Mitglied inaktiv
Ich würde mir einfach mal gerne was von der Seele schreiben und hoffen das es mir hinterher etwas besser geht.
Es ist zwar auch nicht wirklich das richtige Forum dazu. Aber irgendwie schon da es ja mich und meinen Mann und uns als Familie betrifft.
Wir haben eine 2 Jährige Tochter und zu Ostern heuer , da wahr ich gerade Schwanger haben wir erfahren dass mein Mann Krebs hat. Von allen Krebsarten hat mein Mann eine erwischt die gut zu behandeln ist und uns die Ärzte sagten das eine 90 % heilungschance besteht. Momentan hat es uns erstmal den Boden unter den Füssen weggerissen. Wir haben uns aber schnell wieder gefangen. Jetzt hat er 8 Chemos hinter sich. Vor gut einer Woche hatte er abschlussuntersuchung. Und mann sah noch eine Kleinigkeit, daher wird er nochmal 2 Chemos bekommen.
Jetzt liegt er aber im Krankenhaus seit Montag weil er sich ne Lungenentzündung geholt hat.
Irgendwie ist alles wie in einem schlechten Traum und ich würde gerne mal erwachen.
Irgendwie leiden wir alle darunter. Meine grosse vermisst den Papa und ich auch. Wir hoffen zwar das das Antibiotika endlich anspricht und er bald wieder nach Hause darf.
Als unser Sohn geboren wurde im Juni hat er an dem Tag auch eine Chemo bekommen. Das wahr ja klar das dass zusammenfallen muss. Darum ist er erst kurz vor der Geburt gekommen damit es ihm nicht zu anstrengend wird.
Ich hoffe so sehr dass alles bald wieder gut wird und sich mein Mann wieder erholt hat.
Wahrscheinlich liest sich mein Beitrag jetzt ziemlich wirr. Aber es tut gut mal darüber zu schreiben. Momentan kreisen einfach meine Gedanken. Wahrscheinlich auch aus dem Grund weil ich abends wenn die Kleinen im Bett sind genug Zeit habe zum nachdenken.
Manchmal fühle ich mich einfach zum weinen. Das überkommt mich einfach so. Meist wenn mir alles wieder etwas zu viel wird. Z.B wenn die Kleinen anstrengend sind. Und mich dann jemand fragt wie es uns denn gehe. Da könnt ich manchmal einfach losheulen...
Dreli
Hallo, meine Mutter hat Brustkrebs und kriegt am Montag gesagt, wann die OP ist. Sie hat jetzt jede Menge Chemos hinter sich. Dein Mann hat ja zum Glück seine Familie, meine Ma lebt allein, was nicht gerade gut für den Heilungsprozess ist. Ich drücke Euch die Daumen, dass alles gut wird! LG
Ich kann dich schon gut verstehen, dass du am Ende bist. Die Angst (die ja immer bleibt), du mußt alles allein regeln, da dein Mann ja zeitweise zu schwach ist. ABER: er hat sehr, sehr gute Heilungschancen. Das mußt du dir immer wieder sagen. Sag dir: wir haben Glück, mein Mann wird wieder gesund. Das macht dir Mut und hilft dir die Zeit zu überstehen. Hast du Eltern in der Nähe, die dir mal am Wochenende die Kids abnehmen können? Oder eine Freundin? Du mußt dir Ruhezeiten schaffen, um stark sein zu können. Für deinen Mann und deine Kinder.
...im Prinzip erinnert mich Deine Situation sehr an meinen besten Freund und seine Familie. Bei ihm ist es jetzt drei Jahre her, seine Frau war gerade mit dem dritten Kind schwanger, als bei ihm die Ärzte den Verdacht auf eine Krebserkrankung äußerten. (Zumal es eine seltene Blutkrebsart war, und die Heilungschancen nicht besonders gut klangen, durchschnittl. Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Diagnosestellung noch 5 Mon.) Für die Familie war das auch eine Extremsituation, im Prinzip war er fast ein Jahr mehr oder weniger durchgehend im Krankenhaus, und sie war mit den zwei bzw. dann drei Kindern im Prinzip alleine und musste für alle stark sein (später hat ihr die Krankenkasse dann zumindest eine Haushaltshilfe bezahlt, was schon eine Entlastung im praktischen Alltag war, bevor sie noch zusammen geklappt wäre, obwohl es schon viel Hilfe von ihren Familien und den Freunden gab, aber die waren eben nicht so "planbar" und sie hatte das Gefühl, dann dankbar sein zu müssen, und bei der Haushaltshilfe war es eben eine regelmäßige Sache, auf die sie einfach Anspruch hatte - das war für sie einfacher anzunehmen). Zum Glück haben bei ihm die Chemotherapien und die anschließende Knochenmarkstransplantation sehr gut angeschlagen, und nach etlichen Tiefs konnte er dann doch wieder nach Hause, und mittlerweile (mehr als 3 Jahre später) gilt er bei seinen Ärzten als "medizinisches Wunder" und als "derzeit krebsfrei". Was ihnen, glaube ich, sehr geholfen hat, war ihr Glaube - zum einen sind sie religiöse Menschen und entsprechend in ihrer Gemeinde verankert, und haben da von sehr vielen Menschen sehr viel Nähe und Unterstützung erhalten. Zum anderen - er selbst sagt oft, er glaubt, es liege auch viel an der inneren Einstellung. Er sei immer davon ausgegangen, dass es einfach gut gehen muss und er wieder gesund wird und erlebt, wie seine Kinder aufwachsen werden - also wurde er wieder gesund. Andererseits kennt er aus einer entsprechenden Selbsthilfegruppe auch Leute mit "seiner" Krebserkrankung, die sich quasi mit der Diagnose selbst aufgegeben haben und immer wieder einen Rückschlag nach dem anderen erfahren, quasi wie bei einer "selbsterfüllenden Prophezeiung". Natürlich, ganz so einfach ist es nicht - aber komplett daneben ist es auch nicht. Ansonsten war meinem Freund und seiner Frau auch wichtig, nicht nur "passiv" zu sein, sondern sich aktiv zu informieren, und das Gefühl zu haben, selber auch etwas zu tun. Er ist jetzt in Foren für Betroffene und in einer Selbsthilfegruppe sehr aktiv, zumindest phasenweise. Seine Frau hat sich sehr intensiv mit Ernährung befasst und deren Auswirkungen auf das körperliche Gleichgewicht, Säure-Basen-Ausgleich u.ä., und hat da ihre Philosophie dazu gefunden, die sie beide jetzt auch einigermaßen konsequent umsetzen. (Ob es tatsächlich etwas bewirkt, weiß ich nicht, manches klingt mir arg - äh - esoterisch, andererseits klingt es so, wie sie es praktizieren, nicht so, als ob es schädlich wäre, und dieses "Gefühl, auch aktiv zu handeln" ist, glaube ich, auf jeden Fall sehr wichtig.) Ich wünsch Euch alles, alles Gute!
Hallo, ich habe zwar glücklicherweise keine eigene Erfahrung mit solch einer Extremsituation, möchte euch aber auch ganz viel Kraft und Unterstützung wünschen! Alles Gute, Stephi
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