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Ich auch - Thema Familie und immer nur schlucken?

Ich auch - Thema Familie und immer nur schlucken?

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Hallo, aus aktuellem Anlass mal eine Frage an alle: Ruhig mal aufräumen (nicht ungerechtfertigt! oder unfair) und rieskieren dass die Familie sich abwendet? Oder den Schein wahren und nichts sagen? Oberflächliches Blabla? Den Kindern zuliebe? Oder Rückgrat zeigen und dem Pulk klare Grenzen setzen? Wie handhabt ihr das? LG K.


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Ich habe jahrelang geschluckt und bin dadurch in die Depressionen gefallen. Ich habe bis auf meinen jüngsten Bruder den ganzen Kontakt abgebrochen. Und bin die ganzen Geschichten, die damals passiert sind am verarbeiten. LG Claudia


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Ich hatte als Kind keinen Einfluss darauf, wie ich groß gezogen wurde, konnte mich gegen das was falsch war nicht wehren. Meine Meinung sagte ich als ich erwachsen war... man nahm es zur Kenntnis. Was ich tue: Meine Kinder dürften gern viel Kontakt haben aber es reicht offenbar die Ebkel 3-4 mal im Jahr zu Feierlichkeiten zu sehen. Allein hingegeben habe ich meine Kinder nicht, würde ich auch nicht... ich weiß ja wie wenig geduld man da mit Kindern hat und was mit ungehorsamen Kindern passiert. Ich wende mich nicht ab aber der Kontakt hält sich in Grenzen.


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Hi, ich halte meinen Mund nicht. Ich schütze mich und meine Kinder ! Ich kann eine hofliche Destanz waren sowie auf den Tisch hauen, je nachdem wie es am Besten ist. Ich kann über meinen Schatten springen um Situationen zu entschäfen. Ich entscheide zu meinem Wohl wann ich Schlucke, wann ich lächle obwohl ich am liebsten laut schreien würde. Aber alles in allem muss man seinen Weg gehen, sonst wird alles schlimmer. Dani


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es kommt darauf an, wie sehr die familie in die eigene familie involviert ist. ich habe leider keine mehr, aber damals gab es einige gewitter, zumal meine mutter auch sehr nahe war. emotional und auch räumlich. in der familie meines mannes gäbe es aufräumpotenzial hoch n-----> unendlich aber da es mich und meine kinder nicht betrifft, halte ich mich zurück. es nützt mir nichts, eine alte frau ihr komplettversagen vorzuwerfen, den alten mann kenne ich nicht einmal. abwenden wär mir gaga.


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also bei mir isses so, meine familie hat nach aussen hin immer den schein gewwhrt, dass wir die perfekte familie mit 5 kindern sind, drinnen sahs anders aus,von häuslicher gewalt,über psychische gewalt, ich habe nur oberflächlichen kontakt zu meinen eltern,und lasse sie in dem glauben dass unser verhältnis gut wäre, ich habe oft mal was gesagt,und es war fürn A****, musste mir dann vorwürfe anhören, deswegen, hallo und tschüss, die gehts euch,bla bla, meine tochter ist oft übers wochenende bei ihnen, haben vorher im haus mit meiner oma gewohnt, 1km von meinen eltern weg, jetzt wohnen wir wundervolle 35km weg, wir bringen unsere tochter am freitag hin, und am sonntag holen wir sie ab seid mein vater vgor ca. 12 jahren das trinken aufgehört hat, isser viel ruhiger,aber eben immernoch der koleriker ich halt die klappe,mein mann auch, sonst reg ich mich nur unnötig auf


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Entscheidend ist nicht, was unsere Erziehung aus uns gemacht hat, es kommt darauf an, was wir aus Dem machen,...


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lg v.


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...eigene Familie oder angeheiratete? Bei mir ist es mein Ex-Schwiegervater, also der Großvater meines ältesten Nachwuchses, der sich irgendwie immer mehr Klöpse leistet... es fällt mir zwar immer schwerer, mich auf meine Fingerchen zu setzen und nichts zu sagen, aber ich entscheide mich dann doch jedes Mal wieder für "Schein wahren und oberflächliges Blabla". Er ist nun einmal der Großvater meines ältesten Nachwuchses, und ich sag mir oft, ich muss ihn nicht mögen, ich muss nur irgendwie mit ihm auskommen, und da reicht es völlig, wenn ich freundlich-höflich vor mich hin murmele, egal, was für einen Kappes er von sich gibt. So langsam bekommt mein Nachwuchs übrigens auch einen Eindruck von ihm, und ich finde den Eindruck auch relativ vernünftig. Trotzdem - lieber so, als dass er den Großvater überhaupt nicht kennen würde. *runterschluck* Ich muss allerdings sagen, ich komme auch aus einer Familie, in der immer über relativ viel, was relativ sehr unerfreulich war, relativ sehr nachhaltig geschwiegen wurde... da ist es mir jetzt schon wichtig, meinen Kindern gegenüber mehr auszusprechen und ihnen auch unschöne Dinge nicht zu verschweigen, wobei ich sicherlich manches nicht in voller Brutalität erzähle, aber trotzdem, die Grundzüge sollen sie wissen können. Dieses "Klima des Schweigens" fand ich als Kind selber gräslich... Klingt jetzt wahrscheinlich alles nicht sehr in sich schlüssig.... Meine Großmutter hat von sich immer gesagt - sie ist jetzt so-und-so alt geworden (ist mit über 80 gestorben) und jetzt ändert sie auch niemand mehr, jetzt müssen wir sie so verbrauchen, wie sie ist. Und ich denke, mit dem Spruch hatte sie im Grunde recht. Was man nicht ändern kann, da bringt es auch nichts, gegen anzukämpfen, da muss man entweder akzeptieren oder schlicht weggehen (alternativ eben: Version oberflächliches Blabla), sonst reibt man sich auf und kann den Kampf doch eh nicht gewinnen.


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Ich sage bei meinen Eltern die Meinung - obwohl die mit meinen Kids total liebevoll umgehen und das lange Zeit überhaupt der Grund war, hinzufahren. Mein Verhältnis war immer schwierig, seitdem ich mich aber auf meine Hinterbeine gestellt habe und ihnen erklärt habe, dass es mein Leben ist, wird es besser. Meine Schwie-Mu ist auch nett - aber leider sehr faul. Wenn die Kinder dort sind, gibts Fernsehen und Schnucke. Da sind sie ja dann zufrieden. Auch da sage ich dann - bei dem schönen Wetter geh bitte mal mit ihnen in den Garten und es gibt kein Fernsehen. Das klappt dann auch. Im großen und ganzen - ich schlucke eher nicht und es klappt gut. Solange man im vernünftigen Ton alles sagt.


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Hallo, also ich finde "Schlucken" ebenso falsch wie "Aufräumen". Das erste bedeutet, dass man sich selbst untreu wird und sich verstellt. Aber das zweite heißt, dass man viel unnötiges Porzellan zerschmeißt, weil man allen seine Meinung um die Ohren klatscht und sie attackiert. Auf Aggression erfolt immer Gegen-Aggression. Ich finde, für einen erwachsenen und souveränen Menschen ist ein Mittelweg angesagt: Dinge, die man nicht möchte, darf man nicht schlucken. Sondern man kann freundlich, aber absolut unnachgiebig in der Sache auf seinem Teil bestehen. Man braucht dazu nicht laut zu werden und niemanden anzugreifen. Es reicht zu sagen: Nein, das mache ich nicht so. Nein, das sehe ich anders. Nein, ich handhabe dieses oder jenes lieber so. Das kann man notfalls mehrfach wiederholen, ohne sich zu verteidigen, zu rechtfertigen, zu argumentieren, andere zu überzeugen oder zu streiten. Das Witzige ist: Die Familie wendet sich gar nicht ab, wenn man das so macht. Sie murrt und knurrt, ist anfangs beleidigt, versteht das nicht usw. Aber wenn man sich ruhig und souverän gibt, entsteht auch Respekt bei den anderen. Auch, wenn sie sich erst umgewöhnen müssen, dass die Dinge nicht mehr so laufen, wie sie es gern hätten: Den Kontakt bricht deshalb meist gar keiner ab. Eben weil es zu keinem Eklat kommt - das ist meist auch ganz unnötig. Deshalb: Definiere für Dich selbst, was Dir zukünftig wichtig ist im Umgang mit der Sippe. Wo Du bereit bist, Kompromisse zu machen, und wo nicht. Bei diesen Dingen bleibst Du dann absolut hart, aber höflich. Damit können andere Menschen umgehen - auch wenn es ihnen anfangs schwerfällt. LG BB