Ilse_2000
Mich interessiert einmal, wie Ihr in Eurer Partnerschaft mit Meinungsverschiedenheiten umgeht! Wollt Ihr nach einem Streit das Ganze nochmals klären? Also liegt Euch viel daran, nach einer Lösung zu suchen, damit man sich beim nächsten Mal nicht wieder um das selbe Thema streitet? Ich merke, dass es mein Mann anödet, nach einer Diskussion das Ganze "harmoniebedürftig" abzuschließen. Das ärgert mich manchmal, es stehen dann Dinge im Raum, die ich richtig stellen möchte - und mein Mann ist eher der Typ: "so ist das - so wird das gemacht". Es interessiert mich, wie es bei Euch abläuft.
Ich war nie nachtragend. Ich wollte reden, ein Problem klären, gemeinsam Lösung suchen und dann wäre es erledigt. Männer haben ich eher nicht als Redner erlebt. Aussitzen, mal abhauen in der Hoffnung das Problem löst sich auf bis sie nach hause kommen. Ich bin mir sicher, dass nicht die Probleme zu meiner Trennung führten sondern sie nicht lösen zu können.
Nachtragend bin ich auch nicht! Eher im Gegenteil, leider! Wenn er einen "Fehler" begangen hat (örks, klingt das doof), dann bin ich eigentlich diejenige, die ihm die Hand reicht, um wieder Harmonie zu haben. Tja, wohl der falsche Weg, denn eigentlich kann man ja auch von einem erwachsenen Mann erwarten, dass er auch mal Fehler zugestehen kann.
bei uns wir eigentlich alles sofort geklärt.. meistens finden wir dabei doch auch einen Nenner.. wobei es aber auch ab und an Dinge gibt, wenn mein Mann sich dazu eine Meinung gebildet hat, dann bleibt er auch dabei..DAS sind dann aber solche doch etwas wichtigeren Entscheidungen.. beim täglichen "Pille-Palle" werden wir uns immer einig..
Meistens sind es nur Missverständnisse, und wenn wir herausfinden können, WARUM der andere so und so denkt, ist es wieder gut. Kommunikation ist schon sehr wichtig...
Meines Erachtens KANN man Meinungsverschiedenheiten nicht immer "klären". Man kann nur feststellen, daß man zu diesem oder jenem Thema halt eine andere Meinung hat. Im Englischen kenne ich dazu die Redewendung "we agree to disagree", und die finde ich bei sowas ganz passend: Man stellt fest, daß man zu diesem speziellen Thema unterschiedliche Meinungen hat. Es ist auch irgendwann müßig (und lästig), wenn einer von beiden immer wieder neu versucht, den jeweils anderen von seiner Meinung zu überzeugen. Auch in einer Ehe/Beziehung muß man andere Meinungen stehen lassen können. Mißverständnisse hingegen würde ich klären wollen. Neulich las ich von einer Studie, wonach Ehen länger halten, wenn die Partner nicht jeden kleinsten Mist bis zum Ende ausdiskutieren sondern Dinge auch einfach mal ruhen lassen können. Ich fand das plausibel. Ich glaube, viele Ehen heutzutage scheiten nicht an zu wenig sondern an zu viel Gerede - oder am falschen.
Kommt halt an WORÜBER man sich einig ist, verschiedene Meinungen zu haben.
Bei manchen/vielen Sachen ist das okay aber bei Themen wie Erziehung, tue ich mich da zugegebenermaßen sehr schwer.
Bin leider ein "(fast-)Alles-zu-Ende-diskutieren-Woller" ![]()
Na ja - und dann? Erfahrungsgemäß funktioniert das so: Frau will das "ausdiskutieren". Mann hat irgendwann die Nase voll und nickt ein (friedenstiftendes) "Ja, Du hast Recht!" - was aber eigentlich nur heißt "Du hast Recht und ich meine Ruhe!" Und drei Tage später fängt der Spaß von vorne an. Ich will da keinem die "Schuld" geben - sein Nicken ist genauso doof wie ihr Diskutieren-Wollen. Aber hilfreich ist beides nicht. Ist es da nicht sinnvoller, wenn man gemeinsam feststellt, daß man in diesem oder jenem Punkt auf keinen gemeinsamen Nenner kommt und dann eine Strategie festlegt, wie beides nebeneinander existieren kann. Zum Beispiel, wenn er auch zwei bis drei Eis pro Tag genehmigen will und sie mehr als ein Eis pro Tag ganz schrecklich findet - dann kann man sich einigen, daß es am Wochenende Ausnahmen von der Ein-Eis-am-Tag-Regel gibt, oder daß er ein zweites Eis kaufen darf, wenn Mama nicht dabei ist, oder was anderes. Tödlich wird es vor allem dann, wenn einer (meiner Erfahrung nach meistens die Frau) der Ansicht ist, die alleinseeligmachende Ansicht dazu zu vertreten und den anderen für wahlweise dämlich oder verantwortungslos hält, nur weil er da anderer Ansicht ist.
Lieben Dank für Deine Beiträge! Sie gefallen mir! :-) Nur bei uns ist es so, dass mein Mann eben NICHT nickt, so nach dem Motto "jetzt habe ich meine Ruhe", sondern penibel an seinem Standpunkt fest krallt, letztendlich dann immer die Flucht ergreift, wenn ich es diskutieren möchte. DAS ist so anstrengend, wie ein kleines Kind!
Stur auf seine Meinung beharren oder Abhauen... beides ätzend. Und da heißt es Frauen wären zickig
Ich habe leider keinen Rat. Als wirkliche Problem-Bewältiger haben ich meine Partner leider nicht wirklich erlebt.
Wäre Dir ein Nicken und "Ja, ja!" lieber? Er diskutiert - aber Du auch, oder? Sonst wurde das ja nicht funktionieren. Er beharrt auf seinem Standpunkt. Du auch, oder? Sonst wäre das ja kein Problem. Könntest Du damit leben, daß er mit seinem Standpunkt, auf dem er beharrt, nicht falsch liegt sondern einfach woanders als Du?
Jaja. habe da auch so ein Exemplar, das beleidigt oder gar zornig den Raum verlässt. wie ein Kind kommt e mir manchmal vor. ich liege sicher auch mit meiner Meinung nicht ganz richtig.... aber manchmal hab ich das Gefühl, er will mich absichtlich falsch verstehen. von einem Thema später wieder anzufangen nervt ihn total und so bin ich meist diejenige die wieder einlenkt obwohl er zu unrecht beleidigt war....was mich dann auch eigentlich ärgert an dem ganzen. ... ist natürl. meine subjektive Ansicht......
Problem (sprich Meinungsverschiedenheit) so lassen wie es ist und keine Energie darauf verschwenden, dies zu lösen. Dafür lieber im Alltag nach Strategien suchen, wie man die Beeinträchtigungen, welche durch das Problem (sprich die Meinungsverschiedenheit) entstehen, umgehen oder damit umgehen kann.
Generell versuchen wir bei unterschiedlichen Meinungen sie einfach stehen zu lassen und nur zu versuchen zu verstehen wieso der andere so denkt wie er es tut. Fällt mir allerdings total schwer! ;) bei Problemen braucht man mein mann Ruhe und am nächsten tag wäre alles wieder super und vergessen. Ich dagegen will alles klären und darüber reden, am besten sofort. Wir versuchen einen Kompromiss zu finden: er kriegt erst mal seine Auszeit und danach reden wir. Nicht stundenlang, manchmal reichen ruhige Minuten, in der jeder sich den Teil des anderen anhört. Und vor allem: lieber sagen:" ich fühle mich verletzt, weil... " und nicht: "du hast mich verletzt!" Das drängt den anderen, gerade Männer, automatisch in eine Verteidigungs- und Rechtfertigungsposition und das klärt dann gar nichts.
Wir diskutieren, Dann streiten, Dann Schließen wir ein Kompromiss.
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