threepack
So, heute war es also, unsere erste Beratungsstunde. Ich war ja gespannt wie ein Flitzebogen (sagt man das so?), da mein Mann ja vorher rein gar nix über seine Probleme rausgelassen hat.
Und stellt euch mal vor, unsere Probleme fingen vor 15 (!) Jahren an. Zur Info, wir KENNEN uns seit 17 Jahren. Damals hatte ich einen, in seinen Augen, völlig ungerechtfertigten Wutausbruch. Dieser hat in wohl so verschüchtert, dass er sich total in die defensive geflüchtet hat. Wir waren damals noch verheiratet, ich glaube noch nicht mal zusammengezogen! Und ich hätte in überall rausgedrängt, dann kamen auch noch die Kinder (für die wir uns alle beide entschieden hatten!), und jetzt hat er überhaupt keinen Platz mehr!!! Nicht mal seinen PC, an dem er jeden Abedn für mehrere Stunden abtaucht.
Aber ich denke, die Therapeutin hat ne gute Nase, irgendwann meinte sie zu ihm, auch die Entscheidung passiv zu bleiben, wäre eine Entscheidung, die er getroffen hat. Mit meiner Haushaltsführung ist er nicht zufrieden (ich mit seiner auch nicht), aber er hat sich nie getraut es zu sagen.
Mann, bin ich ne Hexe, gut, dass ich Freundinnen hab, die mich auch schon länger kennen.
Ach, und ein Kindheitstraume habe ich auch, toll oder?. Mann, bin ich gespannt, was da noch alles auf mich zukommt.
Liebe Grüße
Threepack
17 Jahre zusammen, seit 15 Jahren hat er Probleme und nun kommt es ans Licht und du machst dich drüber lustig? Was für einen Sinn macht dann die Therapie? Was haben die Freundinnen damit zu tun? Meine Freunde habe ich schon viel länger als ich je eine Partnerschaft hatte... ja, ich bin sicher keine gute Partnerin aber mit den Freunden habe ich auch ein ganz anderes Verhältnis.
Hi mf4, ich schwanke zwischen lachen und entsetzten. Er hat seit 15 Jahren angeblich ein Problem mit meinem Temperament, abe er hat mich trotzdem geheiratet und 3 Kinder mit mir bekommen? Er darf mir nicht im Haushalt helfen, aber ich muss Berge von Müll hinnehmen, weil er ständig "vergisst" seinen Teil der Vereinbarung zuz machen? Es tut mir leid, aber das riecht gewaltig nach der Suche eines geeigneten Weges, sich aus der Affäre bzw. Ehe zu stehlen, und zwar getreu seiner Devise "Ich kann ja nichts dafür, der/die hätte halt nicht..." Ich bin miT Sicherheit nicht perfekt. Aber ich lese immer wieder, ja nicht den Mann ändern wollen. Aber ich soll auf dem Stand einer 19jährigen bleiben? Darf mich nicht weiterentwickeln, und nich ich selbst sein. Ich weiß nicht, mit welchem Ergebnis wir abschließen werden, noch hoffe ich. Threepack
es passt halt nicht. Er fühlt sich unterdrückt. Entweder er hat eine andre oder es stimmt. Du darfst alles. Er aber auch.
Ich muss auch sagen, wenn es in 17 Jahren 15 nicht gut läuft dann passt es tatsächlich nicht. Ich habe gerade Probleme mir vorzustellen warum man dann noch 15 Jahre bleibt. Die Kinder hat er offenbar gemacht, weil es verlangt war und sonst ist auch alles nicht sein Ding und was er tut oder nicht tut ist nicht deines... ich bin ja eher kein Pessimist aber ich sehe grad nicht, wie diese Paartherapie euch wieder zusammen bringen soll. Woran wollt ihr denn festhalten? Was verbindet euch denn? Liebe? Pflichtbewusstsein den Kindern gegenüber?
Hallo, ich kann dir nur das Buch "Warum Männer Mauern" von Scitt Wetzler empfehlen... Lg Pondus
Ich denke, der Anfang der Therapie ist doch genau für sowas da - dass jeder erst mal aus SEINER Sicht ganz subjektiv die Probleme schildern kann, die er sieht. Da finde ich es sehr positiv, dass dein Mann endlich mal mit dem rausrückt, was ihn stört. Ob es nicht schon zu spät dafür ist, wird sich im Laufe der Therapie zeigen... und ob da noch Chancen bestehen, zusammen zu finden. Durftest du denn auch aus deiner Sicht schildern? LG sun
Natürlich konnte ich auch aus meiner Sicht erzählen. Ich habe für mich überlegt, was die letzten 4-5 Jahre denn so los war. Natürlich baut sich so was auch auf, kein Problem kommt von heute auf morgen, und ich wollte ja auch wissen, was mit ihm los ist.
Aber als er anfing mit "Also, das fing vor 15 Jahren schon an, da gab es so einen Streit..", fiel mir schon erst mal die Klappe runter. Ein Streit von vor 15 Jahren!? Zu einem Zeitpunkt, wo eine Trennung mit, außer der emotionalen Seite, kein Problem gewesen wäre, wenn es doch für ihn soo schlimm war. Wo noch niemand Wohnung, Stand, eigenen Bauch aufgegeben hatte?
BVersteht ihr, ich will nicht sagen, ich will seine Probleme nicht hören, ich höre es , und kann es einfach nicht fassen!!
Wie gesagt, das Ende ist erst mal noch offen, war ja auch erst die erste Stunde ![]()
Na ja, aber das ist doch seine Baustelle. Du ziehst Dir da einen Schuh an, den er hinstellt - aber es ist nicht Dein Schuh. Vielleicht findet er Dich - keine Ahnung - "bestimmerisch" oder wie auch immer. Das darf er, vielleicht bist Du so, zumindest in seinen Augen. Du bist wie Du bist. Wenn er es nicht schafft, mit Dir darüber zu reden oder sich wenigstens zu trennen, wenn ein Streit ihn so mitnimmt, und das stattdessen 15 Jahre mit sich herumschleppt - dann ist das doch sein Problem, oder? Möglicherweise will er tatsächlich Schuld in Deine Richtung schuppern. Aber erstens sind Eheberater dagegen eigentlich allergisch - schließlich ist das eine Mediation und kein Gerichtsverfahren - und zweitens bekleckert er sich mit seiner Methode nicht gerade mit Ruhm. Mach nicht den Fehler, die Schuld zu ihm zurückzuschieben - das hilft keinem. Du kannst Dich doch ganz cool hinsetzen und sagen: "Schade, daß Du mir das damals nicht gleich gesagt hast. Dann hätte sich das gar nicht erst so aufgeschaukelt, glaube ich. Aber, um in der Gegenwart zu bleiben: Was erwartest Du denn jetzt von mir? Kann ich überhaupt irgendwas tun, wenn Du seit 15 Jahren Deine Wut auf mich und Angst vor mir unterdrückst?"
Ich glaube, Zynismus ist hier fehl am Platz, threepack. So albern es klingen mag und so unglaubwürdig es dir vorkommt, aber: die Weichenstellung in eurer Beziehung passt für deinen Mann nicht und hat offenbar nie gepasst. Natürlich ist die Frage: Warum hat er sich nicht früher gewehrt, mal was gesagt, versucht, das Ruder herumzureißen? Aber offenbar gab es auch irgendetwas, das ihn in dieser Beziehung hielt, auch wenn er immer mehr zugemacht hat. Andererseits hast du seine Inkompetenz und Unreife jahrelang erduldet, bis es jetzt zu dem Eklat mit Rausschmiss kam. Warum? Warum hast du das so lange ertragen? Gewurmt hat dich sein Verhalten ja schon länger, und unreif fandest du seine Reaktionen ja wohl auch. Aber offenbar gab es auch etwas, das dich in dieser Beziehung hielt, auch wenn du immer zynischer geworden bist. Erkennst du, dass da eine Parallele ist? Irgendetwas gibt es, das euch beieinander gehalten hat, ich nehme an, das ist jetzt auch der Grund für die Therapie. Deine "Flucht nach vorne" (von wegen, du hättest schließlich genug Freunde, die dich schätzen, und die Therapeutin fände deinen Mann ja auch passiv) spricht Bände - es geht hier wirklich nicht um einen Machtkampf oder darum zu zeigen, wer hier Opfer, wer Täter, wer im Recht und wer im Unrecht ist. Es geht einzig und allein darum herauszufinden, was euch in diese Lage reingeritten hat - und wie ihr, falls ihr es wollt und euch vorstellen könnt, euch zusammenzuraufen, da andere Mechanismen entwickeln könnt. LG Nicole
Die letzten 10 Beiträge
- Habe ich richtig entschieden?
- Partnerschaft nach Geburt
- Partner kauft kleine Wohnung trotz anderer Pläne
- Trennung in der Schwangerschaft?
- Nach geburt partnr zieht sich irgentwie zurück.
- Partner will mit seiner Mutter verreisen, 6 Monate altes Baby
- Mein Mann kontrolliert mich
- Wie soll ich ihr Verhalten deuten?
- Mein Partner beteiligt sich nicht finanziell – wie würdet ihr reagieren?
- Partner gibt Geld für Ü18 Seiten aus