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Ich trau mich nicht

Ich trau mich nicht

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Ich hatte eben einen ellenlangen Roman geschrieben und eigentlich spielt das alles keine Rolle. Also versuche ich es mal kurz zu machen: Ich schaffe es nicht / traue mich nicht / whatever mich von meinem Partner zu trennen. Ich bin die starke. Es ist nichts dramatisches vorgefallen. Ich merke einfach, dass ich nicht mehr will und unsere Liebe lange tot ist. Er sieht es genauso allerdings ist das alles für ihn kein Trennungsgrund. Es gibt schlimmeres für ihn und vorallem unbequemeres. Ausserdem ist er total verkopft und hat sogut wie keinen Zugang zu seinen Gefühlen. Das soll nicht das Thema sein aber erklären, dass es für ihn u.U. wirklich nicht so schlimm alles ist. Wir haben Kind und Haus. Ich bin Hauptverdiener allerdings allein u.U. auch nicht in der Lage das alles aufrecht zu erhalten. Nun zu meinem Problem: Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Vater Alkoholiker und Mutter Co-Alkoholikerin sich NIE NIE im Leben getrennt hätten. Die Familie hat zu dritt stark gelitten - nach innen. Meine Mutter hatte ja mich zum abladen. Es wurde immmer wieder betont, dass man in guten wie in schlechten Tagen ....bla...bla....Selbst heute noch, 10 Jahre nach dem Tod meines vaters, ist sie stolz darauf durchgehalten zu haben. Liebe war glaube immer sekundär. Ein Leben für die anderen mit dem Wunschkind als Mülleimer und Puffer. Mir war sehr, sehr früh klar, dass ich so nie werden wollte und nun stecke ich in der Falle. Ich schaffe es nicht mich zu trennen. Meiner Tochter den Vater zu nehmen. Ich weiß es und fühle mich gefangen. Was kann ich tun ? Lieben Dank zusanna


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und was ist für ihn der "Zusammenbleibgrund"?


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Bequemlichkeit, er hat durch mich was erreicht ( Haus, Familie, Freunde,....) Er stammt ebenfalls aus keiner liebevollen Familie und hat gelernt sich zu arrangieren. Es genügt.......noch. Das ist meine Version. Leider kann er sich nicht so ausdrücken.


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na alleine das würde mir ja schon reichen!!!! Auch wenn man sich irgendwann mal vorgenommen hat, nicht so zu werden wie die Eltern... kommt immer anders, als man denkt. Ich WOLLTE immer so werden wie meine Eltern - und habs nicht einmal ansatzweise geschafft und dort auf ganzer Linie versagt. Du bist mit diesem Muster groß geworden, ich denke, das wird eine Rolle spielen - un(ter)bewußt. In einer Beziehung und in einer Familie gehts nicht darum, sich zu "arrangieren". Natürlich das auch bis zu einem gewissen Grad, aber ich bleib doch nicht aus Bequemlichkeit mit jemandem zusammen???? Was das Haus angeht - schau mal, ob Du vielleicht irgendwelche Hilfen in Anspruch nehmen könntest. Oder rechne mal aus, ob Du das nicht auch so mit Job auf die Reihe bekommst. Ansonsten - er wird sicherlich zu faul oder zu bequem dazu sein- setz ihm ne Frist zum Auszug. SCHRIFTLICH. Den Vater nimmst Du Deinem Kind nicht, er hat Besuchsrechte und wird auch weiterhin ein Papa fürs Kind bleiben. Aber Du möchtest doch Deinem Kind nicht die pseudo-Heile-Welt vorspielen, in der DU mal groß geworden bist, oder? LG Sue


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Zitat:"Aber Du möchtest doch Deinem Kind nicht die pseudo-Heile-Welt vorspielen, in der DU mal groß geworden bist, oder?" Das wollte ich NIE ! und jetzt wo ich es beweisen könnte, denke ich sie merkt es nicht. Ich weiß. es ist Quatsch. Aber ich fühle mich ihr gegenüber schuldig. Dabei wäre es für mich die größte Strafe, wenn auch sie dieses Muster übernimmt. Ich müsste das alles aber allein und ohne Rückenhalt meiner Familie durchziehen und das bin ich nicht gewohnt. Ich wäre die öse und ich wiß nicht ob ich das aushalte..... zusanna


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Hallo! Darf ich mal fragen wie lange ihr zusammen seit? Wie alt ist euer Kind? Was mich ein bisschen stört, ist das du so emotionslos schreibst..... Ich denke heute verlässt man seine partner viel zu schnell, man sollte versuchen an den Problemen zu arbeiten. Ich komme auch aus einer " Suchtfamilie", kann das schon nachvollziehen was du meinst. Mir ist es wichtiger, ob er ein guter vater ist.....etc. Ich kann mir nicht vorstellen, das sich die meisten Ehemänner in Monster verwandlen. Es gibt ja auch gründe warum man eine Familie gründet. Vielleicht solltet ihr mal ein Paartherapie machen um zu Retten was zu retten ist. Die frage nach dem Haus......also du bist alleinverdiener, also denke ich wirst du das haus auch halten können. Lg jessica


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ihr habt euch entliebt. du hast ein haus, du hast angst, den vater für dein kind und finanziellen wohlstand zu verlieren. so. das setzt du in einem zusammenhang mit deiner suchtfamilie und genau DEN verstehe ich nicht. in deiner familie hast du gelitten, weil deine mutter schwere probleme auf dich abgeladen hat. du hast aber keine, außer daß du ihn nicht mehr liebst. insofern lädst du nichts ab. wahrscheinlich. ergo-----> kind leidet ( wenn überhaupt ) nicht vergleichbar mit dir. so kannst du zwei dinge tun: die liebe wieder entflammen oder dich von deinem mann trennen. deine mutter war krank, genauso wie dein vater. das war der grund, warum sie ausgeharrt hat. du bist gesund oder ist dein mann auch suchtkrank?


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bevor ich zur Arbeit gehe, kurz ein paar Antworten: Ich bin 33, Mann ist 34, Kind fast 6, wir sind seit fast 7 Jahren zusammen, unverheiratet. Ziemlich überstürzt zusammengekommen und ziemlich sofort (ungewollt aber auch unvorsichtig) schwanger geworden. Wir haben beide unsere damaligen Partner für den anderen verlassen. Er ist nicht suchtkrank, nur emotional kalt und irgendwie nicht mitgewachsen. Das emotionslose bei mir täuscht wohl nicht. Das geht schon sehr lange. Ich wollte nur einmal eben nicht schnell aufgeben. danke und bis heute Abend


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das mit dem nicht-aufgeben finde ich auch richtig. man schmeisst auch 7 jahre inkl gemeinsamem kind nicht so mirnichtsdirnichts weg, zumal es ja-und ich wiederhole mich-keinen schädlichen grund gibt, bis auf die nichtliebe, die nach deiner erklärung von eben wohl noch nie da war. wahrscheinlich von euch beiden nur des zweckes wegen. ihm scheint es ja auch gut zu gehen bei dir. mit haus und so....überarbeiten muß er sich scheinbar auch nicht..... dann mußt du dich entscheiden, ob du für dich nicht auch noch einen anspruch ans leben stellst.


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Ich würde auch das für und das wider gegenüberstellen und dann entscheiden. Klar man versucht die Beziehung so halten, so lange wie es geht, aber manchmal geht es einfach nicht. Ich würde euch anraten eine Paartherapie aufzusuchen. Und an eure Beziehung zu arbeiten. Und ich denke das ihr selber auch eine braucht. Denn das was ihr erlebt habt, muss verarbeitet werden. Und das kann man ohne Hilfe nicht. Und die meisten Handlungen, die bei euch stattfinden, wie die Gefühlskälte und Gleichgültigkeit (sorry so kam dein Bericht für mich rüber) spiegelt sich in eure Beziehung wieder. Ich denke da hat viele Faktoren bei euch zu tun. Und ohne Hilfe wird ihr beide nicht rauskommen. LG Claudia


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dann mußt du dich entscheiden, ob du für dich nicht auch noch einen anspruch ans leben stellst. Den stelle ich, definitiv - sonst würde ich mich nicht so sehr damit beschäftigen. Aber (außer intern als "Drohung", "Verzweiflung",....) ich mach es mir extrem schwer meine, eigentlich bereits gefällte, Entscheidung öffentlich zu machen. Angst, dass ich bereue, Angst vor Vorwürfen zu viel zu wollen oder eben auch nicht genug getan zu haben. Warum traue ich meiner eigenen Wahrnehmung nicht genug um daraus meine Stärke zu ziehen ??? Lieber provoziere ich und hoffe.... egal auf was ....... MIST zusanna