L_L_L
Hallo, wahrscheinlich wird das jetzt recht lang, aber vielleicht findet sich doch jemand, der es lesen möchte.... Vor knapp drei Jahren habe ich mich nach 17 (darunter 13 verheiratete) Jahren von meinem Mann getrennt. Das war mit 3 gemeinsamen Kindern ein sehr schwerer und über Jahre überlegter Schritt. Die Gründe sind vielfältig und doch letztlich banal, wir haben uns einfach in verschiedene Richtungen entwicklt und das einfach viel zu spät gemerkt. Jeder war auf seine Art unglücklich, auch das haben wir wohl lange nicht realisiert. Letztlich hat mir ein anderer Mann die Trennung "erleichtert", er war sozusagen mein Sprungbrett... Dieser Mann, ein Kollege von mir, verheiratet, keine Kinder ist nun mein Abgrund. Nach langem hin und her hat er seiner Frau reinen Wein eingeschenkt, sie ist ausgezogen, ich mittlerweile geschieden, wir beide leben etwa 50 km voneinander entfernt, jeder im eigenen Haus. Ich am gemeinsamen Arbeitsort. Er lebte mit seiner Frau ein sehr freies Leben, viel Sport, viele und auch spontane Reisen. Keine Rücksichtnahme, letztlich hat sich seine Frau auch völlig seinem Leben angpasst, aber das nur am Rande. Seit zwei Jahren nun versuchen wir miteinander zu leben, aber es klappt nicht wirklich. Natürlich ein Leben von Null auf drei Kinder ist der Wahnsinn, verstehe ich voll und ganz. Ich bin für alle Kompromisse bereit, gestehe ihm seine Freiheit nach wie vor und gerne zu. In guten Zeiten kommt er 2x die Woche zu mir, meist nicht vor 8 Uhr abends, meine kinderfreien Wochenenden verbringen wir dann oft zusammen, bei mir...ganz selten kommt er auch mal, wenn die Kinder da sind. Wobei wir schon drei Urlaube mit den Kindern zusammen verbracht haben. Die Kinder mögen ihn (noch) und er sie auch. Er hat auch Spaß mit ihnen und kümmert sich dann um sie. So, aber es gibt die (überwiegenden) schlechten Zeiten. Da kommt er nicht, versinkt in Selbstmitleid, hält Verabredungen nicht ein, verschwindet einfach für Tage in die Berge (mit seinem Papa). Er hat ein wahnsinnges schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber, er hat ihr (in seinen Augen) alles genommen...den Mann, Zukunft, das Haus, Freundeskreis, das, irgendwann geplante Kind (sie ist mittlerweile 40...) ich verstehe das, bis zu einem gewissen Grad. Ich "darf" nach wie vor nicht in sein Haus... würde ich Erinnerungen kaputt machen, Mausoleum, etc.? Das kann er mir nicht wirklich beantworten. Letzte Aussage dazu von ihm, langsam (nach zwei Jahren) beginnt das haus wieder seines zu sein...und er kann nur etwas (mit mir) teilen, was ihm allein gehört. Kann ich auch noch verstehen, allerdings nicht den zeitraum und auch nicht sein Gejammere, dass sein Haus kein Zuhause mehr ist. Klar, wenn ich die Liebe nicht rein lasse... Nur am Rande, ich war in seinem Haus, zu Zeiten, wo ich noch ganz gaheim war... Letztlich hält er mich in seinem Leben immer noch geheim, obwohl jeder von mir/uns weiß...(seine Familie usw) Er kennt meine Eltern, meine Feunde usw. Aber in seinem Leben zu mir stehen kann er bisher nicht, in meinem schon, teilweise. Ich bin immer bereit gewesen meine Idaelvorstellung von Familie für ihn neu zu definieren. Sein freiheitsorientiertes Leben ist mir bewusst und ich habe es immer akzeptiert. Er hat leider bisher seine Bedürfnisse immer über meine gestellt. Kompromisse gehören halt von beiden Seiten gemacht. Aber dieses Leben macht micht kaputt, ich komme mir hin und hergeschoben vor, so wie er es braucht. Das sind für mich jedes mal solche Abstürze... hab dann kaum Energie einen Schritt vor den anderen zu machen, geschweige denn Vollzeit zu arbeiten, für drei Kinder da zu sein und dann noch ein Haus an der Backe zu haben. Im Frühjahr hatte ich ein komplettes Burnout. Nur wir kommen nicht voneinander los, haben es schon so oft versucht. ich liebe ihn wirklich, ganz tief. Er mich auch, sagt er. Ich habe Angst, dass der endgültige Trennungsschmerz nicht auszuhalten ist, darum nehm ich wohl seit Jahren diesen Dauerschmerz hin. Ich habe auch Angst nie wieder so eine Liebe zu jemandem empfinden zu können, er ist für mich the one and only... Mit dem Kopf betrachtet weiß ich, was zu tun ist, klar. Aber das Herz. Und ich will ihn nicht in Schutz nehmen, ich glaube nicht, dass er absichtlich so handelt, er hat es nur nicht anders gelernt bzw. nie anders benötigt. Er geht seit gut 40 Jahre so sehr gut durchs Leben, hat sich immer genommen, was er wollte. Ich will ihn auch nicht ändern, es ist mir klar, dass er ein sehr egoistischer Mensch ist. Es gibt auch weder die alte Frau noch eine andere, es sind die Erinnerungen, die in quälen. Er sagt, er liebt mich, hätte doch sonst auch nicht sein bisheriges Leben über den Haufen geworfen... Klar das hat er, nur vorher wohl nicht über die Konsequenzen nachgedacht und er hat den endgültigen Sprung noch nicht wirklich geschafft. Wir sind beide in psychologischer Behandlung. Ohne tolle Freunde und vor allem ohne meine tollen Kinder (die immer wieder eine todtraurige Mama aushalten müssen) hätte ich das bis hierhin eh nicht geschafft. Ich würde gerne loslassen können, nur schaffe ich es nicht. Ich hoffe immer wieder, dass auch er so lieben kann wie ich, nämliche für alle Probleme eine Lösung finden aus Liebe zum anderen... Danke für's Lesen Su
Kurz zusammen gefasst: Ihr wart beide verheiratet als ihr euch kennen lerntet. Inzwischen bist du getrennt und geschieden. Er ist weder geschieden noch formal getrennt. Er kommt abends zu Besuch wenn deine Kinder im Bett sind oder wenn sie beim Kindsvater sind. Er steht offiziell nicht zu dir, du darfst sein Haus noch nicht einmal betreten. Das klingt wie die klassische Affäre nebenher, wo der Mann nur zum Stechen vorbei kommt, aber ansonsten keinen Platz im Leben machen will. Ich weiß jetzt nicht, ob dir das hilft, wünsch dir aber alles Gute!
Weiß er, wie es dir geht? Weiß er, wie es dir mit seinen Ansichten, seinen Prioritäten, etc. wirklich geht? Dass dir das so zu schaffen macht? Wenn er es weiß, es hinnimmt und nichts daran ändert, nicht mit dir zusammen an eurer Beziehung arbeitet, dann ist er der Falsche, denn dann kann es mit seiner Liebe, meiner Meinung nach, nicht so weit her sein. Wenn er wirklich solche Probleme, Schuldgefühle und Erinnerungsduseleien hat, dann hilft das niemandem. Er sollte etwas dafür tun, mit der Sache abzuschließen und dann seine Kraft und Energie in eure Beziehung zu stecken. Seine Ex hat nix davon, wenn du das Haus nicht betreten darfst, weil du alte Erinnerungen verscheuchen willst. Ich wünsch dir alles Gute!!
Ich glaube nicht, das Du nur eine Affäire bist.... Aber ich weiß, wie schwierig es ist, in solch einer Beziehung zu leben, bei mir ist es (wenn auch aus anderen Gründen) ähnlich schwierig... Ich sage mir: ich halte das aus, so lange meine Gefühle für ihn ganz klar sind...das sind sie, also bleibt es so, wie es ist...ich genieße die Zeit, die wir zusammen verbringen und mehr nicht.... Wichtig, was man lernen muß: KEIN ANDERER MENSCH IST FÜR DEIN GLÜCK VERANTWORTLICH....hart, aber ist genau so, das muß einem klar werden und dann klappt es auch mit dem Rest... Letztlich mußt Du Dir natürlich darüber im Klaren sein, ob Du das so weiterführen möchtest,oder nicht, das muß jeder für sich selbst rausfinden, ich für meinen Teil hab mich dafür entschlossen... LG
"Nach langem hin und her hat er seiner Frau reinen Wein eingeschenkt" Spontan wirft sich mir nach deinem Text die Frage auf, ob tatsächlich ER seine Frau verlassen hat oder aber nicht vielleicht doch eher die Frau Wind von Dir ( seiner Affäre ) bekommen hat und sie ihn verlassen hat. Vielleicht kämpft er noch immer um seine Frau, sie mag aber einfach nicht mehr. Oder es ist schon so, das er sie verlassen hat.....es aber dann doch schnell bereut hat. Nun kämpft er vergeblich. Er lässt Dich nicht in sein Leben, sein Haus...weil das der Platz seiner Frau ist. Noch immer. Weil er sie zurück will? Sorry, aber ein Mensch, der so sehr liebt wie er Dir das sagt, handelt anders. Er sieht zu, wie Du leidest. Ich denke, er ist nicht ehrlich zu Dir. Irgendwas stimmt nicht an seiner Version und ich denke, das hat mit seiner Ex-Frau zu tun.
Hallo, ich kann das alles so nach empfinden,weil es mir ähnlich geht mit dem Loslassen.Ich habe auch Angst vor dem Trennungsschmerz und nehme den Dauerschmerz in Kauf.Ich suche aber mittlerweile nach Lösungen,setze mich immer mehr damit auseinander,weil ich auch denke daß man einfach zuviel Zeit vergeudet mit etwas was einem einfach nicht gut tut. Gut finde ich daß Du Dir psychologische Hilfe gesucht hast! Ich denke mir ,daß jeder Mensch bis zu einem gewissenen Grad ertragen kann und irgendwann der Zeitpunkt kommt ,wo man dann von allein den Schlussstrich zieht.Du bist wahrcheinlich nicht soweit. Gut finde ich den Satz von Fru"KEIN ANDERER MENSCH IST FÜR DEIN GLÜCK VERANTWORTLICH" und das ist wahr. Wünsche Dir viel Kraft!Gehe in Dich und finde zu Dir selbst!
Die letzten 10 Beiträge
- Habe ich richtig entschieden?
- Partnerschaft nach Geburt
- Partner kauft kleine Wohnung trotz anderer Pläne
- Trennung in der Schwangerschaft?
- Nach geburt partnr zieht sich irgentwie zurück.
- Partner will mit seiner Mutter verreisen, 6 Monate altes Baby
- Mein Mann kontrolliert mich
- Wie soll ich ihr Verhalten deuten?
- Mein Partner beteiligt sich nicht finanziell – wie würdet ihr reagieren?
- Partner gibt Geld für Ü18 Seiten aus