Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin hier relativ neu, bisher habe ich nur gelesen, aber noch nicht wirklich was zu dem thema finden können. Oder vielleicht bin ich auch nur zu blöd zum Suchen :-)) Ich bin 41, seit ´94 alleinerziehende Mutter von 3 Mädchen (19, 17 und 14). Habe zwischendurch den ein oder anderen Freund gehabt, aber nichts mit Zukunftsanspruch. Bis zum letzten Jahr. Da habe ich einen Jamaikaner kennengelernt ( KEINEN BEACHBOY), er ist 8 Jahre älter als ich, hat einen sehr guten Posten und ist Vater einer 24-jährigen Tochter, die in Jamaika lebt und Lehramt studiert. Er selber lebt in den USA, ist aber sehr viel in der Welt unterwegs. Nach einem Jahr, mit vielen Besuchen beiderseits, würden wir gern ein gemeinsames Leben beginnen. Da ich durch meine Töchter noch hier gebunden bin, würde ich ihn lieber hier haben. Aber ich habe auch große Sorge, wie mein Umfeld reagiert. Was überall auf der Welt nur noch wenige Probleme macht, wird in unserem Dorf sicherlich schwieriger werden, auch meine älteren Verwandten machen mir bauschmerzen. Meine Mädels widerum finden ihn einfach cool.... Könnt ihr mir raten???? LG Diana
nur die liebe zählt. wie die umwelt reagiert kann man nicht voraussagen, sicher werden ein paar unschöne gedanken in manch köppen rumspuken und der ein oder andere das auch aussprechen, aber: so what? viel wichtiger scheint mir aber zu klären, ob und was er hier arbeiten kann, müßt ihr heiraten?? zwei exkolleginnen haben farbige geheiratet ( barbados und dom rep ), das leben hier hat nicht funktioniert, weil die buben keine arbeit gefunden haben. doofe kommentare gab es nicht, sind aber auch saftschubsen gewesen, denen "traut" man das vielleicht eher zu.... beide leben jetzt in der heimat des mannes.
schließe mich vallie's meinung an. hast du mit ihm schon mal über ein gemeinsames zusammenleben gesprochen? was sagt er dazu, wäre er bereit seine heimat zu verlassen und zu dir zu ziehen? wenn es für ihn vorstellbar ist, hier mit dir zu leben, wie sieht es dann mit einem job für ihn aus. er wird hier sicherlich auch arbeiten wollen und vielleicht wäre es besser erst einen job zu haben und dann zu kommen. ich glaube, dass würde ihm den start in einem anderen land vereinfachen. deine bedenken verstehe ich gut, mit ihm in einem dorf bzw einer kleinen stadt zu leben. eine freundin von mir lebte mit ihrem freund (seine eltern kamen aus dem senegal) in einem beschaulichen dorf, wo man kein verständnis für diese schande hatte. es war ganz schrecklich für die beiden und vor allem für deren kinder. alles in allem entschieden sie sich, dass es besser sei das dorf zu verlassen und in die großstadt zu ziehen. bei aller liebe darf man die boshaftigkeit und engstirnigkeit einiger zurückgebliebener mitmenschen nicht unterschätzen. diese können einem das leben wirklich schwer machen und ganz schön zusetzen. aber man kann ja in eine großstadt ziehen wo binationalität in einer partnerschaft keine rolle spielt. wegen der familie würde ich mir weniger gedanken machen, wenn sie dich liebt, akzeptiert sie deine entscheidung. wenn nicht, dann zieh deine konsequenzen. ich habe mich vor 20 jahren von meinem vater losgesagt, weil er meine entscheidungen, die mein leben betrafen, nicht akzeptiert hat. ich lebe lieber ruhig, als mir ständig irgendwelche scheiße anhören zu müssen, welche schande ich für die familie sei.
Also, mein Nochmann ist auch schwarz und meine Familie hatte am Anfang SEHR damit zu kämpfen. Sie haben ihn auch erst eine Woche vor der Hochzeit kennengelernt. Nun gut, sie haben dann schnell gemerkt, dass die Hautfarbe nicht entscheidend ist. Meine Tochter ist LOGISCHERWEISE nun auch schwarz bzw. etwas heller als ihr Vater und da gibt es null Probleme...der Charakter zählt. WAS aber ein großes Problem sein könnte sind nicht die andern sondern eher die verschiedenen Kulturen. Das wird sehr oft unterschätzt. Du musst erst mal schaun, ob er von Deutschland aus arbeiten könnte und ob er sich hier wohl fühlt.
Hallo,
entscheidend für die Reaktionen ist wohl Dein Wohnort und die Region: In Köln oder Berlin wird Eure Beziehung sicher selbstverständlich gefunden. In der tiefsten bayrischen Provinz zum Beispiel, aber auch im Osten werdet Ihr sicher mehr Aufsehen erregen.
Ganz verstehen kann ich Deine Überlegungen nicht: Für wen lebst Du? Für Dich oder für die anderen? Was für Dich richtig ist, musst Du natürlich tun, Du bist doch erwachsen. Welche Rolle sollten da die anderen spielen...?
Alles Liebe für Euch zwei,
BB
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