anonymaus
Hallo, ich bin mit meinem Partner knapp 9einhalb Jahre zusammen, wir haben 3 gemeinsame Kinder. Das 3. Kind war nicht geplant, wir haben uns aber gemeinsam dafür entschieden. Trotzdem ist seitdem irgendwie der Wurm drin bzw. ist da so eine merkwürdige Distanz zwischen uns..kein in den Arm nehmen mehr, kein Kuss zwischendurch, kein Sex mehr. Von seiner Seite kommt da nix mehr und ich bin mittlerweile dadurch auch ziemlich abgestumpft. Und ich hab das Gefühl ihn interessiert das alles garnicht. Problem ist, das wir nicht drüber reden..ich schaffe es einfach nicht das Thema mal anzuschneiden.. und er redet da sowieso nicht drüber. Im Alltag verhalten wir uns normal, verstehen uns ganz gut. Nur ist irgendwie die Partnerschaft auf der Strecke geblieben. Wie eine platonische Freundschaft mit Begrüssungs-und Abschiedskuss. Manchmal denke ich, da kann ich auch alleine leben, das wäre das gleiche. Aber kann ich das den Kindern antun... Würde ein klärendes Gespräch uns helfen oder hat das alles keinen Sinn mehr? Bitte um Rat.
Also grundsätzlich finde ich es schlimm, wenn man nur wg den Kindern zusammenbleibt. Die Kinder merken sofort, dass da was in der Luft liegt. Dann lieber eine endgültige Trennung und man kümmert sich trotzdem vernünftig um die Kinder. Hat er vielleicht Angst, dass Du wieder ungewollt schwanger wirst? Deshalb verzichtet er lieber gleich ganz? Wenn Du ernsthaft über Trennung nachdenkst, dann fahr doch mal eine Woche mit den Kindern weg und warte ab, ob er Dir überhaupt fehlt oder ob Du Dich sogar besser fühlst.
Ja die Angst hat er. Wir hatten zwar auch nochmal nach der Geburt des 3. Kindes GV, aber das kann ich an einer Hand abzählen. Das mit dem wegfahren hatten wir quasi schon, er musste Ende November wegfahren für ne knappe Woche..tja wie soll ich sagen, es war irgendwie angenehm...aber ich finds schlimm das ich so denke :-( Ich liebe ihn, das weiß ich, aber es ist alles so untergegangen, weiß garnicht wie ich das beschreiben soll. Es zermürbt mich.
Ich denke, es lohnt sich IMMER für eine Beziehung zu kämpfen. Erst recht wenn man so lange zusammenlebt. Heute neigt man irgendwie immer so schnell dazu alles direkt "hinzuschmeissen". Bitte nimm das nicht als persönlich Kritik. Ich finde allgemein man trennt sich heute öfter und schneller als früher. Es scheint zum Trend geworden zu sein, wenn mal nicht alles optimal läuft. Es ist ganz normal das sich in eine Beziehung irgendwann die Routine einschleicht, bei den anderen mehr, bei den anderen weniger. Nur weil ihr euch nicht mehr ständig küsst und verliebt umturtelt und der Sex weniger geworden ist heißt das doch nicht, daß ihr euch nicht mehr liebt und die Beziehung keinen Sinn mehr macht!!!! Das was zwischen Euch zur Zeit läuft ist ganz normal! Immerhin habt ihr gemeinsam das Problem eures ungewollten 3. Kindes "überwinden" und verarbeiten müssen. Wie alt ist das Kind inzwischen? Nach einer Schwangerschaft kann es im allgemeinen sein, daß die Lust auf Sexualität nicht ganz so groß ist. Desweiteren kann die Angst vor einer Schwangerschaft einem wirklich gänzlich die Lust am Sex rauben!!! Ich weiß wovon ich rede. Unten steht ein Thread von mir .... mein Mann wird sich aus dem Grund nun nach reiflichster Überlegung sterilisieren lassen ... das wird uns beiden diese Angst nehmen. Vielleicht solltet auch ihr euch gemeinsam Gedanken über eine wirklich zuverlässige Verhütung machen (muß ja nicht gleich eine Sterilisation sein!!!). So wie ich dich verstanden habt, läuft es ansonsten in Eurem Alltag recht harmonisch ab, oder? Das heißt es gibt keine großartigen Streiteren oder gar Fremdgehen des einen Partners, oder? Also ... warum Trennen? Arbeitet an Eurer Beziehung! Lernt es zu akzeptieren, daß sich das Zusammenleben irgendwann mit der Zeit verändert, aber nicht zwangsläufig schlechter wird! Im Gegenteil ... es kann so viel intensiver werden! Wenn es das Alter der Kinder zuläßt, versucht Euch so viel Zeit füreinander wie möglich frei zu schaufeln. Wir geben die Kinder jetzt alle 6 - 8 Wochen mal ein Wochenende zur Oma! Das ist soooooooo angenehm und wir freuen uns immer diebisch auf die 2 Tage. Ihr glaubt gar nicht, was es ausmacht, sich einfach mal "ungestört" fallen lassen zu können ... d.h. ... nicht immer auf der Hut sein zu müssen, das ein Kind an die Schlafzimmertür erscheinen könnte! ;-) Ihr müsst wieder lernen, einfach nicht nur Eltern, sondern auch Mann und Frau sein zu dürfen!!!! Im Zeifelsfall gibt es auch Paartherapien, die da unterstützend wirken können. Ich hoffe, ich konnte dich ein bißchen zum Überlegen bringen .... wenn du magst .... kannst du mir auch gerne ´ne PN schreiben. Ganz liebe Grüße
Eine Partnerschaft bedeutet Arbeit. Diese Arbeit habt ihr beide "liegenlassen", und jetzt müßt Ihr insgesamt mehr aufarbeiten. Redet miteinander, ohne Vorwürfe! Sag wie Du Dich fühlst, frag wie er sich fühlt. Und dann versucht Schritt für Schritt wieder aufeinander zuzugehen. Abgestumpft heißt eigentlich, daß die Gefühle noch da sind, aber wieder "aktiviert" werden müssen, und zwar aktiv. Mit drei Kindern ist das schwer. Aber machbar, im Kleinen. Wenn Dein Partner so viel Angst vor einer neuen Schwangerschaft hat: Kann er eine Vasektomie in Betracht ziehen?
Ich stimmt maxwell da voll und ganz zu ... REDEN ist das A und O ... das hatte ich gar nicht erwähnt! ![]()
Zitat: "ich schaffe es einfach nicht das Thema mal anzuschneiden" Du möchtest Dich trennen, weil Du es nicht schaffst, über Deine Gefühle/Probleme zu sprechen? Wow.......
Hi Klar ist Reden wichtig, ABER bei Sexproblemen kann das leider auch nach hinten losgehen. Wie man früher schon sagte: der Appetit kommt beim Essen! Also - macht Euch nen Termin, was weiß ich - Sonntags nachm Tatort - und dann gehts los. Auch wenn keine Lust da ist. Dann halt nur mal massieren oder kuscheln. Aber nicht verschieben und keine Ausreden! Müde ist man nur, solange man es noch nicht macht :-) Und außerdem natürlich trotzdem: reden reden reden!!!!!! Aber über Sex reden ist wie Kochbuch lesen statt essen - davon nimmt man nicht zu :-) LG
Da stimme ich Dir zu. Ohne Sex ist eine Beziehung über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt.
mir sind beziehungen bekannt, in denen es auch ohne sex gut funktioniert... es gibt körperkontakt und es ist keine abneigung da, aber keinen sex und dennoch sind das sehr zufrieden und glücklich wirkende menschen, die sich offensichtlich sehr lieben.
Mensch, muß ich alles haarklein formulieren? Es ist doch logisch, daß es beziehungstechnisch keine Probleme gibt, wenn BEIDE zu 1000% glücklich sind ohne Sex. Das ist hier aber nicht der Fall! Es gibt Menschen die sich nie verlieben oder nie Sex haben wollen. Und trotz allem einen Partner haben.
war nicht böse gemeint mich bewegt das im moment sehr, aber ich bin dann raus
Ich denke es ist bei Anonymaus auch nicht nur alleine der Sex, der fehlt.
Sicher ist es auch die Nähe des Partners, die Offenheit und das Kribbeln allgemein, was fehlt. Aber wie gesagt... das verliert sich ganz oft mit der Zeit ... und man muß es sich wieder erarbeiten wollen!
Und ja, über Sex reden ist nicht immer leicht und auch nicht immer gut ... manchmal muß man es einfach auch mal ansprechen, sonst führt es zu nix.
Und hier mußt auch nicht NUR über Sex gesprochen werden. Auch alles andere sollte Thema sein ... man kann ja damit anfangen: "Du, mir fehlt es so, daß du mich einfach mal in den Arm nimmst!" Vielleicht sagt dann der Partner: "Was? Ach, Mensch Sorry, warum sagst du das denn nicht ?"
Manchmal ist es so einfach ... es schleicht sich einfach irgendwann etwas ein, daß irgendwie von beiden nicht so gewollt oder gemeint ist!
Oder einfach mal selbst den Partner in den Arm nehmen und halten ... es kommt sicher eine Reaktion ... und bestimmt nicht nur eine negative ... oder einfach abends auf der Couch, wenn die Kids schlafen mal ankuscheln. ... vielleicht bei ´nem Glas Wein oder Bier ... oder für die Süßschnuten bei ´nem Eis ... einfach sich mal was gönnen, was beide genießen können.
Und wie gesagt ... ZEIT für Zweisamkeit ... das ist das A und O.
Bei drei Kindern kommt das logischerweise im Alltag zu kurz ... das muß man sich wieder erarbeiten. Und glaubt mir ... es lohnt sich!!!! ![]()
War auch nicht böse von mir gemeint!! ![]()
ich sollte auch einfach zu sowas nicht schreiben, nicht mein thema oder zu sehr mein thema im moment...
Ich hatte jetzt nicht den Eindruck, dass das das grösste Problem ist. Bevor man in die Kiste hüpft, sollte man sich vielleicht mal in den Arm nehmen, kuscheln, einander berühren. Und DARÜBER - also über fehlende Zärtlichkeit und Zuwendung - muss man sehr wohl reden. Der Lösungsweg fängt in meinen Augen beim Reden über Defizite und Wünsche an - funktionierender Sex ist dann sozusagen der Hauptgewinn, wenn man die Probleme gelöst hat.
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Ich weiss nicht. Kann man Sich begehren und lieben wieder herbeireden oder gar herbeitherapieren lassen? Muss man nicht manchmal einfach akzeptieren, dass Liebe und Begehren weniger werden, vergehen und nicht wieder kommen? Welche Frau möchte längere Zeit mit einem Vollpfosten zusammen sein, dem sie erst/dauernd sagen muss, dass er sie gefälligst mal in den Arm nehmen soll. Okay, die Gründe für diese Lieblosigkeit können trivial und überwindbar sein. Aber sie können es vielleicht auch nicht. Das gilt es immer auf den Prüfstand zu stellen. Die Partnerschaften waren früher schon genauso glücklich oder unglücklich wie heutzutage. Wenn man sich heute öfters trennt, dann weil man und vor allem frau es kann. Was nicht schlecht sein muss. Wir müssen nicht mehr in einer Sippe oder Versorgerehe ausharren und können, zum Glück, auch ohne solche Netze überleben und auskommen. Und genau das ist der Punkt.
Bevor man eine Beziehung als gescheitert erklärt, sollte man daran arbeiten. Und ja, Gefühle kann man reaktivieren. Und manchmal schweisst eine Krise zusammen. Auch Frauen können beziehungstechnisch Vollpfosten sein, die nur erwarten und warten. Und dann heulen, wenn der Partner nicht Gedanken lesen kann. Ich sehe in der Leichtigkeit des Trennens eine gewisse Gefahr.
Drüber sprechen und dann gemeinsame Zeit ohne Kinder frei schaufeln.
Beziehungen müssen gepflegt werden oder der Alltag lässt die Liebe welken
Such erst einmal das Gespräch, wenn du nicht weißt wie du es ihm mitteilst im Moment, dann ordne deine Gedanken und schreibe einen Brief, dann hast du Zeit die richtigen Worte zu finden, aber trennen ohne über Probleme zu sprechen halte ich für falsch. ![]()
In jeder Beziehungen kommen auch schlechtere Zeiten.Aber deswegen alles hinschmeissen??? Ihr seit es euren Kindern schuldig zu versuchen eine Familie zu bleiben! Ich fände die beste Lösung wenn ihr eine Gesprächstherapie/Ehetherapie macht.Ich kann Pro Familia sehr empfhelen!!!!!Und die bieten sehr vieles an! Denk an eure Kinder.Du weisst nicht was die bei einer Trennung durch machen! Kämpfe um eure Familie! Alles Gute,Jassi
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