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Mooney

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Ich habe mal eine Frage : gibt es hier jemanden der noch mit seinem Partner zusammen ist obwohl dieser eine Affäre hatte und bei dem es jetzt in der Beziehung trotzdem gut läuft und der seinem Partner alles verziehen hat?? LG


mf4

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Ich bin in meinem Leben 1 mal fremdgegangen (keine Affäre, eine einmalige Geschichte) und habe es meinem Partner erzählt (rausgekommen wäre es nicht) er verzieh mir aber... das Vertrauen war nie mehr das gleiche und der Druck unter Beobachtung zu stehen war schlimm für mich. Es ging auch auseinander. Ich hatte auch schon einen Partner, der mich betrog aber da es bei ihm chronisch war gabs kein Verzeihen. Als ich es 100% wußte war er in 5min vor der Tür und blieb da. Notorisches Fremdgehen oder eine Affäre könnte ich nicht verzeihen. Ich denke einen einmaligen Ausrutscher schon.


Fru

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Antwort auf Beitrag von mf4

Vergeben kann man vieles, auch einen Seitensprung, aber ganz sicher nicht vergessen...


Jacky010477

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Antwort auf Beitrag von Fru

Genau das ist das Problem, das Vertrauen ist endgültig futsch. Ich könnte es meinem Mann aber auch nicht verzeihen und ich weiß ganz sicher, das es umgekehrt genauso wäre.


Schildkroete12

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Antwort auf Beitrag von Jacky010477

wie sie sich im Falle "wenn" fühlen und wie sie reagieren würden. Die Frage war doch, OB jemand eine solche Krise überstanden hat und es ging somit um Erfahrungen und nicht um Mutmaßungen. Witzigerweise überstehen nämlich viel mehr Beziehungen eine solche Situation als die "ICHkönntedasnicht"-User hier vermuten lassen. Letztens habe ich bei FB eine hübsche Anekdote gelesen: ein altes Ehepaar wird gefragt, wie sie es geschafft hätten, 40 Jahre verheiratet zu bleiben. Die Frau hat darauf geantwortet: "Ach, wissen Sie... wir sind noch in einer Zeit aufgewachsen, in der man gelernt hat, dass man reparieren und nicht immer neu anschaffen muss..." - Genau DAS ist es! Nicht Alles, was einen Knacks hat, muss man entsorgen... es kostet eben ein wenig Mühe und kann sich durchaus lohnen. ;-)


LoveMum

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Antwort auf Beitrag von Schildkroete12

tja sorry aber es gibt Dinge, die ICH dann nicht mehr reparieren MÖCHTE. Nämlich genau dann, wenn mein Partner seinen Wutzl in eine andere Frau gehalten hat und mein komplettes Vertrauen, die Geborgenheit und die Liebe erschüttert sind. Seitensprung und Schläge sind die zwei Dinge, die ich nicht verzeihen kann, werde oder möchte. Deshalb bin ich schon ein Mal geschieden und habe jetzt seit über sechs Jahren einen Partner für den ich meine Hände und Füße in's Feuer legen würde.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Hoffentlich hält er seinen Wutzl nicht auch ins Feuer. Natürlich kann man auch so schwerwiegende Sachen überwinden - mit viel Mut, Ehrlichkeit, Liebe, Reden aber nicht Labern, Zeit, Neugier, ... und ggf auch kompetenter Unterstützung. Ich mag immer dieses pragmatische "Wenn dann" nicht, ich muss immer erst mal schauen...


LoveMum

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Da ich eben geschrieben habe, DASS ich sowohl betrogen als auch geschlagen wurde, zählt bei mir "Wenn dann" nicht. Ich weiß, wie es ist und ich weiß auch wie es ist, wenn ICH dann mit demjenigen nochmal Reset drücke. Es ist nichts mehr wie es war (bei mir) und das Zusammenleben wird unerträglich. Da half auch kein Reden oder irgendeine Neugier(?) Jeder wie er meint, für MICH persönlich geht das GAR nicht. Und mein Mann hat die gleiche Meinung da seine Ex ihn monatelang betrogen hat... LG Heike die das Geschlechtsteil des Mannes sonst nie Wutzl nennt aber hier verniedlichen wollte wegen Uhrzeit und dem evtl. Mitlesen von Kindern


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

Schlagen ist was völlig anderes. Und "betrügen" wäre in einer anderen Beziehung ja wieder eine ganz andere Sache und nicht nochmal die alte. Es gibt halt no gos, die trotzdem passieren und erst dann, wenn es dummerweise wirklich passiert ist, kann man m.E. hier & jetzt sagen, was man wirklich tut. Lg Fredda die keine eigenen Beispiele bringen mag


Tinai

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Antwort auf Beitrag von Schildkroete12

Schildkröte, das ist eine sehr schöne Formulierung. Und ich kenne viele alte Ehen (40, 50, sogar fast 60 Jahre), in denen es auch "Seitensprünge" gab (wobei ich das einen komischen Begriff finden - man hüpft ja nicht nur zur Seite und gleich zurück, das ist ja meist mehr) - und zu sehen, wie die es geschafft haben und mit 60 oder 70 tatsächlich so etwas wie einen "zweiten Frühling" erleben (nicht wegen, sondern trotz aller Krisen), das rührt mich und ich finde, das gibt auch sehr viel Mut! Ich finde schon, dass sich heute "zu schnell" getrennt wird. Ich habe im Internet mal einen schönen Satz gelesen: Wenn die deutsche Frau, von der Affäre des Mannes erfährt, geht sie zum Anwalt. Erfährt die französische Frau von der Affäre ihres Mannes geht sie zum Friseur. Das ist auf den ersten Blick nicht sehr emanzipiert, aber sicher weitsichtiger (der Anwalt läuft einem ja nicht davon....). Grüße Tina


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von Tinai

weil mich das auch so gerührt hat, als "Loki" gestorben war... http://www.mein-inneres-sauerland.blogspot.de/2010/11/die-tageszeitung.html


tamtam

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

ich würd ja für keinen meine hände ins feuer legen...


Schildkroete12

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Zudem hat - glaube ich sicher - jeder etwas erfahrene Mensch schon Beziehungen unterschiedlicher Nähe gehabt. Bei mir gab es da mal Jemanden, der war es mir nicht wert, um ihn und mit ihm um die Beziehung zu kämpfen... und es gibt da Jemanden, der ist es mir jederzeit wert. Und Letztgenannten habe ich nach einigen Jahren geheiratet... nachdem wir wieder eine Basis gefunden haben. Diese Basis ist besser und vertrauensvoller als je zuvor. Es stimmt nicht, dass man nicht vergessen kann, denn die Erinnerung um die negativen Zeiten verblassen zusehends... emotional sind sie schon komplett gelöscht - nur der Kopf kann sich noch erinnern. Es gibt diverse Paare, die so etwas bestätigen können. Merkwürdigerweise sind das eher ältere Paare... Manchmal frage ich mich so oder so, ob Viele nicht schlicht zu früh oder zu schnell geheiratet haben. Sehr schön finde ich den guten alten Spruch "Verliebe dich oft, verlobe dich selten und heirate nie", den ich um "oder nur einmal" ergänzen möchte.


shinead

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Antwort auf Beitrag von Schildkroete12

In den "älteren" Ehen sind ganz andere Voraussetzungen gegeben. Da hat die Frau nicht einen guten Job mit enormer Erfahrung. Da wurde spätestens mit dem ersten Kind aufgehört zu arbeiten. Vielleicht (aber nur vielleicht) wurde dann, als die Kinder aus dem Haus (!) waren wieder angefangen zu arbeiten. Ich kenne aber viele, bei denen das eben dann nicht mehr der Fall war. Da muss Frau sich auch mehr gefallen lassen, um in der sozialen Sicherheit der Ehe zu verbleiben. Die Generationen vor uns haben meist keinen eigenen Rentenanspruch. Was soll man da machen, außer bleiben?


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von shinead

wenn ich aber aus meiner Unabhängigkeit heraus etwas repariere, will ich es doch wirklich "heil" haben und nicht nur bleiben, weil ich muss. Es geht doch hier nicht ums Gefallenlassen und auch m.E. nicht nur um betrogene Frauen, sondern das Thema allgemein.


Leena

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...wieso Quatsch? Zum Teil war es doch "früher" wirklich so, dass man zusammen blieb, auch wenn keine Liebe (mehr) da war etc. pp., einerseits vielleicht sicher auch aus Versorgungsgründen, andererseits aber ganz sicher auch, weil man sich eben nicht trennt - tat man nicht, wenn man auf seine gesellschaftliche Reputation Wert legte, insbesondere als Frau. Was hatte eine "geschiedene Frau" denn früher für einen Ruf..? *hmpf* Damit meine ich nicht die Eheleute Schmidt, das da Gefühle da waren, die es immer wert waren, dass man "reparierte", würde ich nicht in Frage stellen wollen. Aber wenn ich an meine eigenen Großeltern denke - mein Großvater hat seine Frau geliebt, sie allerdings auf ein Podest gestellt und zufrieden bewundert, und meine Großmutter hatte sich ihr Leben doch sehr anders vorgestellt. Meine Großeltern waren über 60 Jahre verheiratet - mindestens 50 davon hatten aus meiner Großmutter eine sehr unglückliche, sehr verbitterte Frau gemacht - aber Trennung oder gar Scheidung war keine Option, erst recht nicht für eine Pfarrersfrau. Nein, früher war nicht alles viel besser. Aber vielleicht ist das auch der Punkt - manches wird "repariert", und anderes wird nur notdürftig geflickt, man lebt mit einem Provisorium weiter oder einfach mit dem kaputten Teil und gewöhnt sich daran, dass es nun mal kaputt ist. Variante 1 finde ich bewunderswert - Variante 2 definitiv nicht.


Nugua10

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Antwort auf Beitrag von Leena

..die wähle ich. Ich denke durchaus, dass man sich heute manchmal zu schnell und manchmal vielleicht auch aus nichtigen Gründen trennt. Manchmal würde es sich vielleicht ja doch lohnen, auch mal eine Durststrecke zu überstehen, an der Beziehung zu arbeiten, Hilfe zu suchen. Allerdings denke ich ebenfalls, dass früher aus einer materiellen Abhängigkeit heraus es manchmal unmöglich war, sich zu trennen, in Fällen, in denen eine Trennung sicherlich angebracht gewesen wäre (eventuell sogar deswegen, um sich oder andere Familienmitglieder zu schützen). Ich kenne in meinem familiären Umfeld derzeit beide Extreme: einen Fall, in dem eine Trennung zum Schutze angebracht wäre, "man" sich aber nicht scheiden läßt. Und einen anderen Fall, in dem eine Scheidung nach kurzer Ehe angestrebt wird aufgrund von Nichtigkeiten (soweit ich das beurteilen kann).


Schildkroete12

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Antwort auf Beitrag von shinead

Form der Abhängigkeit? Das AE wimmelt doch nur so von "Wasstehtmirzu?"-Posts... Trennungen gab es schon immer und wird es immer geben. Mitteleuropa ist nicht der Orient. Es wird aber auch immer Paare geben, die nicht einen kräftigen Schluck aus der Pulle mit dem "Daskönnteichnieverzeihen"-Schildchen genommen haben. Manchmal verliert sich das auch, wenn einem der Partner wirklich wichtig ist. Leider merkt man das oft erst, wenn es fast zu spät ist. Wer von euch Damen ist denn wirklich mit einem Mann zusammen, der noch nie vor euch eine andere Frau hatte? Oder sind hier alle vor ihrer derzeitigen EHE nie mit einem anderen Mann zur Sache gegangen? Ist es so schwer vorstellbar, dass Menschen auch schwierige Lebenssituationen haben und/oder dann auch Fehler machen, die ihnen hinterher leid tun? Das Leben ist doch nicht schwarz oder weiß.


Butterflocke

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Antwort auf Beitrag von LoveMum

ind Feuer----nein, für niemanden...., und zwar so gar kein Körperteil! Ich kenne keinen Menschen auf dieser Welt, dem ich einen Seitensprung NICHT zutrauen würde. Ob ich verzeihen könnte, weiß ich nicht. Ich denke, es kommt auf die Umstände an.... Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass die monogame Lebensweise (Monogamie schließt ja die Dauer "lebenslang" per Def. mit ein, soviel ich weiß) eine Farce ist!


shinead

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Antwort auf Beitrag von Schildkroete12

... ich tue es nicht. Aber es gibt leider genügend Frauen, die es noch tun. Selbst schuld... >>Ist es so schwer vorstellbar, dass Menschen auch schwierige Lebenssituationen haben und/oder dann auch Fehler machen, die ihnen hinterher leid tun? Das Leben ist doch nicht schwarz oder weiß. Nein, ist es nicht. Aber die vielen langen Ehen aus früher Zeit muss man eben auch unter anderen Gesichtspunkten sehen. Da wurde nicht nur verziehen. Da wird zum Teil bis zum Tod gehasst!


Leena

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Antwort auf Beitrag von Butterflocke

...gut, in diesem Sinne plädiere ich dann für serielle Monogamie. Das möchte ich eigentlich hinbekommen, und ich möchte auch, dass mein Mann das hinbekommt. Ob ich etwas aderes verzeihen könnte, oder ob er wollen würde, dass ich verzeihe - keine Ahnung. In einer früheren Beziehung (mit dem Vater meines ältesten Nachwuchses) bin ich einmal zur Seite gesprungen, anschließend zwar brav wieder nach Hause gekommen, und er dürfte auch nichts davon erfahren haben... ich habe allerdings schon gemerkt, dass die Beziehung von meiner Seite her einen Knacks hatte. Damals wollte ich nicht seitenspringen, weil ICH dann schlecht von mir gedacht habe (sprich: ich bin an meinem Anspruch an mich selbst gescheitert)... das reichte nicht. Heute will ich nicht springen, weil ich wüsste, dass mein Partner dann verletzt wäre, und DAS will ich nicht. Für mich liegt darin ein entscheidender Unterschied...


Mitglied inaktiv

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dass hier doch nicht "früher war alles besser" gemeint war, genausowenig wie verharren in Unabhängigkeit gelobt wird. Aber man muss ja nicht gleich gehen, auch wenn man es theaoretisch könnte.


Butterflocke

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Antwort auf Beitrag von Leena

...serielle Monogamie, nagut..., das dürfte zu schaffen sein. Die Frage ist nur, wie lang eine solche Phase dann mindestens dauern muss, damit man überhaupt (schon) von Monogamie sprechen darf..........;-) Ich möchte eigentlich am liebsten aus einem Grund NICHT springen: weil ich kein Bedürfnis danach habe (widerspricht allerdings meiner Überzeugung, dass der Mensch ansich nicht fürs Monogame gemacht ist). Verletzen würde ich NIE einen Partner "wollen". Und mich würde auch immer ein schlechtes Gewissen begleiten....beides also! Was nicht bedeutet, dass ich es nicht/nie tun würde. Treue ist letztlich (auch) ein Mangel an Gelegenheit bzw. - wenn man denn so möchte - ein Lebenszufall. Keine 2 Menschen sind "füreinander gemacht", jeder ist ersetzbar. Es ist nur Zufall, ob man ersetzt oder ersetzt wird...oder nicht.


Leena

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Antwort auf Beitrag von Butterflocke

"Ich möchte eigentlich am liebsten aus einem Grund NICHT springen: weil ich kein Bedürfnis danach habe (widerspricht allerdings meiner Überzeugung, dass der Mensch ansich nicht fürs Monogame gemacht ist)." Mh, ich weiß nicht... Ich will nicht springen, weil ich - auf jeden Fall derzeit - nicht glaube, dass mein positiver "Gewinn" bei einem Sprung so positiv sein könnte, dass es mir das wert wäre, dafür meinen Partner zu verletzten. Wenn ich mir meine potentiellen positiven Gefühle bei einem Sprung und seine potentiell negativen Gefühle, die er wohl hätte, wenn er es wüsste, quasi gegeneinander abwiege - bin ich (zumindest jetzt und die letzten gut 10 Jahre) überzeugt, dass der "Gewinn" dabei nicht so groß sein könnte, dass er den "Verlust" auch nur ansatzweise aufwiegen könnte. So gesehen - will ich nicht springen. Aber, und das ist für mich gefühlt der große Unterschied zu meiner Ex-Beziehung, mich würde jetzt mein schlechtes Gewissen vor mir selbst nicht ansatzweise so sehr stören, wie das Gefühl, ihm weh getan zu haben. Damals war genau das halt anders... :-/ Im Übrigen glaube ich nicht, dass Treue ein "Mangel an Gelegenheit" ist. Wenn ich wollte, hätte ich da einen "Kandidaten" - nicht zum Lieben, aber zum sehr Mögen und zum Springen. Will ich aber gar nicht - also lasse ich es beim sehr Mögen und spare mir das Springen. :-) Außerdem glaube ich nicht, dass jeder "ersetzbar" ist. In einem gewissen Punkt ist es sicherlich Zufall, dass man sich in Person A verliebt und nicht in Person B. Später... Na gut, vielleicht könnte ich mich noch mal für jemanden begeistern, der meinem Mann sehr ähnlich wäre und gewissermaßen dieselben Synapsen bei mir besetzen könnte wie er. Aber das, was ihn und mich verbindet, würde da doch fehlen, und außerdem - warum sollte ich meinen Mann gegen ein Duplikat von ihm selbst eintauschen wollen..? Das wäre doch auch kein Gewinn. ;-) Verträumte Grüße, L.


Nikas

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Antwort auf Beitrag von Butterflocke

nenene, Treue/Untreue ist kein "Zufall", sondern hängt ausschießlich von einem selbst ab, wie man gestrickt ist, was man selbst will/sucht. Wer einen Seitensprung sucht, findet ihn. Wer nicht sucht, findet nicht. Vom Seitensprung wird man doch nicht unversehens auf dem Weg zum Brötchenholen aus dem Busch am Straßenrand angefallen.


Leena

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Antwort auf Beitrag von Nikas

...naja, ich glaube schon, dass man einen Seitensprung unversehens finden kann, auch ohne dass man ihn sucht. Allerdings glaube ich auch an den freien Willen - man muss nicht springen, wenn man nicht will. Was man daraus macht, wenn einen der Seitensprung plötzlich auf dem Weg zum Bäcker aus dem Gebüsch heraus anspringt, das liegt dann bei einem selbst, letztlich. Für mich bin bloß ich selbst verantwortlich.


Butterflocke

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Antwort auf Beitrag von Nikas

Es sind die Lebensumstände ganz allgemein. Natürlich werde ich nicht vom Seitensprung "angefallen", aber es ist von VIELEN(!) Umständen abhängig, ob ich springe oder nicht. Nicht nur von meinem Willen, es nicht zu tun bzw. nicht alleine von meinen "guten Vosätzen" in dieser Hinsicht. Es gibt viele andere Faktoren, die man oft eben auch nicht beeinflussen kann. Natürlich gibt es auch viele rationale Gründe, denen ich einfach ganz bewusst den Vorrang geben kann (siehe Leena: "ich würde meinem Partner wehtun! möchte ich nicht! also springe ich nicht!"). In welchen Fällen ich aber diese Vernunft walten lassen KANN, ist von vielen Faktoren abhängig. Der einen Gelegenheit kann man aus verschiedenen Gründen widerstehen, der nächsten vielleicht nicht mehr........... Sagen wir vielleicht so: lebenslange Monogamie ist eine Kombination aus "Zufall" (wie gestalten sich meine Lebensumstände, wer begegnet mir...) und vernunftgesteuertem Handeln. In Gefahr geraten kann jeder. Wir sind mit dem Gedanken Monogamie sozialisiert worden und er macht in bestimmter Hinsicht auch gesellschaftlich Sinn. Ob er aber der Natur des Menschen entspricht, bezweifle ich. Ich denke, in uns verankert ist grundsätzlich ein anderes Bedürfnis. Du findest nicht alle Umstände Deines Lebens selbst. Von manchen Umständen wirst Du einfach gefunden, auch wenn Du sie NICHT gesucht hast............


Schildkroete12

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Antwort auf Beitrag von shinead

Alleine die Freiheit, entscheiden zu können, ob man versuchen will zu verzeihen oder ob man doch gehen will, ist doch etwas, was einem Last von den Schultern nimmt. Wenn ich mir keine Sorgen machen muss, ob ich meinen Kindern übermorgen etwas zu essen geben kann, wenn ich meinen untreuen Mann verlasse, habe ich doch die Chance, auf meine Gefühle zu schauen. Und machen wir uns mal nichts vor: so, wie es derzeit in unserer Gesellschaft ist, muss niemand hungern, wenn der Versorger die Biege macht. Bin ich als Frau selber berufstätig und kann die Kinder und mich selber versorgen, nimmt das noch mehr Zwänge. Klar... wer kann schon große Sprünge machen in so einer Situation... aber man kommt klar. Das habe ich ja mit dem Vater von Kind 1 erleben dürfen... Und mal ehrlich... ich habe ja auch schon einmal festgestellt, dass sich der Kampf um die Beziehung nicht lohnt, weil mir der Mann einfach diesen Kampf nicht wert war - und *schwups* war ich plötzlich auch alleinerziehend. Mein heutiger Ehemann hatte andere Probleme, die sich negaiv auf unsere Beziehung auswirkten. Und da tat ich genau das, was man gemeinhin rät: ich wies ihn von mir, sodass er feststellen musste, wie viel ich ihm bedeutete. Der Weg in die Beziehung zurück dauerte etwa ein halbes Jahr, aber es hat sich gelohnt. Wir beiden wissen nun, wie wichtig wir füreinander sind und dass wir wirklich den Versuch wagen wollen, miteinander alt zu werden. Erst dann haben wir geheiratet! Ich glaube, wenn wir diese Krise nicht gehabt hätten, die uns am Ende zeigte, wo wir stehen, wäre ich selber NIE zum Standesamt gezuckelt. Wir nageln einander nicht auf dieser Treuschiene fest, obwohl wir beide wissen, dass wir unsere Energien für einander und für unsere Kinder brauchen. Das ist der tief empfundene Respekt, den man nicht kennen kann, wenn man nur die Schmetterlinge spüren will. Und wer keine Krisen gemeistert hat, weiß nicht, von welchem Respekt ich schreibe. Wenn ich uns so als Paar betrachte, erinnert mich das schon sehr an meine Großeltern, die sich wunderbar ergänzten und liebten bis ins hohe Alter (die "horizontale Ebene" kann und will ich nicht vergleichen ). Insgeheim habe ich sogar manchmal festgestellt, dass mein Mann meinem Opa immer ähnlicher wird. Er ist ein liebevoller Mann und Vater, der sich rührend um unsere Kinder kümmert... er ist fleißig und wir ergänzen uns in unseren Fähigkeiten sehr gut. In Vielem haben wir die gleiche Wellenlänge und ticken im gleichen Takt. Das Alles hätte ich weggeworfen, wenn ich mich darüber künstlich aufregen würde, weil er seinen "Wutzl" wie auch schon vor unserem gemeinsamen Lebensweg anderweitig versenkt hat??? NEVER! Da bin ich egostisch genug, mir dieses Goldstück erhalten zu wollen... Und zur Geborgenheit und dem Vertrauen... die sind wie Placebos... sie wirken nur, wenn ich selber sie zulasse.


Nikas

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Antwort auf Beitrag von Leena

ich wette mit Dir, dass gerade so etwas nicht unversehens passiert, nicht mal die sog. Liebe. darüber hab ich letzthin mit engen Freundinnen sehr intensiv diskutiert. es muss auf "Empfang" und "Sendung" geschaltet sein, dass "es" passiert. man muss "willig" sein. erst dann auch kann man "finden". Klar glotzen mich überall, wo ich geh und steh, lauernde Männerblicke an, die wohl zu vielem bereit wären. In dem Sinne "finden" passiert alle paar Minuten. Aber wenn man darauf so gar nicht eingestellt ist, entlockt es einem nicht mal ein Grinsen...es perlt ab.


Butterflocke

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Antwort auf Beitrag von Nikas

Da muss ich nun aber auch widersprechen (nochmal...:-)) Meine Theorie ist eine andere: Den "Empfangs-Modus" muss nicht von vorne herein aktiviert sein, aber er kann aktiviert WERDEN, wenn denn bestimmte zwischenmenschliche Kriterien erfüllt sind. Und das, obwohl man weder sucht noch "willig" ist. Mir ist das schon passiert........... "Es" hat mich gefunden, obwohl ich so GAR nicht auf Empfang gepolt und auch äußerst glücklich war. Natürlich geschieht "es" leichter und schneller, wenn "Sendung" zufällig auf "Empfang" trifft.... Notwendig ist es aber nicht...., nach meiner Erfahrung. Aber ich nehme an, dass da jeder seine eigenen Erafhrungen hat und macht. Aber die sind rein zufällig, so wie das ganze Leben. Auch wenn wir´s gerne anders hätten. Dass mein Mann noch nicht fremdgegangen ist, liegt also meiner Ansicht nach nicht (nur) daran, dass er so wahnsinnig glücklich mit mir ist (ist er hoffentlich) und eigentlich nicht auf Empfang "steht" (steht er hoffentlich nicht:-)), sondern eben auch daran, dass ihm noch nicht die "passende" Versuchung begegnet ist.


rebi

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Antwort auf Beitrag von Mooney

ein Asrutscher der mein Mann mir beichtet könnte ich verzeihen, aber wie schon erwähnt nicht vergessen. rebi


rebi

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Antwort auf Beitrag von Mooney

ein Asrutscher der mein Mann mir beichtet könnte ich verzeihen, aber wie schon erwähnt nicht vergessen. rebi


tamtam

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Antwort auf Beitrag von Mooney

verzeihen ja...vergessen nein Es würde immer im Kopf bleiben. Bei jeder kleinen Verspätung, bei jeder SMS, bei jedem "ich geh mit freunden aus", bei jedem "ich muss länger arbeiten" Immer wieder würde man dran denken. Ich zumindestens...


mausemaus85

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Antwort auf Beitrag von tamtam

Nein,für mich wäre wohl Schluss. Ich müsste ja dann ständig dran denken wie er mit der dann rum gepoppt hat und solche Gedanken wären echt fies. Desweiteren denke ich,wenn einer fremdgeht dann stimmt was nicht mit der Beziehung bzw. mit dem sexleben ...der nächste knacks ist da,dann würde ich mich immer fragen"wo geht er gerade hin,mit wem" usw. tralala. Nee,das wäre das aus...


Tinai

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Antwort auf Beitrag von tamtam

....man weiß genau, wie man alles machen wird, was auf einen zukommt und plant schön durch und ist perfekt vorberitet. Und wenn sie da sind: Dann ist alles anders. So ist es für die o.g. Frage auch. Theoretisch kann man das alles schön durchdiskutieren, praktisch weiß man es doch nicht.


baby-engelmaus

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Wir sind noch zusammen,und es läuft super. Mein Mann war auch für 8 Monate ausgezogen(nicht nur wegen dem Seitensprung) Und dann sind wir zur Eheberatung gegangen und es hat uns geholfen. Ich vertraue ihm auch wieder 100 Prozent.(Dank der Hilfestellung und Tipps der Beratung ) Das ganze ist jetzt 3 Jahre her.Wie gesagt es ist super ....


Patti1977

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Antwort auf Beitrag von Mooney

das wars dann für mcih. der nächste mann hats nicht einfach mit mir,


sojamama

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Hallo, ich selber habe in jungen Jahren einen Seitensprung gewagt, mein Freund und ich sind auch danach wieder zusammen gekommen.... aber er sagte damals o.g. Satz. Ob er wirklich verziehen hat weiß ich nicht, wir sind auch nicht mehr zusammen. Ich denke, das war damals ohnehin der Anfang vom Ende. Er hatte auch ne andere, wobei ich das nie sicher "beweisen" konnte, er stritt es ab, diejenige welche sagte, ja, sie hatten Sex..... sie war meine Freundin damals. Jetzt lebe ich in einer langen Beziehung, da kam nie der Gedanke auf, Seitensprung zu wagen. Es passt alles so. Ich glaube aber trotzdem, dass man das verzeihen kann. Wer schmeißt schon einfach mal so 15 Jahre oder mehr weg? Ich jedenfalls würde kämpfen, wenn mir die Ehe/Beziehung wichtig wäre und ich eine Chance sehe, dann würde ich kämpfen und verzeihen. Ob mein Mann ebenso denkt, kann ich nicht sicher sagen, ich gehe aber davon aus. melli


bijeco12

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Hallo, ich bin mit meinem Mann 11 Jahre zusammen, 8 davon verheiratet, wir haben zwei Kinder 8 u. 4 Jahre und was soll ich sagen: mein Mann hat wohl die Midlife - Crisis (er ist 42 Jahre) und hatte seit Februar diesen Jahres insgesamt 3 Affären! Die ersten beiden hatte ich ihm noch verziehen, die letzte jetzt nicht mehr, bin am Ende, mag so nicht mehr. One-Night-Stands, ich weiss nicht, hätte ich die eher verkraftet ?? Aber das jetzt? Nein, es tut höllisch weh, aber trotzdem und zum Wohle unserer Kinder werde ich die Scheidung einreichen. Mit meinen 38 Jahren bin ich noch nicht zu alt, um neu anzufangen. Und weisst Du: verzeihen kann man bzw. frau viel, aber vergessen schlechter und was das vertrauen anbelangt: das ist dahin. Fast 4 Monate habe ich versucht um diese Ehe zu kämpfen, er jedoch hört einfach nicht auf (er war sogar im Puff, das hat er mir gebeichtet). Traurige Grüße A.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf Beitrag von bijeco12

Na, wir haben Mai, wenn er da seit Februar 3 Affairen hatte, war ja jede kaum länger als ein ONS... Woher wusstest du denn von allen dreien???? Und Puff "beichten" - da kommt es auf die Definition der Beziehung an, ob so was "drin" ist oder nicht, auf jeden Fall hat es eine andere Qualität als eine Affaire. Zu alt für einen Neuanfang ist man nie, oder? Lg Fredda


Schildkroete12

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Antwort auf Beitrag von bijeco12

natürlich fällt es in dieser Situation schwer, daran zu glauben, dass es da noch eine gemeinsame Zukunft geben könnte... dazu gehören natürlich immer zwei und wenn dein Ehegespons sich derart treiben lässt, ist zunächst schwerlich an eine Besserung zu glauben.Vielleicht wird er ja wach, wenn du die Scheidung eingereicht hast... aber möglicherweise stellst du ja auch für dich fest, dass du mit ihm einen Lebensabschnitt abgehakt hast. Ich wünsche dir starke Nerven und ein gutes Selbstvertrauen, um diese Zeit zu meistern.


tiger1

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Ich versuche es auch gerade zu verzeihen, weil ich ihn einfach noch liebe und ich glaube es könnte wieder funktionieren. Ob es in der "Praxis" wirklich klappt kann ich noch nicht sagen (frag mich in einem 1/2 Jahr noch mal). Ich hoffe es geht, im Moment gibt er mir ein gutes Gefühl - und ich hoffe, dass hält nicht nur 3 Tage an. Ich denke einfach wenn ich es nicht wenigstens versuche weiß ich auch nie wie es geworden wäre - und wer weiß vielleicht lohnt sich die "harte" Arbeit ja. Mein Mann wohnt allerdings auch seit Februar nicht mehr bei uns, aber wer weiß vielleicht zieht er ja irgendwann wieder ein. Drückt mir die Daumen.


AugustBaby2010

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Antwort auf Beitrag von Mooney

Sooo, um den viele "hätte, wäre, könnte" aus dem Weg zu gehen mal eine ehrliche wahre Aussage. Jaaa, mein Freund war bis vor einem Jahr (wir sind nun gut 3,5 Jahre zusammen) nicht gar so "brav". Ein "Ausrutscher" nach dem anderen (ohne Sex) hat er sich geleistet und zu guter letzt auch eine Affäre, die er dann auch mal kurzfristig zu seiner festen Freundin gemacht hat ;-). ABER wir haben uns zusammengerauft, erst vielleicht sogar mehr (meiner seits) des Kindes willen, dann hat sich alles wieder entwickelt und es lief besser als zuvor. Klar es ist irgendwie immer im Hinterkopf, man muss das Thema aber erstmal offen in der Partnerschaft bereden und auch alle unklaren Fragen müssen beantwortet sein. LG