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Der Traum vom Haus und ner glücklichen Familie?

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Wir sind seit 4,5 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet,unsere Tochter ist 1 Jahr. Mein Mann ist ein Traum ;-) Hilft im Haushalt,ist zuverlässig, und ein super Vater. Natürlich stört mich hier und da was an unserer Beziehung - aber wer ist schon 100% zufrieden (kleines Beispiel: Ist oft mürrisch und kann keine Gefühle Zeigen) Nun 'träumen' wir von Eigentum in ca 2-3 Jahren. Alles prima soweit. Gestern haben wir aber zufällig ein passendes Objekt gesehen und jonglieren nun mit Zahlen... Und aus heiterem Himmel denke ich: Mensch, wenn wir uns auch noch ne Bude aufhalsen, werde ich mich nie wieder von ihm trennen können. Ich versteh das nicht? Wieso habe ich auf einmal solch negative 'trennungsgedanken'?? Bin ich innerlich doch unglücklicher als ich dachte? Hab ich nur muffensausen vor so viel Verantwortung? Ich versteh mich nicht mehr, auf einmal habe ich das Gefühl,dass ich ihn niemals solange 'aushalte'. Plötzlich geht er mir wahnsinnig auf die Nerven und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als mit meiner Tochter alleine zu sein! Das ist doch bekloppt!


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Denke, es gibt immer mal Momente, in denen uns bewußt wird, daß wir uns mit einer Entscheidung für etwas auch gleichzeitig gegen alle anderen Optionen entscheiden. Mit dem gemeinsamen Aufnehmen von Schulden bindet ihr euch natürlich noch mehr aneinander, aber das habt ihr zur Hochzeit auch schon (wenn ihr es ernst gemeint habt). Kenne diese Momente auch. Hab auf dem Weg zum Standesamt ernsthaft überlegt und es im nachhinein keine Sekunde bereut. Mittlerweile haben wir Kind und Schulden (auch wegen Haus) und ich liebe meinen Mann immer noch und immer mehr und würde mich immer wieder so entscheiden.


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Das ist normal. Vor solchen schwerwiegenden und weitreichenden Entscheidungen hat man oft Muffensausen. Siehe Hochzeit, Schwanger-Werden, Wohnort- oder Jobwechsel. Alles wird infrage gestellt. Ist auch gut, so eine Kontroll-Zweifel-Phase. Schließlich bindet gemeinsames Wohneigentum fast genauso eng wie Kinder. Alles Gute! Wird schon wieder! Karina


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Hallo, ich glaub auch das das normal ist, einfach um vor wichtigen Entscheidungen, das ganze nochmal zu Überprüfen. Ich ziehe in einem Monat zu meinem Freund und kurz nach der Entscheidung dazu ging es mir genauso wie dir jetzt. Und das war keine soooo weitreichende Entscheidung, ich kann ja einfach wieder ausziehen. LG Dorsa


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ehrlich gesagt finde ich es eher gut, dass du nicht blauäugig in diese neue lebenssituation hinein gehst! deine zweifel sind doch ein gesunder mechanismus, der dich gründlich nachdenken lässt... wie oft tun menschen das nicht, wenn sie eine so bedeutende entscheidung wie eine hauskauf oder -bau anstreben. ich kann mich nur der "wird-schon-wieder"-fraktion anschließen...


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Das zeigt doch nur einen vorhandenen Realitätssinn. Was ist heutzutage noch sicher? Als meine Frauenärztin mir beim ersten Kind sagte: "Glückwunsch, sie sind schwanger" war mein erster gedanke: "Ach du kagge, jetzt bist du NIE wieder allein, nie wieder für dich selbst..." Is natürlich Quatsch und deshalb liebe ich meine Kinder auch nicht weniger. Ich finde es besser, alle Eventualitäten vorher durchzugehen als schön zu kaufen und nach nem halben Jahr zu wissen: Och, datt is alles nix... Ich glaube überdies, dass deine negativen Gefühle deinem Mann gegenüber gar nicht in deinen Gefühlen zu ihm begründet sind, sondern eine Art Warnsignal aus deinem Kopf, um dir zu sagen, dass du vielleicht doch noch nicht bereit bist, eine derart große finanzielle Verantowrtung einzugehen... LG, alex


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Wir heiraten im Juni und ich kenne das Gefühl nur zu gut. Also, bei uns kriegt definitiv nicht der Mann kalte Füsse Denke auch, dass diese Angst vor so einer einschneidenden Veränderung automatisch da ist. Ist ja auch garnicht so ungesund, alles nochmal zu überdenken;-) Ich bin da immer wie zwiegespalten. Die meiste Zeit freu ich mich, bin am Vorbereten, träume vor mich hin und dann ab und an habe ich meine fünf Minuten, in denen ich mich frage, warum um alles in der Welt man überhaupt heiratet...Darum prüfe, wer sich bindet =) LG, Hannah


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Hallo, so eine schwerwiegende Entscheidung wie, ein Haus zu kaufen und sich eine jahrelange Finanzierung aufzubürden, kann tiefliegende Zweifel und Gefühle aufwühlen, das ist ganz normal. Es ist eben doch nicht so, dass Du Deinen Partner ganz ohne Einschränkung toll findest. Sondern es gibt ein paar Dinge, die Dich mehr stören als Du bisher dachtest. Durch so ein Projekt wie den Hauskauf kommen die eben jetzt hoch. Das muss aber nix Schlimmes heißen. Es heißt nur, dass Du ein Mensch mit Verantwortungsgefühl bist, der wichtige Dinge nicht auf die leichte Schulter nimmt - sondern gut darüber nachdenkt. Und das ist sehr gut und richtig so! Weißte, im Leben gibt es ja nie ganz richtig oder ganz falsch, die Welt ist nicht schwarz-weiß und auch nie einfach. Das gilt vor allem für die Liebe, und das heißt: Das Zusammenleben ist immer ein Kompromiss und etwas, das optimalerweise überwiegend richtig ist. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht auch ein anderes Leben gut vorstellen könnte, z.B. allein mit seinem Kind zu leben. Ich habe solche Gedanken auch manchmal (bin aber sonst glücklich in der Ehe und in unserem Eigenheim ). Dass man sich für die eine Lebensform entscheidet, heißt eben nicht, dass nicht auch eine andere gut lebbar wäre. Langer Rede kurzer Sinn: Du musst nicht täglich 24 Stunden lang 100prozentig von Deiner Ehe oder dem Hauskauf überzeugt sein. Es reicht, wenn Du es den überwiegenden Teil der Zeit bist und findest, dass das Ganze trotz allem keine schlechte Idee ist. Mit ein paar Restzweifeln oder dunkleren Stunden, wo man sich das alles nicht so vorstellen kann, kann man dann ganz gut leben, weil man weiß: Is' völlig normal, hu? Grüßle und viel Spaß beim Hausprojekt, BB


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Danke ihr lieben! Ihr habt absolut recht ;-) Fakt ist: Ich bin realist. Ich habe geheiratet weil ich der Meinung bin,dass ein Kind in eine Ehe gehört. Ohne Kind kann man einfach so zusammen bleiben oder nicht - mit Kind ist man eh ewig vereint, kann man auch gleich heiraten. Hat so gesehen nur Vorteile. Klingt kalt, aber so denke ich nunmal. Wir haben uns gestern darauf geeinigt,dass wir erstmal wie geplant 2-3 Jahre abwarten und uns dann nach einer Eigentumswohnung umsehen. Das Thema ist finanzierbarer und übersichtlicher als ein ganzes Haus... Und siehe da: Ich fühl mich direkt viel wohler mit dem Gedanken. Denn ne Wohnung, die vergleichbar mit unsrer jetztigen ist (nur eben 'gekauft') Macht mir einfach weniger Angst. ...jetzt fehlt nur noch ein Hund und ich hab die spießige Familie, die ich nie sein wollte ;-)


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Ich denke diese Gefühle hat man als Frau vor jedem großen Schritt. Wenn das erste Kind kommt oder das zweite.... dann schiebt man diese wie-soll-es-bloß-werden-Gedanken auf die Schwangerschaftshormone. Du gehst halt einen bedeutenden Schritt weiter. Wenn deine Kinder solch eine Entwicklung durchmachen oder gemacht haben, brauchen sie wieder ganz viel Mama und einen Rückzug um dann gestärkt weiter zu machen. Meiner Meinung nach hat das nichts mir Gefühlen für den Partner zu tun.


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Hi nach dem lesen habe ich mich dazu entschieden eine AW zu schreiben. Besonders in einem der letzten Postings habe ich gelesen, dass eine Wohnung billiger sei als ein Haus. Muß aber nicht sein. In meiner Verwandtschaft wurde eine Wg. gekauft. Der Preis lag bei 160T€. Im vergangenen Jahr habe ich mir selbst ein kleines Bauerngut an Land gezogen. Das hat aber nur den halben Preis gekostet und es ist noch ein Stück Land herum. Und wenn ich was machen will, muss ich nicht erst alle anderen herum fragen. Oder es kommt mal aus einer Nichtigkeit zum Knatsch. Dann mußt Du im Haus immer den oder diejenigen ertragen. Kann beim eigenen Grundstück nicht passieren. Aber ich will Dich nicht beeinflussen. Im ersten Anschein ist es mit einer Wg einfacher. Mach wie Du Dich besser fühlst. LG