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"mama, magst du deine mutter?"

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was antwortet man auf diese frage, wenn die korrekte antwort lauten würde "sicher liebe ich sie, irgendwie, noch, aber sie hat mir so viel hölle angetan dass ich keinen (nennenswerten) kontakt mehr mit ihr möchte"? gesagt hab ich, da diplomatische ausweichversuche und das mit-gegenfragen-antworten-prinzip nicht funktioniert haben und sohn natürlich irgendwann ahnen musste, das da irgendwas nicht ganz koscher ist, "ja, ich mag meine mutter, aber sie ist sehr kompliziert" (nicht antworten hätte mehr ausgesagt als eine antwort, er hat mich einfach zu sehr damit überrumpelt als dass ich meine verbal- und körpersprache vielleicht schauspielernderweise noch einigermaßen hätte in einklang bringen können). worauf das kind natürlich wissen wollte wie ich das meine, oder sowas (erinnere mich nicht mehr an den genauen wortlaut) und ich (sachlich-nüchtern, wie alle antworten) geantwortet habe, dass die oma ein paar ziemlich blöde sachen gemacht hat, aber dass das erwachsenensachen sidn (und nichts mit ihm zu tun haben). blöde sch***, war sicher nicht die beste antwort, bloß, welche wäre das gewesen? ich werd einen teufel tun und meinem sohn irgendwas vorheulen, allerdings neige ich aufgrund meinem bestreben, ihn nicht in loyalitätskonflikte zu bringen, vielleicht eher dazu, mich ZU bedeckt zu halten. ich weiß auch echt nicht, wie ich ihm gegenüber mit diesem thema umgehen soll :-(( was hättet ihr geantwortet; welche antwort und wieviel "einweihung" haltet ihr für angemessen? ich hüpf jetzt mal in die wanne, soweit das mein schmerzender rücken zulässt, dann bin ich wieder da.


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Das Thema kam hier auch schon mal hoch. Ich habe auch Probleme mit meiner Mutter, allerdings haben wir Kontakt - was die Sache aber nicht wirklich einfacher macht. Die Kinder bekommen schon mit, daß ich nach einen Telefonat mit meiner Mutter ein paar Schimpfworte loswerden muß oder weine oder ich mich auch direkt mit ihr streite. Meine Antwort ist bei solchen Fragen die gleiche wie die bei Fragen bezüglich der Trennung vom Vater meiner Kinder: "Wir passen nicht gut zusammen!" - mit einer Lektion zum Thema "Man muß nicht alle Menschen mögen, man darf ungeliebten Menschen auch aus dem Weg gehen, aber nicht alle Menschen, die ich nicht mag, sind schlecht oder böse und manchmal macht es Sinn zu schauen, warum ein Mensch so ist wie er ist". Zum Beispiel kann ich sagen: "Mich nervt, daß sie sich in mein Leben einmischt, obwohl ich schon erwachsen bin!" - aber es gibt immer auch ein "aber", zum Beispiel schenkt sie den Kindern gerne viel (Geld, Klamotten, Spielzeug), und das kann ich dann gut stehen lassen und mache auch die Kinder darauf aufmerksam. Vielleicht ist es leichter, weil meine Mutter definitiv psychisch schwer belastet ist und m.E. dringend eine Therapie machen müßte - aber nie bösartig war oder ist. (Für mich persönlich wäre es manchmal einfacher, sie wäre aktiv fies und gemein und nicht passiv-aggressiv, aber für die Kinder ist es so schon leichter. Gruß, Elisabeth.


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Hm, schwieriges Thema. Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten, denn als Kind bin ich zwischen den Stühlen gestanden Natürlich war ich meiner Mutter gegenüber immer loyal und habe ihre Beweggründe verstanden, warum sie Probleme mit ihrer Mutter hatte. Meine Mutter hat nie einen Hehl daraus gemacht, daß sie ihre Mutter nicht mag - auch ich konnte (deshalb) nie ein herzliches Verhältnis zu meiner Oma entwickeln. Sie war eine sehr engagierte Oma, war lieb zu uns Kindern, aber dadurch, daß sie meiner Mutter "die Kindheit geraubt hat" (was ich oft zu hören bekam) hatte die Oma nie eine faire Chance. Ich wusste ja um die Problematik und habe dementsprechend oft nachgefragt. Aber eigentlich war ich als Kind überfordert mit der ganzen Sache und viele Details hätte mir meine Mutter ersparen sollen. (Genausowenig will ich Eheprobleme meiner Eltern mit meiner Mutter ausdiskutieren. Das ist so ungefähr das gleiche.) Kommt natürlich darauf an wie alt das Kind ist. Ganz kleine Kinder würde ich definitiv nicht einweihen. Wenn ihr gar keinen Kontakt habt würde ich sicher bis 10 oder 11 warten, denn dann kann ein Kind schon verstehen, warum man zu manchen Menschen eben besser keinen engen Kontakt pflegt.


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kind ist 7 und die oma leider nicht immer ganz herrin ihrer psyche, sprich sie ist manipulativ und indoktrinativ sehr begabt, so dass ich eine gewissen veranlassung sehe, kontakte auch zu meinem sohn nur sehr bedingt zuzulassen.


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Ist sie psychisch krank? Dein Sohn besucht deine Mutter ja sicher nur in deinem Beisein wenn ihr den Kontakt schon so sehr beschränkt. Ich denke, im Nachhinnein über Dinge zu reden, die beim Besuch aufgefallen sind, ist das eine, über Vergangenes (deine Kindheit) zu reden, das andere. Das ist sicher noch zu abstrakt für ihn. Ich habe mich immer gefragt, was meine Mutter wohl damit bezweckt, daß sie mit mir über ihre Mutter redet. Eine Aufarbeitung des Schicksals war sicher mit einem Grundschulkind nicht möglich......


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die frage ist nicht, ob ich meinem sohn irgendwelche dinge erzähle, die vorgefallen sind. das käme mir nie in den sinn und ist jenseits jeglicher debatte. für sowas gibts therapeuten. die frage ist für mich nur, wie kann ich ihm zu verstehen geben, nein, ich will den kontakt nicht und ich will auch nicht, dass du sie allein siehst.


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Hallo, leider auch mein Thema. Ich finde es auch sehr schwierig meinen Kindern zu vermitteln warum ich sie "nicht so mag". Ausserdem möchte ich natürlich, dass bei Konflikten mit meinen Kindern, sie mich trotzdem lieben. Da meine Kinder sich in ihrem Alter schon eine eigene Meinung bilden, macht es auf der einen Seite leichter, auf der anderen gibt meine Mutter ihnen immer wieder so viel Geld, dass die beiden sich "kaufen" lassen, was hier wieder Stress gibt. Franziska


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Ich habe eher das Problem mit meinen Vater. Lieben tu ich ihn schon nur Kontakt haben möchte ich nicht. Es lief in der Vergangenheit so viel schief, dass ich selber nicht den Kontakt mehr möchte. Und ich habe es offen meine Kinder erzählt. Und sie fragen auch nicht mehr danach. Das einzige was mein Großer mich ständig fragt, warum meine Mama nicht mehr da ist. Sie ist an Krebs vor fast 17 Jahren verstorben. Und das ihm zu erklären, war für mich sehr schwierig. LG Claudia