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Ehe am Ende oder doch noch nicht? - Vorsicht lang

Ehe am Ende oder doch noch nicht? - Vorsicht lang

Mitglied inaktiv

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Ich habe im April schon mal gepostet (mein Mann war dagegen, dass ich im Herbst -jetzt- arbeiten gehe, obwohl wir das Geld brauchen und hat mir angedroht, dass ich dann gleich gehen kann ...). Das hat sich jetzt insofern geändert, dass ich seit Mitte August einen Job am Vormittag für 4 TAge/Woche habe (vorher einen geringen Job mit 8 Std. am Samstag) und da haben wir sogar die Kinderbetreuung (2 und 4) geschafft, weil Krippe und Kita erst seit 30. August wieder offen waren. Generell ist mein Mann noch immer gegen meinen Job (behauptet zwar, dass alles ok ist für ihn), aber für ihn ist es so, dass ich meinen Willen durchgesetzt hätte. Er ist der Meinung, dass eine Frau nur dann arbeiten gehen muss, wenn es sonst nicht anders machbar ist und dass er der Ernäherer und Verdiener ist (wobei ich aufgrund seiner Selbständigkeit nicht weiß, ob ich im nächsten Monat zum 1. das Haushaltsgeld bekomme oder doch erst später) - dass es mir Spass macht, dass ich raus will und eigenes Geld verdienen und dass ich auch mal eine Rente haben will, ist für ihn nicht wirklich verständlich - auch jetzt noch nicht nach Jobbeginn. Er ist Extremsportler und wollte Anfang Oktober ein Laufevent über 14 Tage hindurch machen und dass ich ihn dabei unterstütze. Abgesehen vom organisatorischen Aufwand für mich in der kurzen Zeit wollte er, dass ich ihn begleite (zusätzlich zu anderen, bezahlten Personen). Wegen meinem Job hätte er schon Ideen, meinte er. Ich habe ihm dann zugesagt, dass ich wegen 1 Woche Urlaub fragen würde, aber dies von meinem Chef abhängig wäre - er war sehr missgestimmt deshalb. Wegen den Kindern wollte er, dass die mitkommen und sich ein Kindermädchen oder Oma um sie kümmern, meinen Einwand, dass 14 Tage jeden Tag ein anderes Hotel und zusätzlich ich wenig Zeit für sie hat ihn ebenfalls wenig interessiert. Da dieser Lauf jetzt aus finanziellen Gründen nicht stattfinden wird, ist mein Mann für 4 Tage in eine Depression verfallen. Das hat mich sehr mitgenommen, weil diese Tage für mich mit einem auf die ganze Welt beleidigten Mann und zusätzlich die beiden Kinder sehr anstrengend waren. Ich war aufgrund auch anderer Probleme s.u. ziemlich fertig danach. Nur im Gegensatz zu meinem Mann konnte ich mir das nicht anmerken lassen, weil ich mich auch um die beiden Kinder gekümmert habe, die ja auch gemerkt habem, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mit unserem größeren Sohn hat er ziemliche Probleme, ich bin oft der Puffer, mein Mann erzieht autoritär (nach vielen Gesprächen seit 1 Jahr jetzt viel weniger), was sich auch im Verhältnis der beiden niedergeschlagen hat. Durch viel Bemühen von meinem Mann geht es jetzt ganz gut mit den beiden, aber unser Sohn nimmt von ihm nur ganz wenig an, vor allem, wenn ich dabei bin. Dr. Posth im Forum hat schon einige Male bei uns gut weitergeholfen. Ich selber habe kaum Probleme mit ihm, komme sehr gut zurecht und versuche so gut als möglich, auf unseren Sohn einzugehen und trotzdem Grenzen zu setzen. Wenn ich mit meinem Mann rede, dann geht es wieder gut mit ihm und unserem größeren Sohn für ca. 2-3 Wochen. Von mir vorgeschlagene gemeinsame Elternberatung hat er abgelehnt. Wir haben jetzt eine schwierige Zeit hinter uns, weil ich einfach genug habe von den finanziellen Problemen seit Jahren, von dem Umgang mit unserem größeren Sohn (habe Angst, dass sich das alles beim kleineren dann wiederholen wird), von seiner Art, dass alles immer so zu geschehen hat, wie er das will (außer meinem Job). Ich hätte jetzt die Möglichkeit, in meiner Heimatstadt bei meinen Eltern einen Job anzunehmen und eine passende Wohnung gäbe es auch. Mein Mann will nicht weg aus seinem Haus (seines, vor meiner Zeit), für mich stellt sich daher die Frage, ob ich den Zustand mit ihm noch lange aushalte oder ob es noch Perspektiven für uns gibt. Ich weiß auch nicht, wie belastend die Situation momentan für unsere beiden Kinder ist und ob es nicht besser ist, ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Für Tipps und Meinungen bin ich sehr dankbar! liebe Grüße


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Hmm ICH könnte mit so einem Patriarchen der alten Schule nicht leben. Das hat mich schon bei meinem Vater wahnsinnig gemacht, so einen Mann hätte ich nie gewählt. Andererseits muss es ja Gründe gegeben haben, dass du ihn geheiratet hast. Kardinalsfrage: liebst du ihn noch? Wenn nein, dann geh. Besser ein Ende mit Schrecken..


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was bedeutet: autoritäre erziehung im falle deines mannes? beim rest schließe ich mich berita an, ich mag zwar einen gewissen macho im mann, aber so einer wär mir zu anstrengend. stelle ebenfalls die allumfassende liebesfrage.


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Lieben wirst du ihn sicherlich, aber ist es genug diese ganzen Quelereien und ständigen Konflikt- und Egoismussituationen durchzustehen. Er missbraucht dich ja auch seelisch, wenn es nicht nach seinem Willen geht, so wie ich das rauslese. Du hast ja gar keine wirkliche Chance auf eine eigene Meinung, wenn es nach ihm gänge. Ich schließe mich den anderen an. Denk an deine Kinder. Denk an dich. Ihr habt nur ein Leben. Außerdem hast du den Wortlaut ja schon selbst gewählt: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Gilt auch für deine Kinder.