manrique
Als Langzeit-Stille-Mitleserin möchte ich jetzt auch gern mal einen Tread aufmachen. Ich bin seit einem knappen Jahr mit meinem Partner zusammen und wir haben getrennte Wohnungen. Es ist eine wunderbare , harmonische Beziehung ( mit den normalen Höhen und Tiefen) , meine Kids leben ihn und alles könnte herrlich "rosa" sein. Nur reibt mich eine Tatsache auf : Wir wohnen 25 km voneinander entfernt. Alle Unternehmungen und Treffen müssen geplant werden , nichts geht spontan. Er kann aber nicht zu mir ziehen , da er am Theater arbeitet und morgens und abends Proben hat. Fahrtzeit und - kosten ständen täglich in keiner Relation. Ich kann nicht zu ihm ziehen , da ich meine Kids nicht aus Freundes- und Schulumfeld reissen möchte. Das heisst : es ist nicht absehbar , dass wir jemals gemeinsam in EINER Wohnung wohnen werden. Sobald er frei hat , kommt er zu uns und wir sind auch viel bei ihm. Ich will aber MEHR (ich weiss, ich weiss - ein ganz übler Charakterzug...) !!! Aber mehr geht halt nicht. So, nun bräuchte ich mal jemanden , der mir diese Situation schönredet.... ;-) Mein Freund hat nicht so arge Probleme mit der Reiserei, aber ich mag in meinem "Alter" dieses Zigeunerleben und das Hin-und-Hergeziehe zwischen zwei Wohnungen nicht so gern. Ich weiss, dass dieser Zustand auch einen Reiz ausmacht und Aufeinanderhocken jede Beziehung killen kann. Aber ich bin eine olle Gewächshauspflanze , die es gern heimelig hat und nicht für jedes Tête-à-tête ins Auto steigen muss. Also - bitte, bitte kaut mir doch mal ein paar PRO- Argumente für solch eine Mini-Fernbeziehung vor , damit sich mein innerer Schweinehund nich ganz so arg in Selbstmitleid wälzt. Denn aufgeben möchte ich diesen Mann auf keinen Fall. Ist halt nicht immer alles Gute beisammen .....
Ich bin ja auch so ein getrennt-wohnen-Fan und meine: Solange du nicht denkst, DU müsstest du 25 km pflichtbewußt jeden oder jeden zweiten Tag fahren, kann das sehr schön sein. Wenn du aber wirklich mit ihm zusammenwohnen willst: 25 km sind doch kein Thema, hier fahren etliche Kinder so weit z.B. in die Gesamtschule oder ein privates Gymnasium. Und Kinder können auch mit umziehen, ohne Schaden zu nehmen. Aber wie gesagt - ich finde so eine Distanz, die man wirklich jederzeit überbrücken kann, recht angenehm. Lg Fredda
Es täte mir halt sehr leid , die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld zu reissen. Das käme erst in Frage , wenn wir wegen einer Umsetzung seinerseits umziehen müssten. Ich bin ja auch nicht so schier verzweifelt , aber dieses Schweinehundvieh jault manchmal an "einsamen" Abenden besonders laut. Wobei ich denke , dass der Charme unserer Beziehungflöten gehen würde , wenn wir jeden Abend zwangsläufig zusammenglucken würden. So ist halt jedes ruhige Glas Wein , jedes gemeinsame Einschlafen etwas besonderes. Aber.... jammer... es ist halt nie genug..... ;-)
Für Fans getrennter Wohnung ist diese Entferung geradezu optimal. Genügend "Sicherheitsabstand", aber dennoch sind jederzeit relativ komplikationslose und spontane Treffen möglich, ohne größeren Aufwand. ICH bin allerdings KEIN Fan des getrennten Wohnens und würde mir daher wohl eher das Zusammenziehen schönreden: 1. finde ich es keineswegs problematisch, wenn ein erwachsener und mit einem Auto ausgestatteter Mann einen 25 km langen Arbeitsweg zurücklegen muss. Und 2. würde ich es auch keineswegs schlimm finden, die Kinder (wie alt?) mittelfristig an ein neues Umfeld zu gewöhnen. Wenn Eure Beziehung also auf eine Zukunft hoffen lässt, würde ICH irgendeine Lösung finden (wollen). Vielleicht die Mitte(?), sofern nicht einer von Euch eine bereits optimale BeHAUSung besitzt? Somit könnten zumindest auch die Kinder noch "alte" Freundschaften pflegen... und der Arbeitsweg für IHN wäre nicht mehr ganz so lang... Ich weiß...all das wolltest Du gar nicht hören;-) Was sagt ER denn dazu? LG
Ich sehe es wie Butterflocke.Die Kinder gewöhnen sich schnell um,finden neue Freunde.Es hört sich doch so an,als möchtest du schon gern.Also ich würde da aus meiner Sicht mit ruhigem Gewissen hinziehen.
Du schiesst in die falsche Richtung... ;-) Der komplett Umzug an das andere Ende von D schwebt meinem Partner schon länger wegen einem sehr angenehmen Jobangebot in seiner Lieblingsstadt Konstanz vor. Aber er verzichtet wegen uns vorerst darauf - ich kann mir einfach nicht vorstellen , meinen Kids die Grosseltern zu nehmen , die direkt neben uns wohnen. Aber wenn es gar nicht anders geht , werden wir in den sauren Apfel beissen. Wegen der täglichen Fahrerei x 4 : Ich kann verstehen , dass es für ihn TÄGLICH zu viel ist , nach phasenweise an die körperlichen Grenzen gehendem Tanztraining schwer ist , diese Strecke 4 x zu fahren. Zumal die Pausen zwischen den Segmenten manchmal nur 2 h sind. Dann möchte er sich einfach nur auf die Couch in seiner 100 m vom Theater entfernten Wohnung fallen lassen. Und wie gesagt - er sieht das nicht so verschärft wie ich. Er meint , ich solle nicht so viel grübeln, sondern geniessen. Wir schinden an Zeit raus , was zu machen ist und spätestens als Rentner werden wir gemeinsam in Konstanz sitzen und auf den Bodensee schauen.... stöhn...
Ok...dann hab ich schlampig gelesen. Denn wenn er diesen Weg mehrmals täglich zurücklegen muss, dann sind 25 km natürlich schon anders zu bewerten!! Konstanz ist übrigens wunderschön...;-) Bist DU denn beruflich gebunden?? Der Verlust MEINES Jobs und die damit (zumindest vorübergehende) Abhängogkeit von einem Mann würde mir mehr Kopfschmerzen bereiten als die Problematik Kinder/Großeltern/Umgewöhnung Schule, Kindergarten...usw.... Scheinbar hat ER aber gar nicht so den Drang nach einer gemeinsamen Hütte(?). Das würde mich ein wenig ausbremsen.....
Ja, Konstanz ist wunderschön - aber sooooo weit weg. Ich bin beruflich LEIDER momentan leider nicht gebunden , daher wäre der Umzug GANZ weg sicher eine Chance. Zu Deiner letzten Vermutung : Er würde gern mit uns gemeinsam leben , da er meine Kinder liebt , mit mir scheinbar auch ganz zufrieden ist und unsere Beziehung wirklich sehr entspannt läuft. Aber er würde es halt genau wie ich nicht auf "Biegen und Brechen" wollen. Für ihn ist es die Bindung an seinen sehr fordernden Arbeitsplatz , für mich die Bindung meiner Kinder an Oma+ Opa , Landluft und Freunde. Wir sind uns da im Prinzip einig , dass es hier vor Ort keinen absoluten gemeinsamen Hafen gibt, sondern 2 verschiedene Anlegeplätze. Er sagt , seine Wohnung ist meine und umgekehrt genauso. Wir reden uns das schon wacker schön - aber ich sehe auch ein wenig den Grund vorblitzen , dass wir verschiedene Ansprüche an eine Beziehung haben. Ich mag (manchmal erdrückende) Enge , er muss auch mal ( Künstler halt) nach der Arbeit allein abschalten können. Und vielleicht macht dieses Verschiedensein gerade den Reiz aus. Danke für Deine Meinung !
Ihr seid beide keine Nägel, die man in einen Wohnungsfussboden haut. Ich halte nach Deinen Verlautbarungen hier die Trennung für mindestens derzeit und auf absehbare Zeit erträglich/tragbar. Vertreib noch die letzten paar Reste von bürgerlichen Vorstellungen von einer Beziehung aus dem Kopf, dann ist es okay. Ich denke, dass die derzeitigen Verhältnisse einen Teil der positiven Spannung ausmachen. Meine persönliche Erfahrung: Die Langeweile kam nach dem Zusammenziehen.
Ja, ein sehr schönes Bild mit den Nägeln ! Und bei unserer momentanen Situation + familiären und beruflichen Gebundenheiten und sicher auch unterschiedlichen , landes-und erziehungsgeschuldeten Mentalitäten ist es sehr förderlich , wenn jeder ein eigenes Not-Rückzugs-Nest hat. So funktioniert unsere Patchworkdecke wenigstens absolut freiwillig und ungezwungen. Ich danke Dir !
*lach*
nachdem du mich ja direkt angesprochen hast, enttäusche ich dich natürlich nicht
hab jetzt auch nur fredda gelesen, da schwester im geiste.
natürlich ist die plackerei nicht immer witzig, aber was gewinnst du im austausch?
schmutzige wäsche, teilen der fernbedienung, evtl nächtliches schnarchen, kompromisse an allen ecken und enden.
er ist künstler. ich finde da passt eine ungewöhnliche beziehung.
schön genug??? ![]()
Mir ging es anfangs wie dir. Es war mir alles immer zu wenig!
Heute bin ich damit total zufrieden. Ich muss abends nicht D-Max schauen, nachts kein Geschnarche hören. Es gibt hier wenig gemeinsamen Alltag, wenn wir zusammen sind, unternehmen wir oft was.
Und es ist doch schön, wenn du ihn vermisst
Auf Biegen und Brechen würde ich jetzt nicht zusammen ziehen wollen. Diese Konstanz-Überlegung scheint mir aber sehr reizvoll zu sein...
LG Dany
Wie lange seid Ihr zusammen und wie weit voneinander getrennt? Auf Dauer möchte ich das nicht so haben - auch wenn es momentan nicht anders geht. Über dieses ständige Nörgeln meines Schweinehundes und notorische "Mehr-Wollen" ärgere ich mich wahrscheinlich selbst am meisten. Weil ich vor lauter In-die Zukunft-Planerei gar nicht zum Geniessen komme....
Ich kapiere nicht, warum 25km so ein Ding sind? Nur weil er morgens und abends Proben hat? Mein Mann fährt das ständig zur Arbeit (trotz Schichtdienst) und ich bin mal 40km (einfache Fahrt) zur Arbeit gefahren und habe mir nix dabei gedacht. Egal ob ihr es bei zwei Wohnung belasst oder nur bei einer, ich finde 25km sind nicht viel, egal ob als Arbeitsweg oder als "Beziehungsweg".
Ich fahre auch täglich 25km an die Arbeit und mein Mann auch 20km. So what - kein Problem. Auch 2x am Tag wäre das kein Drama. Wenn euch die "Fern"beziehung wirklich stört, wäre der Fahrweg sicher kein Hindernisgrund.
Hallo, die jetzige Situation fühlt sich für Dich nicht schön an, darum solltest Du sie Dir auch gar nicht schönreden. Ich finde, es gibt keinen echten Grund, nicht zusammenzuziehen, wenn Ihr das wirklich beide (!) wollt. Kinder überstehen einen Schul- und Freundeswechsel meist viel leichter, als wir ihnen das zutrauen. Ich selbst bin als Kind auch umgezogen und wurde keineswegs davon traumatisiert - ganz im Gegenteil. Auf der neuen Schule hatte ich schon nach ein paar Tagen zwei beste Freundinnen, und mit den Mädels von früher habe ich mich noch ein paarmal getroffen, bis sich die Freundschaft langsam löste - es ging ganz harmonisch und tat auch nicht weh. Sehr viele Menschen ziehen ja heute aus beruflichen oder Partnerschaftsgründen um - da ist rein gar nix dabei! Also: Wenn es Dir mit Deinem Wunsch ernst ist, dann zieht doch z. B. im Sommer zum Schuljahreswechsel um - das klappt gut, wirst sehen! LG
... wäre mit 25 km gut bedient. Bei uns kannst du locker nochmal ne Null dranhängen und DAS ist wirklich scheiße manchmal
..... für Eure Meinungen. Es ist ja momentan für uns beide zu wuppen , so wie es jetzt ist. Nur hadere ich halt manchmal etwas , obwohl ich gar nicht weiss , ob es anders auch wirklich besser wäre oder irgendwann einfach nur öde. Und hier im Forum lese ich immer nette , alltagstaugliche Hilfestellungen - also wollte ich mich auch mal ganz eigennützig berieseln lassen. Danke dafür ! Ja , Konstanz ist wirklich eine sehr warme , sonnige Vorstellung. Aber der momentane Alltag ist auch schön , wir beide haben in unseren individuellen Leben gut zu tun und somit in unserer gemeinsamen Zeit einiges zu erzählen. @vallie: Lach - Dreckwäsche schleppe ich so oder so von Wohnug zu Wohnung , Fernbedienung staubt bei uns ein und Schnarchen unterlässt "Mr.Wunderbar" zum Glück. Aber sehr interessante Denkansätze....... Vielleicht sollte man einfach nur zufrieden sein und nicht immer MEHR haben wollen. Ich habe mal einen schönen Spruch von Fontane gelesen : " Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin , mit gerade soviel Dampf zu reisen wie da ist." Und da ist einiges dran....
nur noch ein paar dinge...noch ist es ja deine eigene dreckwäsche, wenn du mal dann die wäsch nur noch hingeworfen kriegst, kriegt man auch schnell ein hälschen. öde muß es nicht werden, aber ich finde es schneller öde, wenn man zusammenlebt, WEIL man sich jeden tag hat, mehr zusammen erlebt, was die kommunikation in meinen augen minimiert. auch die quasiteildienste könnten nervig werden, wenn man hautnah dabei ist. wenn das zusammenziehen grad "blöd" scheint, irgendwann wird es vll einen punkt geben, da passt es dann auch mit den kindern etc. warum nicht darauf warten? und geschnarcht hat mein mann vor 10 jahren auch noch nicht....
Ja, da hast Du wohl sehr recht. Alles was ich jetzt in meiner "Zweitwohnung" mache , ist rein freiwillig- u.a. auch seine Wäsche von a nach b schleppen , da mir die Zeit bei ihm zu wertvoll scheint um sie mit Socken-legen zu verplempern. Ich werde zu nichts gezwungen - genauso wie er auch. Alles ist freiwillig und mit vollem Herzen - oder es fällt halt aus. Das kann man beim ntgedrungenen Zusammenleben dann sicher nicht mehr so genau sagen. Wie Du so schön schreibst : für alles gibt es eine Zeit. Und die EINER gemeinsamen Behausung scheint bei uns noch nicht ran zu sein. Ich kenne Dich ja vom Lesen als getrennt-wohnen-zusammen-glücklich-Fan und wurde nicht enttäuscht... ;-) Aber bitte - was sind "quasiteildienste" ? Liebe Grüsse
in der gastronomie nennt man es bei einem koch zb teildienst, wenn er von 11.00 bis 14.00 arbeitet und dann wieder von 18.00 bis 24.00 ( zeiten nur beispiele, gell ). ich habe es so verstanden, daß dein freund morgens arbeitet und dann eben wieder abends. das KANN u.u. nervig sein, wenn man zb freunde eingeladen hat und burschi muß eben zur arbeit. wenn man getrennt wohnt und das nicht immer mitbekommt, könnte das in den hintergrund geraten... war nur so ein gedanke. kann auch nervig sein, wenn einer um 5.00 aufstehen muß, wenn man selber bis 6.30 schlafen kann. bei getrennten wohnungen, interssiert das vll 3x/woche. zusammen kann man nicht aus.
Ja aber warum müsstest denn du, wenn du sie nicht mit zu dir nimmst, bei IHM SEINE Socken legen? Getrennte Wohnung, getrennter Haushalt. Ist doch einer der Vorteile :-) Lg Fredda die eh gerne die Socken- und Unterwäscheberge einer Woche hinstellt, damit jeder sich seins rauskramt (7 x 5 - das ist ne Menge...)
Jetzt habe ich das mit den Diensten verstanden- dauert heut anscheinend etwas bei mir.... ;-) Das stimmt - wenn jeder fernab in seiner Behausung ist , lebt man seinen ganz normalen Alltag und telefoniert halt täglich. Dann kann der normale Alltagswahnsinn nicht so an der Beziehung zerren - deutlich ein Vorteil der getrennten Wohnungen . Und seine Wäsche zu waschen ist rein pragmatisch - ich wasche bei 4 "Frauen" eh jeden 2.Tag und da fliegt sein Sums mit in die Maschine. Ist nicht an Dankesbezeugungs-Erwartungen geknüpft und auch nicht abträglich für mein Erotik-Empfinden. ;-) So wie er hier in "meiner" Wohnung auch manche Sachen ganz selbstverständlich für mich erledigt. Ich wünsche Euch einen schönen Abend und danke nochmals !
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