Mitglied inaktiv
Bin beim querlesen des Skyla-Threads drüber gestolper zu welchem "Zweck" man ein Kind bekommt bzw. dass der Kinderwunsch an sich egoistisch wäre. Ist das so ? Das empfinde ich (vor allem seit ich Mutter bin) ganz anders. WAS bitte ist daran egoistisch, dass man bereits ab der Zeugung des Kindes die Verantwortung dafür hat, dass es dem Wurm gut geht ? Die ganzen Ängste und Sorgen, die physischen und psychischen Dinge die einen da überrollen sollen egoistisch sein ? Ich selber empfinde es eher so, dass ich mit den Kindern ein ganz großes Stück meines Egos verloren habe. Klar ist es wunderschön , ganz oft und viele Gefühle und Momente sind so unbeschreiblich und intensiv schön dass man denkt: Ja, das ist es was ich immer wollte (und gar nicht wusste warum....) Aber es ist doch auch so, das mindestens ebensoviele Momente (manchmal auch mehr) so sind, dass man denkt: SO hab ich mir das eigentlich nicht gedacht, ich komme an meine Grenzen, ich kann weniger steuern als ich denke, obwohl ich mich so bemühe, und WO bitte schön bleibe ich ?? Und daher frage ich mich oft.:Bin nicht eher ICH ein Egoist weil ich eben NICHT noch ein paar Kinder nachgelegt habe ? Weil ich denke, ich bin mit meinen Zweien schon ausgelastet ? Weil ich es schön finde, wenn die Kinder immer selbständiger werden (wobei doch immer wieder neue Baustellen auftauchen wie die Pubertät etc.pp und dass es nie aufhöhren wird, selbst wenn sie schon 40 sind.....) ???? Ein Kind zu wollen "weil man eben ein Kind haben will" ist denke ich eher beim ersten Kind der Vater des Gedanken. Vielleicht denkt man da auch: ja das soll den Zweck haben, dass ICH mich gut fühle weil ich einen Menschen "mache" und ihn lieb haben kann. Das ist vielleicht noch egoistisch....verliert sich aber doch ganz schnell, wenn das Kindlein denn da ist und man 24 h am Tag, jeden Tag jeden Jahres in seinem zukünftigen Leben für diesen Menschen da sein darf...in guten wie in schlechten Tagen !
Doch ich denke man bekommt Kinder aus egoistischen Gründen, allerdings ist das Großziehen der Kinder das absolute Gegenteil von Egoismus. Also ich für mich kann sagen, daß ich meine Kinder nicht für die Rente der Allgemeinheit oder, damit die Oma ein Enkelchen hat, bekommen habe, sondern ausschließlich, weil ich immer Kinder haben wollte, weil ich mir dieses Leben einfach schöner vorstelle. Auch bei Kind Nummer 2 und 3 war das so. Und genauso sage ich jetzt, daß wir kein viertes mehr wollen, weil ich es so wie es ist, genau richtig für uns - und damit auch mich- finde. Das ist egoistisch, weil es hier um meine Lebensziele geht, aber das finde ich jetzt nicht schlimm.
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