Klamotten , die er hier am Wochenende ablädt. Wenn ich mit ihm reden will, sagt er nur, laber mich nicht voll, ich habe schon genug Stress. Ich bin sehr traurig und wollte eigentlich mein Leben lang mit einem einzigen Mann verheiratet sein. Aber mittlerweile fühl ich mich total alleine und eigentlich sind es nur meine Kinder, die mich von krasseren Massnahmen abhalten. Ich möchte wirklich keine scheidung oder sowas, da habe ich einen Horror vor, dass die dann auf einmal hin- und hergereicht werden und auch unglücklich werden und ihr Leben ruiniert ist. Vor Jahren waren wir sogar mal bei einer Eheberaterin, weil er der Meinung war, dass ich ihn nur vollmeckere und die mir jetzt mal die Meinung sagen sollte. Vorsichtig hat sie dann zu bedenken gegeben, dass er ja eigentlich derjenige ist, der es uns nicht gerade leicht macht, daraufhin verlief das Ganze dann im sande (die war ja auf meiner seite................) ich weiss gar nicht was ich jetzt machen soll, ich bin einfach nur traurig und total einsam. Entschuldigung, dass ich hier so rumheule, aber geht es vielleicht noch jemand so? Ist so ein Desinteresse normal? Wird das wieder? Kann man so auf dauer leben? Vielen dank, dass mir jemand zuhört. Wünsche Euch allen ein schönes Osterfest. Liebe Grüße Susanne


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hallo susanne, eigentlich bin ich alleine mit meinen kids und aktiv nur im ae-forum, oft lese ich aber auch hier mit und gaaaanz selten schreibe ich auch was... bei mir ist es so, dass ich vollzeit arbeite - und im schichtdienst. derzeit habe ich viel kontakt zu einem "alten" ex-freund, der selbstaendig ist (baugewerbe) und zwar "normale" arbeitszeiten hat, aber eigentlich auch keine freizeit kennt. das war damals schon ein problem, als wir vor vielen jahren zusammen waren. ich moechte nicht so weit gehen und unsere gerade wieder aufkeimende freundschaft in die naehe von "beziehung" oder "partnerschaft" zu ruecken, aber gerade jetzt merke ich es wieder mehr als deutlich, wie sehr ich doch in meiner ein-elter-familie auch die maennliche position einnehme, und wie schwer es doch ist, fuer einen partner ueberhaupt zeit freizuschaufeln... unter diesem gesichtspunkt kann ich dir nur einen rat geben... und zwar, baue dir dein eigenes leben auf, gestalte es so, wie es dir guttut und wie du moechtest, ohne dein wohl und wehe von deinem mann abhaengig zu machen. das geht natuerlich nur, wenn du in der lage bist, da eine gewisse innere distanz an den tag zu legen und eben die situation so, wie sie ist, auch akzeptieren kannst. ob so ein arrangement auf dauer funktionieren wird, kann ich dir nicht sagen. vielleicht stellt einer von euch beiden (oder ihr beide gemeinsam) irgendwann fest, dass ihr euch mit euerer lebensplanung voellig voneinander entfernt habt und dass es keine gemeinsamkeiten mehr gibt... aber eine garantie hat man im leben nie. und vielleicht sehen das die gluecklich verheirateten oder verbandelten frauen hier im forum ganz anders und haben einen anderen rat fuer dich. alles hinschmeissen wuerde ich nicht - sondern erst mal ganz tief in mich hineinhorchen, wie ich meine eigene sichtweise aendern und mich mit der derzeitigen situation arrangieren kann. trennen kann man sich immer noch, wenn gar ueberhaupt nix mehr geht... liebe gruesse, martina.


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Ohje... Lass dich erstmal druecken Schade, dass es bei euch so daneben ist im Moment... Klar, kann man schnell sagen "trenn dich, das ist besser" aber vielleicht solltet ihr nochmal etwas an euch arbeiten. Liebst du deinen Mann noch, liebt dein Mann dich noch? Wenn ja, dann setzt alles dran, eure Ehe zu "retten" also nochmal Eheberatung, viel reden usw... Wenn von beiden Seiten nicht mehr viel kommt, wieso solltest du dir eine vielleicht gluecklichere Zukunft alleine verbauen? Klar, den Kindern gehts bestimmt auch nicht gut mit einer Trennung - aber so wie es aussieht sehen sie dich eh schon als alleinerziehende Mama an und Papa wird gar nicht so stark vermisst... Da hast du wahrscheinlich auch gute Chancen auf alleiniges Sorgerecht... Ich bin absolut keine Expertin was sowas angeht, bin selbst noch nie in so einer Situation gewesen, aber ich sage dir einfach mal, was ich dazu denke... Hoffe, ihr schafft das und wenn nicht, dann wuensche ich dir ganz viel Kraft fuer die bevorstehende Zeit


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Hallo Susanne, wir sind berufs- und familientechnisch in einer sehr ähnlichen Situation. Wohnen in Norddeutschland, mein Mann arbeitet vier Zugstunden (one way) weit entfernt. Um es vorab zu sagen: So eine Entfernung wie München wäre nicht drin gewesen, da hätte ich Veto eingelegt. Und auch sonst kann ich viele Aspekte deines Alltags nachvollziehen, finde sie aber keinesfalls normal und würde es (genau wie du) auch nicht mitmachen. Also: Ich fühle mich die meiste Zeit über auch total alleinerziehend. Schließlich kommen mir alle Alltagsaufgaben, Entscheidungen, Regelungen und Erledigungen zu. Ich habe zwar zwischenzeitlich die Möglichkeit, mich mit meinem Mann abzusprechen, aber letztendlich bleibt es doch an mir hängen. Zumal ich ihn nicht aus einem Meeting holen kann und oft genug selbst von Meeting zu Meeting hüpfe, um alles zeitlich unter einen Hut zu bekommen. Das Angebot, auswärts ein Projekt anzunehmen, kam ziemlich aus heiterem Himmel. Wir haben lange geredet und uns darauf geeinigt, dann mein Mann dort eine Vier-Tage-Woche macht, den Rest der Zeit hier ist und vor Ort andere Projekte betreut. Wenn ich für den Job reisen muss oder sonst etwas anfällt, arbeitet er von zu Hause aus. Die Tendenz, ewig am Schreibtisch zu hocken und die Welt um sich nicht mehr mitzubekommen, die hat er auch und die kenne ich schon aus früheren Tagen. Als Selbständiger findet er eben schwer ein Ende und hat zudem sein Hobby zum Beruf gemacht. Sobald das Überhand nimmt, schiebe ich ganz klar einen Riegel davor und erinnere ihn an seine anderen "Pflichten". Zudem lasse ich ihn bewusst Dinge erledigen, die ich unter der Woche mache und nicht immer tun müsse, wäre er dauerhaft hier. Das sind winzige Dinge wie Kaffeekochen, Blumen gießen, Essen zubereiten. Familiäre Geschichten sind für ihn ohnehin sonst selbstverständlich und das macht er mit Hingabe Die Kleinen kommen also nicht zu kurz. Ich erwarte ihn hier donnerstagsabends auch schon mit einer riesen Liste Zudem Lasse ich ihn die Wäsche selbst erledigen und sage Stopp, wenn er am Sonntag wieder abhauen will, ohne die zuvor von ihm auf die schnelle verwüstete Küche zumindest etwas aufgeräumt zu haben. Ich bin doch kein Hotel! In dem Fall muss er eben einen Zug später nehmen. Du siehst, ich fordere ganz klar Sachen ein, weil ich schließlich diejenige bin, die hier alleine mit dem ganzen Gekladder hockt. Gut, im Gegenzug sitzt er in der anderen Stadt jeden Abend alleine in seiner Wohnung, während wir es uns hier im großen Haus mit vielen Annehmlichkeiten bequem machen. Wann immer es sich anbietet, besuchen wir ihn auch über's Wochenende etc. Nun hab ich ganz schön viel von unserer Situation erzählt, ohne dir wirklich zu helfen. Wenn eure Partnerschaft noch eine Chance haben soll, müsste sich gewaltig was ändern. Es scheint ja schon länger was im Argen zu sein, wenn dein Mann damals schon behauptet hat, du würdest nur meckern. Ich denke, er müsste dringend Stress abbauen, sich auch auf andere Dinge einlassen können und überhaupt erst bereit dazu sein, euch als Familie zu sehen. Man könnte den Eindruck bekommen, ihr seid ihm egal. Wenn er es nicht mal schafft, seinen Kindern gute Nacht zu sagen? Da stellt sich mir die Frage, ob die Kids eine Trennung überhaupt BEMERKEN würden. Ehrlich, das täte mir weh zu sehen, wenn ein eigentlich noch "vorhandener" Papa so wenig Interesse zeigt. Ich würde mir überlegen, was du dir von ihm wünscht und wie man es umsetzen könnte. Mach ihm klar, dass alles Geld der Welt nichts nützt, wenn die Familie daran zerbricht. Dann lieber in der Nähe arbeiten und weniger verdienen. Sei konsequent und erkläre ihm, was passiert, wenn sich nichts ändert. Denn so kann es doch für niemanden angenehm sein, oder? Übrigens hole ich mir gerne mal Tipps hier im AE-Forum. Das hat mir schon oft geholfen, wenn ich vor Situationen stand, die ich allein nicht recht bewerkstelligen konnte und wenn ich mich mal wieder in Erziehung und Co. total auf mich selbst gestellt gefühlt hab. Alles Gute terkey


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Hallo Susanne, ich habe so eine ziemlich gleiche Ergahrung hinter mir. Und ich kann Dir nur raten: DU bist für DICH verantwortlich. Mache dein leben so, dass es für DICH passt. Und dazu sage ich auch: änder nicht ihn, sondern mache Deine lebenseinstellung so, daß es Dir gut geht. Lass ihn (großteils) so wie er ist, wenn er es nicht schafft sich zu ändern. Aber dann löse Dich innerlich, erwarte nicht (ständig) Dinge von ihm, die er anscheinend nicht leisten kann. Ichhab mein Ding gemacht, mein Leben (und das der Kinder) so organisiert wie ich das wollte. Nicht das, was man unter "ideale Partnerschaft" versteht, aber so ging es mir (und auch den Kindern) am besten damit. Ich bin auch mit den Kindern alleine in den Urlaub geflogen, und mir ging es prima dabei! Viel besser als ich dachte. Überlege Dir, worin Du Deine Kraft investierst, welche Chance gibt es denn deinen Mann zu "ändern"? Wie gesagt: ich habe mich eben so organisiert wie es mir gut ging, nicht auf ihn gewartet, nicht auf ihn gezählt (und an deiner Stelle wohl ihn seinen Krempel weitestgehend selbst waschen lassen, weil ich GERADE DANN laaaang mit den Kindern unterwegs gewesen wäre.. Ja, ich hätte es mir (in meinen romatischen Ursprungsträäumen) auch anders gewünscht, aber mei..... Natürlich betshet schon die Frage, WARUM er so ist und handelt wie er ist. Das würde ich aber nur am rande versuchen rauszufinden. Bei uns war es dann so: nach einigen Jahren (in denen wir auch Paartherpie hatten) habe ich dann gemerkt, daß es eben SO nicht (mehr) geht. und habe ihm gesagt dass ich mich trennen will. DA gingen dann die (= seine) Augen auf und die Einstellung änderte sich schlagartig. Aber trotzdemm habe ich auf die Trennung bestanden um Abstand zu bekommen. Aus der Trennung heraus wurde dann einiges aufgearbeitet und nun sind wir wieder zusammen. Nicht ideal, aber meist besser als zuvor.... Nochmal: DU bist dafür verantwortlich dass es DIR gut geht, mach das! Ob Trennung oder nicht wird sich dann irgendwann weisen....Zumal er ja eh' kaum da ist. Liebe Grüße Désirée


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Wir sind in fast der gleichen Situation. Ich kann nur bestätigen, was die anderen Mädels hier auch schon sagten: such Dir Deine eigenen Wege, um mit der Lage klarzukommen. Wenn Du das nicht schaffst, musst Du Dich halt trennen. Ich bin auch berufstätig und arbeite mich gerade in eine neue Position ein, die mir auch sehr viel abverlangt. Dadurch wurde der Part der *Nursoein bisschenmitarbeitenden Mama* neu defininiert und er war gezwungen auch darüber nachzudenken, wie es dann hier zu Hause weitergeht. Ich akzeptiere, dass er seinen Job sehr ernst nimmt und ihn nicht in 0-8-15 Manier abreißt. Aber ich nehme mir das gleiche Recht heraus. Du hast zwei Kleinkinder-das ist vergleichbar mit einem Job; das würde ich ihm mal klarmachen. Die Wochenenden sind bei uns klar aufgeteilt: ich darf samstags auschlafen; er sonntags. Das zumindest kann Dein Mann auch leisten: Du brauchst gerade als Mama von einem Baby auch einen Tag, an dem Du ausschlafen kannst. Bei allem Respekt für seinen Job und allem Verständnis dafür, dass er mal Freunde treffen und am Wochenende alle fünf gerade sein lassen will: er ist auch Vater und sollte wenigstens einen Tag in der Woche haben, der nur seiner Familie gewidmet ist und diesen Tag solltet Ihr festlegen. Ihr werdet sehen, dass das Wunder bewirkt: klare Fronten, keine Gemecker mehr, zufriedene Kinder, zufriedene Mama und bald auch zufriedener Papa. So funktioniert es bei uns. Natürlich muss ich auch Abstriche machen und wir können unter der Woche mal nicht eben ins Kino oder so; da sitzt er bis Ultimo am PC oder kommt erst super spät nach Hause oder hat noch eine Telefonkonferenz. Würde er einen nine-to-five Job haben, wäre das anders-aber auch sein Gehalt geringer. Wird bei Euch wahrscheinlich ähnlich sein. Hier muss man dann eben gewichten: wir hatten keine andere Wahl, weil mein Mann Unterhaltsverpflichtungen gegenüber seinen Kindern aus erster Ehe hat; aber bei Euch ist es vielleicht möglich. Aber: willst Du das überhaupt? Wäre es ok für Dich, wenn Euer Lebensstil anders wäre oder profitierst Du letzlich auch davon, dass Dein Mann seinen Job so macht, wie er ihn eben macht? LG, Kathrin


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... für Eure Mühe und eure Antworten. Ja klar, ich muss alles so einrichten, wie es für mich und meine Kinder am Besten passt. Bloß kommt es dann auch vor, dass wir uns mit anderen Familien an Wochenenden verabreden und er dann plötzlich doch mal Zeit hat und dann ist auch wieder alles Käse und ich hör mir Vorwürfe an, dass wir den Sonntag getrennt verbringen müssen. Heute und das Osterwochenende muss er auch irgendwelche Folien vorbereiten, er hat also wieder keine Zeit für uns. Eigentlich hatte er das versprochen. Naja, das nächste Mal, wenn Feiertage sind, werde ich einfach mal einen Kurzurlaub in Erwägung ziehen (was mit den beiden Kindern auch nicht gerade entspannt sein würde, aber dann haben wir 3 wenigstens mal einen Tapetenwechsel). An abwechselndes Ausschlafen, wie vorgeschlagen, ist überhaupt nicht zu denken. Die Kinder und ich sind eigentlich immer um 7 wach und er schläft sich aus. Das würde er einfach nicht machen, und ich glaube, ich könnte auch überhaupt nicht mehr länger als bis 7 schlafen. Naja, mal sehen, was die Zeit bringt. Man lebt ja nur einmal und ich weiss nicht, wie lange das noch gut geht. Ich glaube auch nicht, dass es ihm so gut geht bei der Sache. Ich find es jedenfalls toll, dass sich auch welche von euch gemeldet haben, die in einer ähnlichen Situation sind. Ich kenn nämlich sonst keinen, der so leben muss. Hier kommen alle Papas spätestens um 17 Uhr heim und wandern mit ihren Kids zum Spielplatz, zum Kinderturnen oder werfen den Grill an. Und ich sitz dann allein im Garten mit den beiden. Von den mitleidigen Bemerkungen "wie schaffst du das bloss" mal ganz zu schweigen. Eigentlich kümmere ich mich auch wirklich gerne um meine beiden Kleinen aber es zerreisst mir auch das Herz, wenn er sie nicht mal ansieht, wenn er nach Hause kommt. Nochmal vielen dank! Susanne (und schöne Ostern nochmal!)


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Aber eine Frage: er arbeitet in München, ihr wohnt in Norddeutschland?! Warum zieht ihr nicht in den Süden Deutschlands - dann hättet ihr auch in der Woche vielleicht ein wenig Zeit miteinander? Und wenn nicht, die Wochenende wären definitiv länger, da ja die Wahnsinnsfahrt Freitags und Sonntags wegfallen würde. Ist das keine Option für euch?


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Ganz wertfrei ein paar spontane Gedanken: Mein Ex war beruflich nicht unterwegs und hatte damals trotzdem nie Zeit für uns - merkwürdigerweise hat sich das nach der Trennung vorbildlich geändert. Vermutlich ist es so, dass ihr durch die viele Arbeit viel Geld zur Verfügung habt. Hier muss man natürlich für sich einfach abwägen, inwieweit der Lebensstil wichtig ist. Ich war in 9 Jahren dreimal eine Woche im Urlaub, einmal eine Woche Sauerland, einemal ein Türkei-Billigschnäppchen und einmal eine Woche Tschechien (sehr günstig ). Trotzdem bin ich nicht unglücklich, weil mir klar ist, dass mehr Geld eben bedeuten würde, dass ich 40 Stunden oder mehr ackern müsste und ich mit meinen 28 Stunden plus alleinerziehendem Haushalt und Fernbeziehung eigentlich voll ausgelastet bin. Da dein Mann offenbar der Alleinverdiener ist, triffst aber die Entscheidung über seine Arbeitszeit nicht du, sondern überwiegend ER. Wichtig wären mir Punkte, die oben schon genannt wurden. Ihr müsst euch dringend Freiräume schaffen als Familie, aber auch als Paar. Sonst sitzt ihr irgendwann mal da und "habt euch verloren". Das muss er einsehen und das hat auch nix mit meckern zu tun. Sowas kann er dann ja sicher langfristig planen, wenn eben kurzfristig berufsbedingt nix geht bei ihm. Den Trip nach Miami hat er ja auch hingekriegt. Ansonsten schließe ich mich den anderen an. DU musst für dich Möglichkeiten finden, dein Leben zu gestalten. Wenn dir dieses Leben mit ihm "zuwenig" an Gemeinsamkeit und Gefühl ist, dann wirst du wohl zwangsläufig irgendwann deinen Weg ohne ihn weitergehen. Da Kommunikation bei euch offenbar schwierig ist (er fühlt sich angemeckert) und ich vermute, er wird keine Zeit für eine Eheberatung haben - ich würde es mal schriftlich versuchen. Schreib ihm einen Brief, aber nicht mit Vorwürfen mit "nie bist du da" sondern mit "es macht mich traurig, dass wir uns so selten haben". Verpack ihm das richtig. Hebe auch heraus, dass du seinen Stress und sein materielles Bemühen siehst (den Stress er sicherlich hat) und ja auch dankbar bist, dass ihr (vermutlich) einen hochwertigen Lebensstil habt. Daumendrückende Grüße J.


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Hm, dass er keine Zeit hat, irgendwelche Hausarbeiten zu übernehmen, sehe ich noch ein. Und da sich das so eingespielt hat, wird es auch nicht mehr leicht zu ändern sein. Damit kannst du anscheinend auch noch relativ gut umgehen. Aber, dass er seine Kinder überhaupt nicht beachtet, finde ich unmöglich. Er muss sie ja nicht wickeln, füttern oder baden, wenn er so wahnsinnig im Stress ist. Aber mal kuscheln, spielen, ein Buch vorlesen, Gute-Nacht-sagen (!) - die schönen Seiten des Vaterseins, 10 Minuten -, das muss sehr wohl drin sein. Wozu bitte hat er denn eine Familie gegründet? Und da das Baby ja noch sehr klein ist, wurde es verm. schon in diese Situation hineingeboren. War das auch sein Wunschkind? Hat er denn wenigstens ein bißchen Interesse an dir, als Person? Telefoniert ihr und unterhaltet euch über euren Tag? Ich bin in der Papa-Hinsicht sehr verwöhnt, und ich muss dir ehrlich sagen, dass ich so nicht leben wollte. Entweder müsste er wieder lernen, Interesse zu zeigen, oder er könnte komplett ausziehen. Das wäre für die Kinder wohl auch nicht schlimmer, als ihn um sich zu haben und zu sehen, dass er null Interesse an ihnen hat. Das kann ich echt nicht verstehen. Dass man das Interesse an der Ehe und dem Partner verliert, das kann passieren. Aber doch nicht an den Kindern. Ich glaube auch nicht, dass er im Fall einer Trennung die Kinder oft sehen wollen würde. Ihr passt doch jetzt schon nicht in seinen Terminplan. Also, entweder du gibst dich mit dem zufrieden, was ihr habt, oder du bringst ihn zumindest dazu, eine Beratungsstelle mit dir aufzusuchen. Auch wenn wohl einige Familien so oder so ähnlich leben, "normal" ist das nicht. Und auch kein gutes Vorbild für die Kinder. Noch sind sie klein, aber wenn sie mal anfangen, ihr Leben mit dem anderer Kinder zu vergleichen, werden sie definitiv unter dem Desinteresse leiden. Alles Gute!


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Helfen kann ich Dir nicht nur eines wollte ich sagen: Ich habe mich auch damals getrennt. Mit Kind. Und ich habe Ihr nicht alles dadurch ruiniert. Völliger Quatsch sowas zu denken. Ich denke meiner Tochter ging es nach der Trennung besser. Aber bei uns war auch viel Streit und viele Schläge dabei. Wenn du wirklich keine Scheidung möchtetst wirst Du wohl so weiter machen müssen.


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eines mein lieblingsworte: quasi-ae..... aber mal abegesehen davon würde ich schon mal hinterfragen, ob dein mann irgendwelche gefühle für seine kinder und natürlich auch für dich hegt. bei mir kommt das nicht so an, denn man kann viel arbeiten und wenig zeit haben und trotzdem liebe und fürsorge signalisieren. macht der terkey-mann und auch der nurit-mann, aber susy....??? ich bin auch viel alleine an den "familientagen" ( nächstes lieblingswort ), aber ich weiß, was wir meinem mann bedeuten. DAS ist wichtig, dann kann man sein leben arrangieren und es auch schätzen, das man einen versorger mit wenig zeit hat. das geht nämlich auch.


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Bei Deinen Beschreibungen frag ich mich auch, was er überhaupt noch empfindet? Denn kein "Gute Nacht sagen, empfinde ich schon als wenn ihm der Bezug überhaupt nicht wichtig ist. Ich hab auch einen sehr stark eingespannten Ehemann, der oft unterwegs ist bzw. wenn er im Büro ist dann meist nicht vor 18 Uhr zu Hause ist. Wir haben zwei Kinder 4 und 7 Jahre. Aber, die Zeit die er hier ist, wird dann qualitativ und intensiv genutzt. Darauf kommt es dann an. Wenn er dann da ist, das wir beide die Kinder zu Bett bringen, oder eben wenn er nicht da ist, ruft er immer an zum "Gute-Nacht-Sagen". Oder wenn ich etwas vorhabe, was mir sehr wichtig ist, dann organisiert er seine Arbeit so, das ich das machen kann. Bei uns läuft es am Wochenende wie bei Nurit. Samstags schlaf ich aus und Sonntags mein Mann. Genauso das jeder Zeit für sich braucht bzw. seinen Freiraum hat und abschalten kann. Wenn das alles nicht so wäre, dann würde ich auf Dauer auch nicht so leben können bzw. wollen. Ob das wieder wird bei Euch, liegt daran wie gesprächsbereit ihr beide seid, wie gut ihr einander zuhören könnt, ob ihr den "Job" den jeder von Euch leistet gegenseitig respektiert und achtet. Aber der wichtigste Punkt ist glaub ich, wie die Gefühle für Euch sind. LG Inga


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Wusst ichs doch, dass die vallie da wieder drüberstolpert. IST ja auch ein schönes Wort *grins* Susy, es wundert mich, dass das hier noch keiner geschrieben hat aber ich trau mich jetzt mal: bist Du sicher, dass da nicht noch eine andere Frau im Spiel ist? Das war ehrlich gesagt mein erster Gedanke. "Freunde" in anderen Städten/Ländern besuchen und nie Zeit haben, die Familie irgendwie unwichtig ... Also bei mir schrillen da diverse Alarmglocken. Aber vielleicht kenne ich einfach nur zuviele Fremdgeher. Ich würde ihn mal DARAUF ansprechen. Liebe Grüße, Kieselchen