Mitglied inaktiv
Hallo in die Runde, angeregt durch einen Strang im Aktuell habe ich mich gerade mal wieder durch die Kolumne von Sibylle Berg auf sponline gewühlt und dabei den o.g. Artikel entdeckt, in dem sie zu Bindung statt Konsum aufruft. Ins Aktuell wollte der Beitrag nicht recht passen, deshalb poste ich ihn hier, der folgende Absatz hat mich zu Tränen gerührt: "Der Preis (für eine feste Bindung) ist hoch, ist die Freiheit, die vermeintliche. Der Lohn absurd. Nicht mehr allein zu sein im Meer der Pseudomöglichkeiten. Menschen um sich zu haben, jeden Tag, die einen nerven, aber kennen und ertragen, ist vielleicht die einzige Möglichkeit, das Leben halbwegs ohne psychische Schäden zu überstehen. Rollt euch ein in Bärenfamilien, kauft nichts, haltet euch fest." LG Nicole
eine Kompensation ist. Oder übermäßiger Konsum. Ich provoziere mal: "Männer mit dicken Autos haben wenig Selbstbewußtsein "und evtl. auch keine gute Bindung.
Lies ruhig mal den kompletten Artikel, Marion, der ist wirklich schön, tiefgründig, frei von der Leber weg - so wie sie halt ist, die Sibylle. Hier der Link: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sibylle-berg-ueber-kapitalismus-und-liebe-a-916752.html LG Nicole
haben sofort eine bindung. die brauchen nur mit dem porschschlüssel wedeln.... ( ist aber bei frauen genauso. meine freundin fährt porsche, da geht viel von allein ) den rest verstehe ich nicht.
haben eine bindung zum auto ![]()
nein, eine ver-bindung am hals.
Hi, das ist eine typische Jaspermari-Aussage. Wie geht es übrigens den güldenen Schühchen im Winter? Ich kenne hinreichend sehr erfolgreiche und studierte Geschäftsleute, die einen wahrlich dicken Schlitten fahren. Nicht, weil sie den selbst mit aller Gewalt bräuchten, sondern weil der auf den mitunter weiten Wegen zu ihren Kunden einfach bequemer und sicherer sind. Ein fetter Schlitten gilt außerdem als Gradmesser für Erfolg, egal wie lächerlich das im Grunde auch sein mag. LG Fiammetta
Mir ist die Tage abends unser Kinderarzt über den Weg gelaufen, ein sehr netter, vernünftiger und auch praktisch begabter Mensch, den ich als Elternteil von vier Patienten von ihm wirklich sehr schätze und auch weiterempfehlen könnte. Optisch eher der Öko-Birkenstock-Typ. Ich habe ihn jetzt an der Tankstelle getroffen, mit einem großen dicken und sehr gepflegten Schlitten. Ich gebe zu - innerlich musste ich schon grinsen und dachte, na, dass der das nötig hat... ;-) Für die weiten Wege zu seinen Kunden braucht er als Kinderarzt übrigens vermutlich eher keinen dicken Schlitten, da wäre angesichts der Parkplatznot hier ein verbeulter Kleinwagen wohl praktischer. Aber er ist halt auch nur ein Mann. :-)
Hi, "innerlich musste ich schon grinsen und dachte, na, dass der das nötig hat" Solange er das Auto selbst bezahlt und als Kinderarzt dürfte er gut zu tun haben, ist mir das egal. Ich kenne aber auch Ärzte, die einen Kleinwagen fahren und denen selbst das wiederum vorgeworfen wird, weil sie doch als Doc einen gewissen Status hätten und das auch zum Ausdruck bringen müßten. Wenn der Gute außerdem nachts zum Patienten muss, was bei uns hier u.U. gerade im Winter über Stock und Stein bedeutet, dann sitzt er in der Schüssel wesentlich sicherer. Laßt ihn doch. Ich finde es dämlicher, wenn man sich den Hobel eigentlich nicht leisten kann, sich die ganze Familie einschränken muss, nur damit ein Mitglied ein fettes Töfftöff fahren kann und dafür vorher kleinkindliches Gebrüll angestimmt wurde bis alle resigniert haben. Da kenne ich gleich zwei Fälle und da kriege ich mehr die Kotzeritis. LG
für diese "fetten" Autos halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Für jeden Außendienstler ist es auch möglich, alles in einem Golf zu erledigen. Es ist Luxus und dann soll man auch dazu stehen. Und Autos sollen einen Status symbolisieren ? Das ist doch schon lange nicht mehr so.....
nicht zu fett und großkotzig...um nicht als schnöseliger yuppie bewertet zu werden micht zu klein und ramschig...damit es nicht heißt "bei dem läuft es nicht so gut" nicht zu jugendlich und modern...um bertrauenswürdig und seriös rüberzukommen. und einem kollegen von ihm hat ein mandant gesagt "wollen Sie sich nicht mal ein anständiges auto kaufen, wies eht das (polo, alt) denn aus???" also: ganz vorgeschoben nicht, gibge es rein ums lustprinzip, hätte mein mann ein anderes auto
mir blutet das Herz ich wette, dein Mann würde unheimlich gerne eine handbemalte Ente fahren, muss aber einen soliden Mercedes steuern - schade
der fährt einen ganz alten Golf. Ich glaube nicht, dass er dadurch fachlich ein minderes Ansehen hat.
Bewertungen der anderen frei ? Verstehe ich nicht.... Ich kenne Ärzte, die fahren GAR KEIN Auto. Mein Bruder, ein ganz besonderer Fall, behauptet, er braucht dieses Gerät, dass seine Automatic Uhren schuckelt. Wenn man mal ehrlich ist, braucht man vieles doch nicht, was man besitzt. Das ist, was ich meine. Und natürlich konsumiere ich gerne, aber vieles brauche ich definitiv nicht !
Na ja, der Gute muss selten nachts zu Hausbesuchen zu Patienten, genau genommen eigentlich eher gar nicht, sondern eher mal am Wochenende zum Notdienst ins Kinderkrankenhaus. Und da ist der Parkraum auch knapp. :-) Ich lass ihn ja auch - aber gegrinst habe ich trotzdem. Wobei ich jetzt in über 10 Jahren als treuer Patient zum ersten Mal sein Auto gesehen habe - gegenüber den Patienten dürfte das also eher weniger Statussymbol sein. Und ob z.B. mancher Nobelhobel mit Hinterradantrieb im Schneefall hier im Gebirge eine gute Idee sein dürfte, bezweifele ich vorsichtshalber dann auch. Ansonsten - stimmt schon, ein Gutteil der hoffnungslosen Vollstreckungsschuldner, die mir bisher so untergekommen sind, da fährt der Mann den dicken Schlitten (oft geleast oder auch Tante Umberta zugelassen oder was auch immer) und die Frau trägt Pelz. Es steckt halt oft doch ein Stück Lebensanschauung drin, was für ein Auto man fährt... wenn man es sich denn (ob jetzt finanziell oder vom Umfeld her) leisten kann. Ich muss zum Glück mit meinem Auto bei niemandem Eindruck schinden. Mein Glück, ja. :-)
Ich halte das für den "Benedikt Windrich" Effekt. Diese Männer finden immer pseudorationale Gründe warum sie immer nur das Beste für sich haben müssen.
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so ist es. Und mir sind meine Pseudorationalen Gründe schon bewusst: Ich brauche unbedingt diese Stiefel in DER Farbe mit DEM Absatz. Ich "brauche" genau 1 Paar Stiefel. Und sorry, diese Begründung: "Ich werde von meinen Kollegen /Kunden nur ernst genommen, wenn ich ein teures Auto fahre", halte ich auch für an den Haaren herbeigezogen.
weil wir eine Kiesauffahrt haben
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und ich sage ja nicht, dass man ein bestimmtes auto fahren muss, ich sage nur, das manche wirklich solche gedanken beim autoaussuchen haben ;) es ist in der tat ein mercedesmonster, mercedes fahre ich übrigens ja auch, wenn auch in schick ;)
Nein, du brauchst genau diese Stiefel um im Kollegium und bei den Schülern ernst genommen zu werden, um einen akzeptablen Unterricht zu machen. Ohne würdest du evtl den Job verlieren - und dann??!!!
Dein Benedikt bringt ungeheure Opfer!
Bekannte vom Sport, dass sie die Rolex braucht, um als Eventmanagerin ernst genommen zu werden
Natürlich sollte sie sauber und ordentlich gekleidet sein. Aber was denke ich denn über ihre Kalkulationen bei ihren Events, wenn sie mehrere Rolex besitzt und eine Q 2000 (
) fährt ???
nur etwas unöko ![]()
Corvette
wenn man solch ein Frauchen an der Hand hat
Als Fußballprofi z.B.
also ich kann dir auf anhieb eine ganze menge dinge sagen, die ich brauche und haben will, ohne auch nur irgendeinen rationalen grund dafùr zu liefern.... ich würde auch nur deutsche autos fahren, einen porsche allerliebstens.
du nicht behauptest du BRAUCHST den ![]()
Porsche ist tierisch unbequem, da haste die Ohren zwischen den Knien wir kaufen uns jeder einen netten BMW - man muss nicht immer so anspruchsvoll sein
ich meinte natürlich die Knie neben den Ohren ehrlich, so ein blödes Auto kann noch nicht mal eine mittelgroße Katzentransportbox vernünftig unterbringen
nein, man überfährt die katzen eher damit. schneller zumindest.
das macht die Reifen dreckig und spritzt die ganzen 15 cm hoch zum Fahrersitz wenn das Fenster auf ist
Na ja, ich BRAUCHE ja auch kein Auto. Ich könnte ja auch mit Fahrrad und zwei Anhängern dran die Einkäufe für meine fünf hungrigen Mitbären rankarren und mit den Bahn 2 Std. einfach zur Arbeit fahren.
Ansonsten habe ich immer vom grünen Jaguar geträumt - seit ich aber beim Mitfahren festgestellt habe, damit schaut man eh nur den anderen Verkehrsteilnehmern in den Auspuff, bin ich ins Wanken gekommen. ![]()
ich würde dann den cayenne nehmen....
Pamo, wusst' ich's doch, dass es schweinische Fotos von euch dreien vom Workshop gibt. Lass mich raten: Links das bist du, in der Mitte steht Fredda und rechts das Leewchen... LG Nicole
Das ist ja ansich auch so ein Statussymbol... der Jagdschein und so... aber da geraten ja die uraltangstammten Rollenbilder der Jäger-und-Sammler-Gesellschaftform auch wieder durcheinander. Ergo: Frau-am-Steuer-Verbot für SUV.
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... und geht in eine ähnliche Richtung wie wenn ich in manchen Diskussionen hier um Familie, Betreuung etc. manchmal die Frage einwarf, warum man sich eigentlich so viel auf seine sog. "Unabhängigkeit" einbildet? Z.B. auf das Gefühl/Wissen, mit dem eigenen Geld unabhängig zu sein, die Familie auch alllein durchbringen zu können... usw. Klar ist das nicht schlecht, klar muss es dann irgendwie gehen, wenn es halt sein muss - aber Familie ist doch gerade auch dazu da, eben nicht allein sein, nicht allein "kämpfen" zu müssen - und nicht ständig dran zu denken, wenn man doch allein wäre! Menschen sind doch irgendwie immer "abhängig", wir sind soziale Wesen - und wenn es eine "Abhängigkeit in Liebe" ist, in einer Familie, wo man sich gegenseitig hilft und sich unterstützt, dann seh ich darin kein Problem - im Gegenteil. Gerade im Kapitalismus bzw. generell in schweren Zeiten!
denn heuzutage sind Bindungen fragil. und eine glückliche Bindung kann man nicht erzwingen. Wenn man schon keine glückliche Bindung hat, ist es schon gut, wenn man sich wenigstens ernähren kann. DENN: Wenn man nicht finanziell abhängig ist, kann man eine glückliche Bindung aufbauen, aus freien Stücken. Mag aber sein, dass andere Frauen andere Vorstellungen haben. Aber materielle Abhängigkeiten fördern meiner Meinung nach das Glück in der Bindung !
Ich möchte mich lieber auf jemanden emotional verlassen, auf den ich mich nicht auch finanziell verlassen MUSS. Ich bin zu bleed, ich bekomme das sonst immer durcheinander. Da trenne ich das lieber.
MM, man kann die Aussage des Artikels sicher auf vieles beziehen, aber wohl kaum auf einen Zusammenhalt aus dem Gefühl heraus, eine "Wirtschaftsgemeinschaft" zu bilden. Es geht um Verbundenheit, um die Sicherheit, die man aus dem Miteinander zieht, nicht darum, sich "versorgt" zu wissen. Wenn das die Botschaft wäre, wäre ich sicher die Letzte, die das gutheißen würde - ich bin wirklich und wahrhaftig sehr auf finanzielle Eigenständigkeit bedacht. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb ein Inseldasein als Einzelkämpferin fristen wollte... LG Nicole
MM, man kann die Aussage des Artikels sicher auf vieles beziehen, aber wohl kaum auf einen Zusammenhalt aus dem Gefühl heraus, eine "Wirtschaftsgemeinschaft" zu bilden. Es geht um Verbundenheit, um die Sicherheit, die man aus dem Miteinander zieht, nicht darum, sich "versorgt" zu wissen. Wenn das die Botschaft wäre, wäre ich sicher die Letzte, die das gutheißen würde - ich bin wirklich und wahrhaftig sehr auf finanzielle Eigenständigkeit bedacht. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb ein Inseldasein als Einzelkämpferin fristen wollte... LG Nicole
ohne den artikel oder irgendwas gelesen zu haben.
ömm, ich find, der Satz hört sich nach verzweifeltem Frustsingle an. Die ist doch single, gell? Also die Alternative zur Bärenfamilie - und nicht jeder verträgt und mag die stickige Luft in Bärenhöhlen - muss ja nicht Konsum sein :-) Familie ja, okay, aber bitte nicht stickig, krallig und absondernd, bitte nicht bärig, außer wers mag. Sonst bleibt doch nur die Flucht in die Konsumsucht.... Frau B. ist ja ganz putzig, aber auch ein verwöhntes Produkt ihrer Zeit.
bin jetzt durch mmchen total verwirrt..... ist es jetzt plötzlich schick, sich fnanziell und ideell an männchens krawattenzipfel zu hängen???
Nikas, ich glaube, die Dame ist tatsächlich verheiratet, wenngleich ich den Mann an ihrer Seite nicht beneide, einfach ist die Beziehung sicher nicht ;-) "Putzig" finde ich sie nicht, eher im Gegenteil. Und sie ist ganz sicher selbstverliebt, aber erzähl mir mal, welche Leute aus der Literaturszene das nicht sind. Ich mag sie sehr, weil ich ihr ab"kaufe" (da hammers wieder), was sie schreibt. Und ich finde, sie hebt sich wohltuend vom üblichen Schreibergewäsch ab. Ich glaube nicht, dass sie es ihr mit der Bärenfamilie um Stickigkeit und Enge ging, ganz sicher auch nicht um Kralligkeit - eher um wärmende Pelze in einer kalten Zeit. Ja, ich gebe zu, das klingt schwülstig. Mir war aber gerade nach Schwulst zumute. LG Nicole
mal in Ruhe.
Ich müsst jetzt den ganzen Text von Frau B. lesen. Aber ich les ja ab und zu was von ihr auf sponline und hab halt so meinen Eindruck von ihr. Und bei mir keimte bei dem von Nicole zitierten Satz von ihr das starke Gefühl auf, dass die bärige Familie jetzt wieder als Fluchtpunkt vor der bösen Welt hochgehalten wird. Und als Allheilmittel. Und das halte ich für spießig und illusorisch. Frau B. beliebt verkürzt und homöopathisch polemisch zu schreiben. Aber da scheint eben manchmal was durch; was mir nicht passt. In dem Fall ihre anscheinend heimliche Liebe zur alle probleme lösenden Bärenhöhlenfamilie und das Verherrlichen der Familie. Ich bin nicht gegen Familie oder gar gegenseitge soziale Verantwortung, wie von MM angesprochen. Aber die Realität spricht ja immer weniger dafür, dass Familie durchweg funktioniert. Solls Frau B. halt selbst mal ausprobieren. Dann bin ich gespannt, was sie über Familie schreibt, grins....
Ja, Nicole, als wärmenden Pelz lass ichs durchgehen. Auch Schwulst darf sein; bei dem Bodennebel heute. Ich bin wiederum nicht so der Pelztyp. Ich schwitz da gleich und krieg Platzangst. ;-) Höchstens sich zwischendurch aufwärmen. Manchmal schreibt sie schon an Schmarrn. Darf sie. Ich bin dann eben anderer Meinung. Manchmal ist sie auch putzig. Wenn sie es mal wieder ist, zeig ichs dir. Damit Du siehst, was ich meine, subjektiv.
... wärmende Pelze, gegenseitiges Ankuscheln und eine gemütliche Höhle vorgestellt, irgendwie war ich auch grad so drauf... ;-) Den ganzen Text bzw. diese Frau an sich kenn ich eigentlich gar nicht - aber werde wohl mal reinlesen...
die frau schreibt manchmal über dinge *meinlieberschwan*, naja, so ganz echt tönt das für mich nicht. eher so wie ein politiker, der oben predigt und keine ahnung hat wie's unten aussieht (ganz im sinne vom lied les-rois-du-monde).
aber WIE sie schreibt. hut ab. wirklich. für mich ganz grosse schreiberkunst. ich lese ihre bücher sehr gerne.
mein beitrag würde eigentlich ins bücherforum gehören, aber ich wollte halt mal mitsenfen ![]()
Sibylle Berg ist klasse! Mehr gibts einmal pro Woche auf SPON (der sonst unlesbar ist) oder in ihrem Facebook-Profil.
Ist mir zu platt. Mein Mann liebt sein Auto, seine Uhr, seine ausgewählten Konsumgüter. Ich kenne keinen Menschen der bindungsfähiger und sozialkompetenter ist als er. Er liebt Menschen, ist sehr tolerant und offen. Aber er mag auch sich selbst und steht dazu, daß er eben auch solche verpönten Dinge wie ein " dickes " ( oder in dem Fall extravagantes ) Auto toll findet. Ich bin da etwas anders, aber wir sind ja im Partnerforum :-)
aber kann er auch ohne ? Braucht er sie ? Warum ? Doch wohl, um sich selber ein Stückchen aufzuwerten (und da spreche ich mich selber nicht frei von....). Was passiert, wenn er sie nicht hat ?? Also bei Männern und Frauen, die so etwas brauchen, bin ich schon eher skeptisch. Denn Konsum bleibt Konsum und keine Seelsorge.
Und ich bin kein bisschen immer ihrer Meinung. Aber ich finde gerade durch ihre pointierte Art zu schreiben, gibt sie immer neue Denkanstöße und das gefällt mir. Sie schreibt klug, spitz und fehlerfrei!
Lustig, daß sie sich ausgerechnet den Bären als Synonym für Geborgenheit in der Familie ausgesucht hat. Der Bär ist Einzelgänger und es kommt nicht selten vor, daß die Männchen ihre Brut töten und auffressen. Aber nun gut, es ging ihr wohl um das Bild, welches wir mit einer kuscheligen Teddyfamilie verbinden....... Mir ist das zu plakativ. Ich konsumiere nicht weniger weil ich liebe. Ich konsumiere weniger, weil ich einfach weniger brauche um zufrieden zu sein, hat aber nichts mit Beziehung zu tun. Andersrum kann ich mir das eher vorstellen, daß man vor lauter Konsum nicht zum Lieben kommt. Oder es als Ersatzbefriedigung braucht. Männer, die mit ihrem konsumgut wedeln um die Weibchen anzulocken, habe ich schon immer verachtet. Ich stand auf den Typen mit dem Klapprad.
Ich mag die Art wie sie schreibt...aber gerade bei dem Artikel merkt man, dass sie keine Ahnung hat wovon sie schreibt.... Wie ein Blinder der dir die Faszination eines regenbogens erklärt... Pseudogeschwalle..Hauptsache es klingt wichtig und tiefgründig. Wen will sie damit ansprechen????...Leute die ebenso wie sie keine Ahnung von "Familie" haben...???? Ne sorry, Familie kann man nicht erklären und definieren das kann man nur individuell fühlen..
Reni, woher nimmst du denn die Erkenntnis, dass sie keine Ahnung von Familie hätte? Weil sie aus kaputten Familienverhältnissen kommt? Du machst doch genau das gleiche umgekehrt und unterstellst ihr, dass sie nicht wissen kann, wie sich das anfühlt - Familienverantwortung hat sie meines Wissens aber schon übernommen, und zumindest aktuell doch auch Partnerschaftsverantwortung? Ich finde, man merkt dem Artikel an, dass sie auch Einsamkeit kennt, und Ersatzbefriedigungen - und dass sie vorwiegend in einem großstädtischen Umfeld zu Hause ist. Ich wollte den Text aber auch nicht auseinanderpflücken oder analysieren - ich wollte hier lediglich eine Passage teilen, die mich berührt hat. Ich wüsste übrigens auch nicht, wo sie schreibt, dass Menschen, die auch gern konsumieren, grundsätzlich bindungsunfähig und -willig wären? Manche der Antworten erstaunen mich hier schon. LG Nicole
ok konkreter... was mich an dem Artikel stört ist erstens, dass sie das Single-leben als "getrieben" hinstellt. Sie spricht im Prinzip nur von den Singles, die ihr leben damit verbringen nach etwas zu suchen...und nach was suchen sie? nach einem perfekten Partner...??? So sehe ich das . Verbesser mich wenn du es anderes siehst und verstehst. Wozu dann die predigt? Sie suchen sowieso..nach dem Sinn des Daseins, nach etwas "Gutem, perfektem". Das soll dann ihrer Meinung nach der Partner sein??? Armer Partner, der diese Ansprüche erfüllen soll... Was mich weiter stört ist ihre Annahme, dass ein Single generell so tickt... Das stimmt nicht..es gibt genügend Single, die ihr leben ruhig zufrieden mit großem Freundeskreis im Einklang mit sich selbst genießen und keineswegs ständig im Konsumzwang sind um ihren frust zu betäuben. Vielleicht ist das ihre ureigene innere Unruhe die sie hat oder hatte..verallgemeinern kann man das sicher nicht. Was mich weiter stört ist, dass sie die "Familie" als das kleiner Übel..als die Medizin gegen die Leere verkauft. Ein Partner ist kein Therapeut den man sich nimmt um Selbstzufriedenheit zu erlangen. Wie soll das bitte funktionieren wenn ich nicht selbst mit mir im Reinen bin? Familie/Kinder als Heilmittel gegen Frustration, Leere und Selbstzweifel? Nö....ist mir zu....billig
Ich würde versuchen, weniger da rein zu interpretieren. Was diese Singles suchen, das wissen wir nicht und ich vermute, dass Verallgemeinerungen nicht sinnvoll sind. Ich nehme solche Texte als Anregung, in meinem eigenen Inneren nachzuhorchen und fühle mich an Single-Zeiten erinnert, wo ich tatsächlich getrieben war - allerdings nicht immer nur von der Suche nach einem Partner.
Hi, ich mag Sibylle Berg. Wenn dieses sich gegenseitig halt- und wärmegebende Bärenfamilie funktioniert, indem sie sich gegenseitig Liebe, Kraft und gegenseitige Verteidigung bietet ohne sich gegenseitig aufzufressen, dann ist das doch nicht schlecht. Sie drückt halt eine Sehnsucht aus, die wahrscheinlich die meisten von uns haben - die einen mehr befriedigt, die anderen weniger. Leider kenne ich aber auch Familien, die nach außen genau dieses Bild zu transportieren versuchen, sich tatsächlich gegenseitig aber regelerecht ersticken ohne das aussprechen zu dürfen. Was bleibt dann anderes als Konsum als Ersatzbefriedigung, um sich über Dinge nach außen zu definieren und sich damit einen Wert zu verleihen, den man sich ohne in unserer schönen scheinorientierten Welt nicht hätte bzw. hat erarbeiten müßte? Markenlogos begreift der Dümmste, hohe Intelligenz und Leistungsfähigkeit in Kombination mit Erfolg in schlichten Klamotten die wenigsten. Was glaubt Ihr, wovon auch bestimmte Firmen leben, die sich selbst damit lobhudeln, die gute alte Zeit aufleben zu lassen, Qualität zu liefern, die es doch heute angeblich nicht mehr gibt und das alles zu horrenden Preisen? Da wird eine Pseudowärme aufgebauscht, da geht es primär nicht um Design und Ästhetik und die läßt sich auch noch anderen zeigen. Und schon ist die leere Seele vorübergehend wieder happy und das Bärenbild stimmt nach außen wieder. LG Fiammetta
Also, wärmende soziale Bindungen vs. kalten Konsum, da fehlt mir aber das Neue an dieser seit biblischen Zeiten unbestrittenen Aussage. Nur dass das gerade Frau Berg dies so wortschön propagiert! Wer sich noch an "einige Leute suchen das Glück..." erinnert, mag verstehen, was ich meine. Ich muss mir direkt jetzt noch eine Strickjacke oder eines meiner Bärenkinder holen, um mich aufzuwärmen, wenn ich daran denke. Landlust und manufactum alleine helfen da nicht.
Ich schaue schon länger nicht mehr in ihre Kolumnen; immer dieses Gejammer darüber, dass ihre Utopien nicht gelebt werden und deshalb die Welt so schlecht ist, wie sie ist... Dass sie einen Mann haben soll, wundert mich wirklich, gerade an Männern hat sie sich hemmungslos abgearbeitet, ist der ihrige vielleicht aus Holz und Draht? Den persönlichen Konsum hat doch jeder selber in der Hand; selbst wenn man ein präsentables Auto fährt, damit einem die Kunden nicht wegbleiben, bleibt einem die innere Freiheit, den eigenen Wert nicht an diesem Auto zu messen. Ist Frau Berg so konsumwütig? Was ist aus ´ein Zimmer für mich allein` geworden? Und die Bärenfamilie konsumiert weniger? Das kann nur jemand sagen, der seine Bärchen auf die Stufe einer Kirche gelegt oder nie welche gehabt hat. Allein kann ich genügsam sein; wenn mir meine Single-Höhle nicht passt, ziehe ich eben weiter, es findet sich schon ein neues Loch. Aber vier Bären, wobei jeder seine eigenen Bedürfnisse hat, adäquat unterzubringen, ist komplizierter und geht mit ausreichend Geld am entspanntesten. Kein Wunder, dass die meisten weiblichen Bären mit Kuschelwunsch eher den Porsche-Mann als den Polo-Mann nehmen - bei ersterem rechne ich mit einem Van/SUV als heimelige Transporthöhle; der andere drückt mir wahrscheinlich eine Monatskarte für den ÖPNV in die Hand.
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